Alien Alarm 87 (Fortsetzung)

Mr. Coconuts:   Ich kann nicht.
Kanzlerin:         Kommen sie schon. 
Mr. Coconuts:   Meine terra-Poeten*) [fuss Note beachten] haben’s mir verboten. 
Kanzlerin:         Sie haben terra-Poeten?
Mr. Coconuts:   Was haben sie gedacht? 
Kanzlerin:         Dachte, die gäb’s nur bei uns. Also meiner …
Mr. Coconuts:   Wenn sie, so wie ich, aber das können sie sich ja nich‘ vor stellen, 
                        sie Glückliche, sie un Glückliche, sie glücklich un Glückliche, wenn 
                        sie so ein scheu Sal von schick Sal haben, so wie ich, verstehen sie, 
                        dann brauchen sie in so einer fliegenden unter Tasse, tüv geh prüft 
                        bis in alle ewig Keiten, eine mann Schaft, die haupt sächlich aus 
                        terra-Poeten besteht, also, richtig ausgewachsene terra-Poeten 
                        Meister, wo bei die meisten meiner terra-Poeten wiedrum aus 
                        schliesslich die anderen terra-Poeten, wie wir sagen: 
                        terra-poetisieren. Verstehen sie?
Kanzlerin:         Ich kann ihnen sör gut folgen.
Mr. Coconuts:   Im Grunde, wenn sie so wollen, geht’s eigent lich nur um mich.
Kanzlerin:         Das ist wie in meinem Land. Da geht’s auch nur um mich.
Mr. Coconuts:   Ich fliege und die terra-Poeten sind meine an Hängsel.
Kanzlerin:         Und ich regiere mein Volk … wir haben mehr gemein sam Keiten 
                       als …
Mr. Coconuts:   … als …
Kanzlerin:         Kaffee?
Mr. Coconuts:   Kann nicht.
Kanzlerin:         Kuchen?
Mr. Coconuts:   Nö, danke.
Kanzlerin:         Plätzchen?
Mr. Coconuts:   Grrrr.
Kanzlerin:         Zimtschnecke?

                                       

Mr. Coconuts:   Ich kann nicht mehr.
Kanzlerin:         Sacher Torte?
Mr. Coconuts:   Mein Problem ist, dass ich mich ein jedes X in die Fremdlinge 
                        verliebe, die ich dann, samt ihrem Planeten in die Luft zu sprengen
                        habe. Des 1/2 meine terra-Poeten. Wir sind seit Zig licht Jahren unter
                        wegs, um Planeten zu sprengen. Aber immer verliebe ich mich in  
                        diese Fremdlinge. Es ist zum ver Rücktwerden. Wahrschein lich bin
                        ich für diesen planeten exiku Tierjob gar nicht geeignet. – Aber irgend
                        jemand muss die drecks Arbeit ja machen!
Kanzlerin:         Sie sollten sich einen anderen Job suchen.
Mr. Coconuts:   Meine Frau meint, ich solle die ka-Cke hin schmeissen und mich
                        mehr um meine 15.634 Kinder kümmern, die nix als un Sinn in ihren
                        blöden Schädeln haben. Na ja, mindestens 3.444 sind gar nicht von
                        mir, keine Ahnung, wo die her kommen, wir sind wie sagt man: eine
                        patchwork Familie.
Kanzlerin:         Leb Kuchen? 
Mr. Coconuts:   Wenn ich mich nun nicht verlieben würde, sagen die terra-Poeten,
                        sondern die pla Neten quasi ohne diese ver Liebungen spränge,
                        dann würde ich grund sätzlich um einiges aus geh glichener da
                        stehen.
Kanzlerin:         Nudel Suppe? 
Mr. Coconuts:   Es ist diese mix Tur aus ver Liebheit und zer Störung, dieser gerade
                        zu fürchterliche Druck in meinen ein geh Weiden, dieses Lieben und
                        Sprengen, zuerst Lieben, dann PUFFFF!, sie verstehen, kaum liebe 
                        ich, KRACH BUMMMM!!! schon muss ich wieder sprengen. Lang wird
                        der’s wohl nicht mehr machen, sagen die terra-Poeten, wenn sie über
                        mich sprechen.
Kanzlerin:         Blau Kraut? 
Mr. Coconuts:   Es ist zum Kotzen. Ich müsste auf hören, mich ständig zu ver
                        lieben. Ein fach nur auf die Sprengungen konzentrieren. Kon ZEN 
                        trieren sie sich 1 fach nur auf die Sprengung. Blenden sie die Liebe 
                        aus, sie wir ihnen bei der spren Gung nix nützen. Es wäre vermessen
                        zu glauben, man könnte das eine mit dem anderen unter dem selben
                        Hut und so weiter. Wenn ich mich selbst nur ein bisschen sensi
                        bilisieren könnte, meinen fo-Kuss nur auf meinen ei gentlichen Job
                        auszurichten, keinerlei ab Weichung nach links & rechts, keine blon
                        Dienen und keine Kanzlerinnen, sondern das, was man von mir er
                        wartet, 1 fach nur jene pla Neten sprengen, die ge sprengt werden 
                        müssen, wie es das log Buch er fordert, kein Wenn und kein Aber, 
                        dann würden sie mich, liebe Kanzlerin, als einen glück lichen Mr.
                        Coconuts sehen, der im Dienste seiner zivi Sation höchste prä
                        Zisions Arbeit voll bringt. 

*) „terra-Poet“ wird als „Terrapöt“ bzw in mehr Zahl als „Terrapöt’n“ ausgesprochen.

 

Zur ersten Folge.

Advertisements

11 Gedanken zu “Alien Alarm 87 (Fortsetzung)

  1. … das bunte Gezappel …

    Da müsste ich jetzt eigentlich eine scharfe, Hand verlesene Protestnote an dich verteilen lassen, aber zu deinem Glück ist mir das Büttenpapier ausgegangen und drunter tu ich’s nicht.

    Ich bin froh, wenn ich das „Gezappel“ nicht noch selber flashen muss, weil so greif‘ ich in einen existierenden Pool, hol‘ mir raus, was ich brauch‘ und schreib ein bisschen Text drum rum.

    … ph …

    Gefällt mir

  2. Man soll ja ein Werk nicht mit unqualifizierten Kommentaren zumüllen, aber der eine Satz sprang mich an, erscheint mir bemerkenswert, ich muss ihn aufgreifen:

    *Blenden sie die Liebe aus* (ähm …ich befussnote prinzipiell nicht, nur so am Rande).

    Ich finde auch, dass sie nur hinderlich ist – bei Projekten dieser Größenordnung.

    Zum Gezappel sag ich lieber nix … 😉

    Gefällt mir

  3. So so, nur ein Satz schien ihnen bemerkenswert! Das ist bemerkenswert.

    Ich würde, wenn sie gestatten, sogar behaupten, Liebe ist, gerade in dieser Größenordnung, praktisch unerlässlich, aber der Schriftsteller muss sollte oder darf, ähnlich einem Leichtmatrosen, zwischen seinen Charakteren hin und her schwanken, den Boden unter seinen Füßen, wie im echten Leben auch, verlieren und Verwirrung stiften, unter seinen Lesern und vor allem bei sich selbst. (Hab ich da etwa Gezappel gelesen?)

    Gefällt mir

  4. Ich gebe zu, der Autor ist dem Leser immer einen Schritt voraus – so lasse ich ihn denn schwanken …

    Da ich mich erst viel zu spät in Ihr Werk einklinkte, muss ich darauf hoffen, es in gebundener Form eines Tages in einer Raritäten Buchhandlung erstehen zu können, denn natürlich ist nicht nur der eine bemerkenswerte Satz von Bedeutung, sondern deren etliche mehr, aber da mir noch ein wenig der Kontext fehlt (meine Schuld, allein meine!) beschränkte ich mich auf das von Ihnen als unerlässlich bezeichnete Thema, zu dem mir ja bei jeder Gelegenheit eine Menge einfällt, weshalb ich vielleicht ein wenig konditioniert erscheinen mag, dies denn aber ohnehin anders als man vielleicht annehmen könnte …

    (Die Klammerfrage muss ich eh nicht beantworten?)

    Gefällt mir

  5. Nun, eine jede Folge bietet am Ende einen Link, der die oder den geneigten LeserIn, natürlich nur auf ausdrücklichen Wunsch, zur ersten Folge zurück katapultiert, von wo aus es sich vortrefflich nach vorne lesen lässt.

    Einer, und das mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, Erscheinung in Buchform steht der au-Tor ziemlich skeptisch gegenüber, müsste er, in dieser Variante, auf sein heiß geliebtes und andernorts kritisiertes „buntes Gezappel“ gänzlich verzichten, andererseits er eher auf diese neuen und modischen, elektronischen Lesedingens, die gerade verteilt werden, setzt, auf denen eine jede Zappelei voll zur Geltung gelangen müsste.

    (Klammerfragen sind optional und müssen grundsätzlich nicht beantwortet werden. Wie war das noch bezüglich Konditionierung …?)

    Gefällt mir

  6. Das hab ich befürchtet – muss ich mich also doch nach vorne begeben, um bis hinten zu lesen. Hatte gehofft, es ginge mit der handlichen Taschenbuchausgabe am Nachtkästchen oder als Hörbuch bequemer … verstehe aber, dass dies dem Autor wieder völlig *blunzn* ist, solange die Leser unverschämter Weise glauben, Einfluss nehmen zu können.

    (Das mit der Konditionierung bitte ich tunlichst zu vergessen, es könnte ein völlig falsches Bild auf mich werfen ;).)

    Gefällt mir

  7. Wenn du nicht zu den absoluten Starautoren gehörst, so wie leider ich (warum tu ich das eigentlich nicht?), dann musst du heutzutage um einen jeden Leser höchst persönlich kämpfen. Das kann viel anstrengender sein als das Schreiben selber.

    Bei ihnen jedoch ist es mir eine Ehre, auf den Start Link zur ersten Folge meines Alien-Stadels zu verweisen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s