Alien Alarm 78 (Der Verrat)

Die Kanzlerin hatte das Land ver raten. Sie hatte IHR Land ver raten. Sie hatte IHRE bundes Bürger Innen und bundes Bürger ver raten. 80 milli Onen an der Zahl. Und ein paar zer Quetschte.

Da rauf konnte sie nicht stolz sein! Nein, das konnte sie nicht!!!

Deutsch Land ist im Arsch“ titeln bereits die ersten kolum Nisten in den zei Tungen. Es war ihr gelungen, den seit über 50 Jahren auf gebauten reich Thum des Landes binnen wenigen Tagen zu zerstören. Und das kam so …

— * —

Sie war gerade unter wegs zu ihrem koch Kurs, als es passierte. Das Handy bimmelte und dieser ameri kanische Fuzzy, den sie drüben über’n Teich nur „Mister President“ nennen, war in der lei Tung. Heute weiss sie, dass sie diesen an Ruf nie hätte an nehmen dürfen.

Honigsberger Klöpse standen an diesem Tag auf dem pro Gramm und sie hatte im kanzler Amt bereits einige Dosen zur Übung auf geh wärmt. „Nun schütte ich den dosen in Halt in einen kleinen Topf“, hatte sie sich immer wieder vor gesagt, „und er hitze ihn bei schwacher bis mittlerer Stufe.“ Was war noch mal der unter Schied zwischen schwacher und mittlerer Stufe, fragte sie sich als das Handy läutete. Es war jener mo Ment, als Europa in den ab Grund stürzte.

Aber das konnte sie zu diesem zeit Punkt noch nicht wissen. Nur noch ein paar Wochen durch halten, wollte sie, um dann den ganzen kanzlerinnen Krempel für immer hin zu schmeissen. Wir be richteten im ka Pitel „Die Kanzlerin“ da rüber.

Der Fuzzy riet ihr, das zu tun, was seine Rating Agenturen ihm auf ge tragen hatten, ihr zu raten, was sie zu tun hatte.

Sie hatte kein Wort von dem, was ihr der Fuzzy riet, was sie zu tun hatte, ver standen und als sie ihrem ehe Mann von dem ge Spräch berichtete sagte dieser: „Du hast noch niemals nie was von dem ver standen, was man dir ge raten hat und ich habe niemals nie ver standen, wie du, die niemals nie ver steht, was man ihr rät, so weit hinauf und bis ins kanzlerinnen Amt hinein hast kommen können.“ Das wiedrum hatte sie nicht ver standen.

Es ginge lediglich um ein paar hundert milli Arden Euros, hatte der Fuzzy ge sagt, ein lächerlicher be Trag, also kaum der Rede wert und ihre Schäfchen – das Wort klang ein bisschen wie „Germans“ – und da bei blökte er ein wenig auf englisch, würden im ernst Fall da für ge rade stehen. Daher, so insistiere er, könne nix, aber auch gar nix schief gehen. Überdies eile es sehr, trieb er sie an, und sie hätte, laut seinen Rating Agenturen, keine Zeit zu ver lieren. Also, es musste rasch und auf der Stelle gehandelt werden. Es ging um ein rettung Paket, um garan Tien für ein paar habe Nichtse und bank Krottöre und weiss der Teufel was.

„Ich tu schon wieder was, von dem ich nicht weiss, wo rum es geht“, hatte sie zum ehe Mann gesagt, als dieser die un ge niess baren Klöpse seiner Gattin durch den Lokus spülte.

„Das Übliche also“, kam es post wendend zurück.



Der Rest ist bekannt.

 

Zur ersten Folge.

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15 Gedanken zu “Alien Alarm 78 (Der Verrat)

  1. Ach ja – Du bist eine rechte Frohnatur fürwahr!

    … ich bin neidisch, ich bin neidisch, ich bin neidisch… ich bin neidisch, ich bin neidisch, ich bin neidisch… ich bin neidisch, ich bin neidisch, ich bin neidisch… ich bin neidisch, ich bin neidisch, ich bin neidisch…

    (… Fortsetzung folgt…)

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  2. Ejh, mach halblang, ejh… (ich werde auch dieses Blog noch einmal löschen und ein neues einrichten – „Ich habe einen Plan!“, wie Egon Olsen gesagt hätte -, aber erst zum Juni)…

    Häff fann, Mr. Oesi!!!!!!!

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  3. Ich stimme dir zu. Angela redet oft wie die Blinde von der Farbe. Aber sie lernt schnell. Wenn wir – und sei es nur auf europäischer Ebene – eine Transaktionssteuer hinbekommen ist schon einiges gewonnen.

    Ich würde die großmächtigen Ex-Europäer jenseits des großen Teiches auch nicht zu sehr dämonisieren. Die sind auch nur Opfer ihrer eigenen Ideologie.

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  4. Eine jede neue Steuer, sag ich mal ganz pau schal, ist eine neue Steuer zu viel.

    Und Märkte, so wissen wir, neigen MANCH MAL zur über Treibung.
    Und Po Litiker, so wissen wir, neigen IMMER zur über Treibung.

    Und wenn ich jetzt die Märkte mit den po Litikern multi pliziere, dann kommt eine SUPER über Treibung raus.

    Angesichts unserer idi otischen Po Litiker ist es lt. Dr. Ösi über hautp’s ein Wunder, dasss noch nicht alles längst den Bach runter ist.

    Anderer seits, Hand aus Herz: haben wir es denn, wo wir die dämlich Keit nach be Lieben Schalten und Walten lassen ohne uns da gegen zu wehren, haben wir es denn über haupt besser ver dient ???

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  5. Keine Frage! Natürlich haben wir es besser verdient. Schon J.M. Keynes hat postuliert, das der Bürger ein Recht hat, gut regiert zu werden.
    Und was die Märkte betrifft: Die neoliberalen Volkswirtschaftler haben ja mit Hilfe hochkomplexer mathematischer Modelle „bewiesen“ das der Markt eben nicht zu Übertreibungen neigt, sondern sich immer rechtzeitig fängt (die berühmte „unsichtbare Hand“).

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  6. Anderer seits können wir uns darauf ver lassen, dass die jeweilige panik Mache der letzten Jahre völlig grundlos war.

    Der Terrorismus – wo bitte?
    Die Schweine Grippe – lach haft
    Die Klima katas Trofe – gibt’s nicht
    Der Vulkan aus Bruch – ein Pups
    Die Finanz Krise – harm los
    Die Euro Krise – welche? (wir waren schon mal bei 0,82 güber dem $)
    Die Schulden Krise – nicht existent, weil vir-tu-ell

    Es kann uns eigent lich und genau genommen (fast) gar nix passieren, nur dem Volk darfst du das natürlich nicht sagen, weil sonst könnte es sein, dass es über mütig wird.

    Also erfindet man hin und wieder ein bisschen künstliche be Drohungen …

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  7. Gar nix, werter Herr, gar nix, geht mich die Frau Dingens an, aber da meldet sich schon der schrift Steller in mir und sagt: bau doch ein paar bekannte per sönlich Keiten ein, ein paar Damen und Herren, die das gemeine Volk, will sagen: die der geneigte Leser kennt, das ist prak tisch, effi zient und erfinden brauchst du auch nix, weil du einfach das, was die tun, wieder gibst. Das einzige, worauf ich achten muss, ist, dass nachher auf dem buch Deckel nicht ro Man sonder doku Mentation drauf steht.

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  8. Nein, nein, reh signieren dürfen wir nicht … und schon gar nicht WIR.

    WIR sind ja da zu da, die wahre wahr Heit dieser unsrer Welt hinaus zu posaunen, auf dass sie das ent legenste und stillste ört Chen er reichen möchte, damit die Leute da daraussen NICHT reh signieren müssen, was sie ja müssten, wenn sie den falschen wahr Heiten der me Dien ihren glau Ben schenken würden.

    WIR, im unermüdlichen 1 Satz gegen das Böse

    (… weil das Böse ist immer und über all …)

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  9. Ich habe mir bei der Verwendung des Begriffes „Wir“ keine Gedanken gemacht, konkret wohl uns beide gemeint.
    Wenn ich deine Einlassung recht deute fasst du den Begriff „Wir“ weiter und versuchst dich gegen eine Vereinnahmung zu wehren.
    Frau Merkel hat kürzlich auch gemeint „Wir“ hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Ich teile diese Meinung nicht, sehe eine solche Äußerung aber nicht als tragisch an. „Wir“ stehen eben im Wettbewerb um die Definition „unserer“ Interessen; die gibt es trotz allem.

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  10. Mit WIR habe ich die pri vaten schreiber Linge gemeint wie du und ich und so weiter. Ich habe den ein Druck, dass die Presse – im ver Gleich zu früheren jahr Zehnten – ürgend wie eine maul Korb um bekommen hat und nicht mehr frei be richten darf. Freilich habe ich keine be Weise für diese an Schuldigung, aber mein geh Fühl trügt mich selten. Des 1/2 liegt es an uns Bloggern investigativ und informativ zu werden … ehe sie uns auch an die Leine legen.

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  11. Das scheint mir auch so. Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr besprach die Kulturredakteurin des hiesigen Regionalblattes (WAZ) das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche und verdammte es in Grund und Boden. Einige Wochen später – die Auflage war zwischenzeitlich über 200.000 Exemplare gestiegen – schrieb dieselbe Redakteurin eine zweite Rezension in der freundliches Wohlwollen dominierte. Ich stelle mir vor, das es da schon Druck gegeben hat.

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