Alien Alarm 53 (Amadeus)

In Wien wird wieder gebaggert. Über all reissen sie die Strassen auf und graben Löcher, die so tief sind, dass man sich gar nicht runter schauen traut vor lauter un Tiefe.

 

 

Jetzt ein interessantes sprachliches de Tail: in deutschen Landen wird der be Griff „baggern“ auch dazu ver wendet, eine ver Treterin des weiblichen ge Schlechts an zu machen bzw an zu braten. In Wien sagt man statt „baggern“ ein fach „auf reissen“, was ein und das selbe ist. Es ist er staunlich, dass so wohl das „Baggern“ als auch das „auf Reissen“ be Griffe sind, die aus dem tief baulichen Milieu stammen und von den Herrn der Schöpfung, wenn die nicht gerade am Graben sind, bei der Jagd auf’s weibliche ge Schlecht an ge wendet werden.

— * —

Auch Wolfgang Amadeus Mozart stand dem „an Baggern“ und „auf Reissen“ diverser weibs Stücke, wenn er nicht gerade am Kompostieren war, stets positiv gegen über.

 

Als Musiker und Künstler war er so wie so ein bisschen dingens, da brauchte er abends, wenn er den noten Pinsel aus der Hand legte, ge bührliche ab weXlung in Form weiblicher aff Ektion.

Ziemlich ver stört wirkten die stadt Oberen Wiens als sie das grab Mahl Mozarts am zentral fried Hof öffnen liessen und statt Wolferls ver witterte geh Beine nur gähnende Leere vor fanden. So fort liess man be nachbarte Gräber eben falls und erfolg los öffen.

Dann be sann man sich, dass der Musiker uhr sprünglich ja am sankt marxer fried Hof be gesetzt worden war und setzte dort das lustige gräber Öffnen fort. Eben falls er folg los.

Einige Tage später wirkten die beiden fried Höfe so, als hätten dort RIESEN MAUL WÜRFE ihre schrökliche ar Beit ver richtet. Einer seits ragten meter hohe erd Haufen gen Himmel, anderer seits klafften riesige Löcher im erd Reich.

„Bringen sie mir mein Wolferl, finden sie seine geh Beine und tun sie was, tun sie was, tun sie was!“, tobte der bürger Meister. Er war über zeugt da von, dass „sein Wolferl“, wie er ihn nannte, ein ausser Irdischer gewesen sein musste und so gar Prof. Dr. Pi Cadilly be stätigte ihn in seinem glau Ben. „Yes, indeed, Mozart could be an Alien.“

 

Und als man sämtliche fried Höfe der Stadt um ge graben und von Mozart immer noch nicht die ge ringste Spur ge funden hatte, da ent schloss man sich, da das Toben des bürger Meisters immer wahn witzigere Formen an nahm, die grabungs ar Beiten auf die Strassen Wiens aus zu dehen, weil irgend wo hier unter der Erde musste er schliesslich be graben sein.

Den gross Städtern fielen die vielen bau Stellen, die tag täglich mehr und mehr wurden, anfangs gar nicht so richtig auf und weil sie es ohne hin ge wohnt waren, mit ihren fahr Zeugen per manent im Stau zu stehen, kam es auf ein paar zu sätzliche Stunden der warter Ei nicht an.

Lieber im Stau stehen bei guter Musik aus dem Radio als den Stress am arbeits Platz oder zu Hause er tragen, sagte man sich und als die Staus be gannen, monstruöse di Mensionen an zu nehmen, stiegen eine Menge Leute, die früher auf die be Nutzung öffentlicher ver kehrs Mittel schworen, zu sätzlich und schein bar grund los auf’s Auto um und ver grösserten das Chaos.

Das Wolferl in dess ward immer noch nicht ge funden.

 

 

 

Der Song zur Folge.   

 

 

Zur ersten Folge.

 

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9 Gedanken zu “Alien Alarm 53 (Amadeus)

  1. Das umgangssprachliche Begriffe in Bezug auf die Kontaktaufnahme zu Frauen aus dem Tiefbau stammen ist interessant. Sicher könnte die Jünger des Dr. Freud einiges dazu sagen.

    Mozart ist etwas ganz Grosses, ganz Schönes. Da kann und will ich nur hören und staunen.

    Ihr Ösis habt es wohl mit den Kapuzinergruften und Friedhöfen:

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  2. Mo Zart ist fan tastisch, des 1/2 war auch die musik aus Wahl so schwierig, weil ich so vieles hätte nehmen können, aber ich denke, die Ouverture zur zauber Flöte passt zur Mystik des an Lasses.

    Eine ge wisse mor bidi Tät zieht sich wie ein roter Faden durch die Kunst der Ösis. Und nicht nur durch die Kunst.

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  3. Allein, dass es einen Friedhof gibt, der „Heiliger Marx“ heißt, macht mir (wie ich auch bereits der auch von Dir geschätzten Ente mitteilte) Wien interessant; ja, noch vor 2021 werde ich auch dort einmal kieken mitte Oogen…

    Ich entsinne mich, dass wir die „Zauberflöte“ „behandelt“ haben, und das ist auch schon fast alles, woran ich mich erinnern kann (ich will nicht wieder mit diesen gewissen Lücken anfangen, Du weißt schon); aber ich habe mir ganz unlängst die Symphonie Nr. 40 gedownloadet (ich hatte New-Age verhackstückte Stücke daraus andauernd bei einem Net-Radio dudeln hören, und habe aufgehorcht, weil da gar aus der Konservendose „was rüber kam“), und die gilt doch eher als untypisch melancholisch, wenn ich recht beleuchtet bin, und jedenfalls: wenn Mozart morbid ist, dann bin ich Darth Vader…

    Macht nix – is‘ bloß Blog!!!

    Was das Baggern angeht, so vermute ich, dass die Ösis eigentlich graben, um das halbe Land zu fluten, damit sie doch noch zu einer „richtigen“ Marine kommen (so weit ich weiß, stehen da ja irgendwo in einem italienischem Gast-Hafen diverse Schiffchen rum)…

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  4. Wien solltest du un be dingt mal be suchen. http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Marxer_Friedhof

    Die 40er ist leider ein wenig ab ge droschen, weil sie so wie die 5er von Ludwig van zu ver main streamt ist.

    Und ein bisschen morbide war das Wolfer trotz seiner weibs ge Schichten schon auch, das wirst du beim kompo Nieren eines re Quiems auto matisch. Höre: http://www.youtube.com/watch?v=vbI-ugz8KOw (es lohnt sich übrigens, das gesamte Werk (ca. 60 min) zu hören)

    Unsere gebirgs Marine sucht ver zweifelt einen zu Gang zum Meer …

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  5. Ei weiß! Aber trotzdem ist das bei Tante Wiki interessant; icke donk o scheen…

    Ja, aber das Requiem ist doch auch untypisch, oder? Habe ich wieder irgendwo aufgeschnappt; es ist wirklich peinlich: meine Kenntnisse von so klassischer Musik, Malerei usw. tendieren gegen Null; man könnte, man müsste, man sollte, blablabla…

    Schöne Metapher, das Bild, passt schon; ich rudere und rudere und rudere und komme nicht von der Stelle…

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  6. Freilich sind die Ösis trotz mor bi di Tät die reinsten gaudi Burschen. Eigent lich sind es meist nur mor bi di täts Spritzer oder Tupfer, also im hoch %igen pro Mille bis pro Zente be Reich.

    PS: fehlende mor bi di Tät lässt sich nach träglich an reichern.

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