Courbette

Courbette 01 Ursprünglich, so lese ich, ist die Courbette ein sehr hoch heraus gesprungener kraftvoller Galopp mit geringstem Raumgewinn im Zweitakt. Interessant, denke ich, weil ich mir einbilde, in weit zurück liegenden Jahren mal ein Frauenzimmer gekannt zu haben, das genau auf diesen Namen, also Courbette, hörte. Dabei stellt sich das Pferd auf die Hinterbeine und, so lese ich weiter, stößt sich mit diesen ab. Wenn ich mich jetzt an ihre Haarfarbe erinnern könnte, wär mir fürs erste geholfen. Die Sprünge, steht da geschrieben, erfolgen hintereinander ohne mit den Vorderbeinen den Boden zu berühren. Rot. Rothaarig, war sie, jetzt hab ich’s. Warum gerade der Menorquin eine ausgeprägte Veranlagung für die Laufcourbette besitzen solle, erschließt sich mir nicht auf den ersten Blick. Die viel zu geringe Oberweite hätte mich weit weniger gestört als ihre spitzen Knie, die, und das sollte doppelt unterstrichen werden, auf übermäßige Streitlust hinwiesen. Das zum Text passende Bild von Ludwig Koch ist ja schon der Klassiker an sich, Courbette mit Reiter. Ich frage mich, ob ich wohl damals von meiner Courbette auch ein Bild gemacht habe. Was Digitales hat es da freilich noch nicht gegeben … und der Koch, der Koch hat ja überhaupt noch zeichnen müssen. Irgendwie war die Geschichte mit dieser Courbette doch äußerst langweilig. Das nächste Mal befassen wir uns mit der Capriole.

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