Alien Alarm 71 (Das Tentakel)

Die be Amten waren er staun lich freund lich am tele Fon. Sie er kundigten sich nach dem werten be Finden und äusserten den Wunsch, ihn per sönlich auf zu suchen. Im mo Ment sei er ziemlich be schäftigt, ver tröstete er sie, doch als er merkte, dass die staats ge Walt nicht locker liess, ver ein barte er einen ter Min in den nächsten Tagen. Be sonders heiss schienen sie auf den ehe Ring zu sein. Er hätte diesen über ebay ver kauft, liess er die be Amten wissen und fügte hin zu, dass ihm der Ring in letzter Zeit nur un Glück ge bracht hätte und dass er sicht lich froh ge wesen war, als ein Käufer namens Mister Romeo ihm dieses ver male deite Stück Dreck, wie er sich aus drückte, end lich ab ge kauft hatte.

 

Herr Karl sah auf die Stelle, von wo aus ihm einst sein ring Finger fröh lich zu ge winkt hatte. Aus der Leere her aus, die noch vor wenigen Tagen hier klaffte, hatte sich eine Art ten Takel ge bildet, wie wir sie von tinten Fischen oder nessel Tieren kennen. Das ten Takel hatte eine Länge von etwa 20 cm und über ragte seine übrigen Finger um mehr als das doppelte. Ab und an ge lang es ihm, das merk würdige Theil über sein geh Hirn zu steuern, so als wärs einer seiner Finger, den er be wegte, dann wieder machte das Stück auf eigen ständig und voll führte irgend welche be Wegungen, so, als würde es von jemand fremd ge steuert.

— * —

Quasi fremd ge steuert trieb es ihn an jenem denk würdigen nach Mittag auch durch die Stadt, bis er plötzlich vor einer Kneipe stand, vor der sich zwei Russen um einen riesigen Jute Sack stritten. Kaum hatten sie ihn be merkt, schien ihr dis Put ver gessen und ihre ganze a Ggressivität punkt genau auf den ehe maligen labor saal Diener ge richtet.

Als ihn einer der Russen an der klei Dung packte und ihn heftig schüttelte, machte sich die Hand mit dem ten Takel auf ein mal selbst ständig und durch bohrte den Hals des gegen Übers mit einer leichtig Keit als wäre dieser aus Butter. Der andere Russe sah er schreckt und gleich zeitig un gläubig zu und fragte: „Geht das auch mit dem Herzen?“

Er zog das ten Takel aus dem Hals zu rück und erst jetzt begann, einer fon Täne gleich, das Blut mehrere Meter weit zu spritzen, während das Opfer in zeit Lupe nach rück wärts kippte.

„Klar, geht das auch mit dem Herzen“, sagte Herr Karl und stiess zum be Weis heftig zu.

Interessant: es wird ja immer so viel über die sprach lichen integrations schwierig Keiten von ost Europäern dis kutiert. Jetzt war mal einer aufs per Fekteste mit der deutschen spra Che ver traut, praktisch auf du und du mit des Herrn Goethes Language, aber ge nützt, das muss man hier ganz deutlich aus sprechen, ge nützt hat es ihm nichts. Der Russe sackte in sich zu sammen.

Herr Karl blickte in den jute Sack und also förmlich in ein stattlich an ge richtetes waffen Arsenal, welches das Herz eines jeden ter Roristen hätte höher schlagen lassen. Ihm ward, als würde ein himmlischer Chor von lieblichen eng Lein ihn um schmeicheln und ihn mit zucker süssen po Saunen aufs musi Kalischte ver wöhnen. 

 

Wie von zauber Hand trieb es ihn nun voran. Auf einem riesigen park Platz sah er eine hundert Schaft feinster luxus Limousinen mit zum Teil wartenden scho Föhren in side. Es schien, als würden die oberen 10.000 der Reh Publik hier an diesem Orte eine VIP mässige live Style Party geben.

Am ein Gang einer grossen, an bau haus archi tektur erinnernden Halle, die direkt an den park Platz grenzte, hing das pro Gramm der gerade laufenden ver an Staltung. „Mitarbeiter Entlassung leicht und flockig gemacht“ unter Titel „Massen Entlassung, das kann ich auch“. Der arbeit geber ver Band hatte die hoch rangigsten Manager des Landes zu einem fröhlichen Work Shop ge laden.

LUDWIG ERHARD HALLE prangte in grossen Lettern auf dem ge Bäude. Der Alte würde sich im Grabe um drehen, wenn er das trei Ben seiner nach Kommen sehen könnte und das, was sie aus seiner so zi alen markt Wirtschaft ge macht hatten. Von wirt schafts Wunder ganz zu schweigen … Herr Karl war ausser sich und wusste in stinktiv, dass sein ten Takel allein hier nicht aus reichen würde.

Im jute Sack wurde er fündig. Er nahm eine Uzi in die linke und eine zweite in die rechte Hand. Dann spuckte er seitlich aus und be trat die Halle.

 

Zur ersten Folge.

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21 Gedanken zu “Alien Alarm 71 (Das Tentakel)

  1. Das mit den Tentakeln erscheint mir als eine herrlich unschöne Metapher auf die symbiotische Verkleisterung, zu der eheliche Beziehungen leider häufig werden.

    Zu erwähnen, dass es erstaunlich wäre, wenn Beamte am Telefon freundlich sind, deucht mich jedoch eine Tautologie…

    (… und dass Geh-Hirn schon wieder ’ne Geschäftsidee ist, ist Dir schon klar… )

    (…gerade im Alter ist die Pubertät recht beschwerlich…)

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  2. Ja, das ten Takel hat etwas un Heim liches an sich, das ja so eine Ehe auch an sich hat …

    Die be Amten sind nur freundlich, wenn sie vom delin Quenten etwas wollen, be vor dieser sich aus dem Staube machen kann. Diese er Kenntnis hat der Ösi in un zähligen Krimis ge wonnen.

    In die pub Ertät, da komm ich erst noch … aber ich freu mich jetzt schon drauf, auch wenn mir be wusst ist, dass es dann noch schwieriger werden könnte, mich zu er tragen …

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  3. Also, ich komme gerade von „meiner“ Gerichtsvollzieherin (im Ernst!), und die ist ja so was von nett… und so… aber die hatte den Hund mit im Büro… und der kiekte sehr kritisch, als er meiner adäquat zerlumpten Erscheinung ansichtig wurde…

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  4. Früher hatten die geh richts voll Zieher eher einen kuck Kuck da bei als einen Hund. So ändern sich die Zeiten. Wahr schein lich war der geh richts voll Zieher als Hund ge tarnt und die Dame lediglich zur de Escalation pos tiert. Die arbeiten ja heute mit allen ver füg baren Tricks. Wenn ich nun an fügen würde: „hoffent lich war’s nix ernstes“, dann ist es ja wohl ein blöd Sinn, weil’s ja immer was ernstes ist, wenn diese bur Schen, die neuer dings auch Damen sein können, plötzlich auf tauchen bzw einen vor laden.

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  5. Siehste: so was kriege ich gar nicht mit… Natürlich hast Du Recht…

    (… ich glaube, die Leute differenzieren schon… im Ernst… die kennen ja ihre Pappenheimer… etliche dekadente Mitglieder des Nicht-Arbeitskreises Dr. H. Artz-Vier würden es schon mal gar nicht schaffen, um halb neun da an zu tanzen… so weit für heute die Laien-Soziologie aus fossiler Reptilien-Perspektive…)

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  6. … jetzt musste ich doch ein wenig grübeln… zwecks wegen dem an geh Boot…

    … den Öttfrüd kenne ich nich‘ so richtig… ich weiß nur: er is‘ dick… Und dicke Männer find ich cool…

    (… ich meine ja nur…)

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  7. … deswegen hat sich ja der Kohl so lange gehalten… ‚Wir haben es geschafft – wir haben damals den Kitt aus den Fenstern gefressen und Salat aus Löwenzahn – und nun seht mich an: ich bin das personifizierte Wirtschaftswunder’…

    (… das meine ich nicht zynisch oder „witzig“…)

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  8. Ich kenne ja Birne kaum, weil zu dessen amts Zeit der Ösi ander weitig weilte. Aber ge freut hat es ihn schon, dass das ober Haupt immer so brav in Ösi Land uhr laubte. Und wir hatten bereits im früh Jahr be gonnen, unser rot Wild zu ent stauben, da mit es dann sommers für den Kanzler glänzte …

    1998 nach der Wahl. Ein Mann ruft bei hanne Lore an und will den Kanzler sprechen. Sie sagt, ihr Mann wäre nicht da und bundes Kanzler wäre er auch nicht mehr. 10 mi Nuten später, der gleiche an Ruf und die selbse ant Wort. Das geht nun 3, 4 x so weiter, bis sie sagt: Wie oft soll ich ihnen noch sagen, dass mein Mann nicht mehr Kanzler ist. Der an Rufer: ich kann’s gar nicht oft genug hören.

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  9. … ich denk, der ist CDU… und die Birne is‘ eher grün…

    … andererseits passt das auch wieder… die CSU is‘ inzwischen mehr öko als die Grünen…

    (… so weit wieder der Fossil grüne klug Schiss…)

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  10. Also ist der Kanzler oder die Kanzlerin das eben oder ab Bild des … na, du weisst schon, der Leute.

    D. h. ist Frau Kanzler heute ver bissen, gehts uns auch nicht gut, ect. Da kann echt was dran sein.

    Viel leicht sollte man ein fröhliches Kasperl an die Spitze des Staates stellen, ja ich weiss, dass du jetzt an den Ösi denkst, damit etwas fröh Lichkeit ins Lande zieht.

    Ich bleibe dran …

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  11. … ja… auch… im Unbewussten… das habe ich ja in meinem Knäuel „Jenseits der Couch“ anzudeuten versucht…

    … eine Führungsgruppe mit gleitenden Funktionen… ach… ein weites Feld (Fontane)…

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