O’zapft is

Endlich: o’zapft is. Das Münchner Oktoberfest ist eröffnet.

Der Bayer, aber nur der echte, der g’standene und am Weisswurstäquator auf gewachsene, der, der sich das Logo vom FC Bayern in seine Arschbacken hat einbrennen lassen (neudeutsch: Branding) und der Franz Josef Strauß immer noch für seinen Ministerpräsidenten hält, der U(h)rbayer der ersten Stunde also, der darf nun in den nächsten 2 Wochen das, worauf er das ganze Jahr gewartet hat:

Saufen, Pöbeln, Rumhuren und dazwischen eine Schlägerei


Das ganze Jahr hat ihm die Polizei bei seinem Tun und Lassen auf die Finger g’schaut, damit er keine allzu großen Dummheiten macht. Das hat ihn gefrustet und er hat’s kaum ausgehalten. Aber jetzt ist Wies’n Zeit, jetzt darf er wieder die Sau raus lassen. Und er lässt sich nicht lange bitten, er tut’s. Amis, Japaner und Australier helfen ihm tatkräftig dabei.

Und weil’s fesch ist hat ER gleich seine Krachlederne und SIE ihr Dirndl aus der verstaubten Kammer raus geholt und an gezogen.

Die Dirndln sind wieder mal so eng und knapp geschnitten, das die großen Titten praktisch von allein raus purzeln und dem Gegenüber in die Maß Bier rein fallen dass es nur so spritzt. „Ooops“, haucht das Dirndl mit erst klassig gespielter Unschuld und in dieses zarte „Ooops“ mischt sich das Geräusch von Riesenmöpsen, die in ein rand voll mit Bier gefülltes Behältnis plumsen. „Rand voll“, schreit der bereits angeheiterte Gast leicht gereizt, „rand voll war gestern, wenn überhaupt.“ „Rand voll bist du heute“, mischt sich ein weiterer schenkel klopfend ein und kassiert umgehend eine Watschn, dass er sich im Kreise dreht.

Und während der besoffene Kavalier der Dame sorgfältig den Schaum von den Brustwarzen leckt, damit ja nichts von dem kostbaren Nass verloren geht, ist der Herr Gemahl von diesem fürsorglichen Unterfangen ganz und gar nicht begeistert und gießt dem galanten Helfer seine teuer erstandene Maß über den Schädel. Zum Glück hat er von den Euro 8,60 schon was runter getrunken und so werden lediglich Euro 5,75 verschüttet. Danach wird noch ein bisschen rum gepöbelt bevor der erste zuschlägt. Dieser oder ein ähnlich nicht weg zu denkender Wies’n Vorgang wiederholt sich pro Abend an die 800 Mal. (Siehe Artikel in der Abendzeitung)

Und hier tritt die Tracht als ultimative Arbeitsbekleidung erstmals in Erscheinung. Sie sitzt bei der grössten Schlägerei noch perfekt, passgenau und fesch am Träger, wo andere Kleidungsstücke längst ihren Exodus angekündigt und zerreissend vollzogen haben. Die neuesten Modelle absorbieren darüber hinaus die wesentlichen Festzeltflüssigkeiten wie Bier, Schnaps, Pisse, Blut und E-Jakulat automatisch. Da bleibt kein Fleck und kein überhaupt Nix zurück, weil das Material alles in sich rein saugt wie ein gestandener Kampftrinker. Lediglich die Melange der absorbierten Gerüche wird an die zelt eigene Umwelt zurück gegeben, was unter den Riechorganen schon mal für Verwirrung sorgen kann.

Da kommt es dann vor, dass ein Japaner oder ein Asiate, die sich ja beide nur nach den Gerüchen richten, wenn es um die Orientierung geht, sich im Pissoir wieder finden aber oleofaktorisch gesehen glauben, sie wären im Festzelt. Typisch, das kann auch nur dem Ausländer passieren nicht aber dem Einheimischen, weil der, der muss ja nicht auf’s Örtchen wenn er muss sondern der lässt den Dingen einfach ihren freien Lauf … und bieselt directly & unplugged in seine Krachlederne hinein … to pee or not to pee is a question of mentality …

Keine Bange: nach dem 4.10. hat der Spuk ein Ende.

Bis dahin rät Dr. Ösi: die Krüge hoch, die Krüge hoch, die Krüge hoch …

Herrschaftssakramentnochmal: jetzt gibt’s a noch a Tittenfofografierverbot. „Ich will keine Titten“, sagt der Pressesprecher des Hofbräuhauses. Aber wir, mein lieber Herr, wir wollen welche!!!!

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11 Gedanken zu “O’zapft is

  1. Strauß, äh, das Maxilein, das gibt es noch, wie ich gerade im Wikipedia lese.

    Aha, weiter unten ist sein Leben in verschiedene Kapiteln auf geteilt. Also da hätten wir: Beihilfe zum Anlagebetrug, dann Maxwell-Affäire, danach Gruft-Affäire und Anklageerhebung wegen Prozessbetrug.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Strau%C3%9F

    http://images.google.de/images?q=max%20strau%C3%9F&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wi

    Fesch is er, der Bub und ganz der Papa …

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  2. Hihi. Habe ich wieder versucht,’n volkstümlichen Witz zu machen: das kommt dabei raus…

    Ich war schon immer interessiert an der Familie Strauß – wie die da mit den Planwagen mit paar Rollen blauem Cotton gen Westen geprescht sind…

    Hä-ähm! – Genau: schon wieder so ein blöder Witz! Ich lasse es – häff fann!

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  3. Ja, eine erstaunliche Familie, diese Sträuße, eine erstauliche. Wie sie da so beim Musizieren ganz nebenbei die reiss festen Hosen erfunden haben, das war schon Klasse.

    Echte 1000sassas. Können alles … ausser Fliegen … weil dazu sind sie zu schwer. chch

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  4. Es hat auf den Straußens natur geschichts historisch schon immer ein mehr an Gewicht gelagert als auf den restlichen Vögeln und im Kapitel Fossil Geschichte – ja, ja, lieber Dino, das gibt’s auch – steht geschrieben, dass der Ursprung der Familie der Straußense rätsel haft wäre. Aber ein bisschen Bayern wird wohl schon dabei gewesen sein…

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