ruralis infernalis 8 (Sextourismus)

Auf dem Land, so denken wir Stadtmenschen, da ist die Welt noch in Ordnung …

Knecht 2:   Schlucken … schlucken …
Knecht 1:   Ich krieg sie nicht runter.
Knecht 2:   Nase zuhalten und schlucken.
Tourist:      Darf ich die Knechte fragen, was hier vor sich geht?
Knecht 2:   Agrotech Management Assistants, bitteschön.
Tourist:      Oh, verzeihen sie, stimmt. Sie haben ja auf die neue Terminologie
umgestellt.
Knecht 2:   Er kriegt seine „Deutschland Pille“ nicht runter.
Tourist:      „Deutschland Pille“? Was soll das denn sein? Entschuldigen sie meine
Neugier. Ich bin im wirklichen Leben Arzt in Paderborn. Aber
„Deutschland Pille“ habe ich noch nie gehört.
Knecht 2:   Ist ein neuartiges Medikament. Die Pille erlaubt es uns, in einem klaren
und einwandfreien Deutsch zu sprechen. Allerdings sind wird gezwungen,
sie täglich einzunehmen. Sonst fallen wir augenblicklich in unseren
Ösi-Slang zurück.
Tourist:      Das ist ja hoch interessant. Darf ich die Pille mal sehen?
Knecht 2:   Er hat sie im Mund.
Knecht 1:   Iiiich haaaab sie im Mmmmund.
Tourist:      Holen sie sie doch raus.
Knecht 2:   Na los, hol sie raus und zeig sie dem Onkel Doktor.
Tourist:      Aber … aber … das ist doch Viagra.
Knecht 1:   Kacke! Beinah hätte ich die falsche genommen. Aber egal, die brauch ich
letztendlich auch.
Tourist:      Wozu brauchen sie denn Viagra?
Knecht 1:   Für unsere deutschen Sex-Touristinnen.
Tourist:      Wofür bitteschön?
Knecht 2:   Seit wir Wirtschaftskrise haben, fahren die Frauen nicht mehr in die
Südsee, um sich einen farbigen Jüngling zu holen, sondern sie kommen
zu uns auf den Hof.
Tourist:      Sie meinen …
Knecht 2:   Ganz genau. Die kommen nur wegen dem Sex.
Tourist:      Deshalb die vielen weiblichen Gäste …
Knecht 2:   Die Damen sparen eben, wo sie können. Und wir sind billig.
Tourist:      Dann ist diese Schweinfarm sozusagen ein Bordell für Frauen?
Knecht 2:   Kann man so sagen. Mit den Frauen erwirtschaften wir mittlerweile 80%
unseres Umsatzes. Die Schweine bilden nur noch die ländliche Kulisse.
Tourist:      Das war bestimmt die Idee des Bauern.
Knecht 1:   Das hat er auf einem Management-Seminar gelernt. Die gibt’s jetzt bei uns
überall. Seitdem geht’s mit der Wirtschaft steil nach oben.
Tourist:      Und sie … sie … sie wissen schon, was ich meine …
Knecht 2:   Wir kümmern uns um die Damen. Der Bauer hat gesagt, mit dem
Schweinefüttern allein wären wir ohnehin nicht ausgelastet. Also können
wir in der Zeit, in der wir keine Schweine füttern, locker die Damen
befriedigen.
Knecht 1:   Yes, because we are the best! Oh yeah!
Tourist:      Jetzt bin ich echt ein bisschen neidisch auf die die Herren …
Knecht 2:   Oje, da kommt der Bauer.
Bauer:        Hob’z die Damen vom erstn und vom zweitn Stock scho befriedigt?
Knecht 1:   Ich krieg meine Pille nicht runter.
Bauer:        Ab zu den Damen, oba schnö. Die san heit nämlich so gamisg, dass
sie schon auf ollen Vieren herumkriechen.



Fortsetzung folgt … oder auch nicht …

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