Nach dem Doktor ist vor dem Dingens

Frau:       schau, Bernhard, ist das nicht der Herr vom oesiblog?
Mann:      hmm
Frau:       das ist doch der Herr vom oesiblog!?
Dr. Ösi:   kann ich ihnen helfen, liebe Frau?
Frau:       sie sind doch der Herr … der Herr …
Bernhard, jetzt sag doch auch was
sag Grüß Gott zum Herrn …
dieser Muffel! Bernhard! kruzi …
entschuldigen sie Herr … Herr Ösi
Dr. Ösi:   Doktor Ösi, bitte
Frau:       er ist es! er ist es!
wir freuen uns ja so
dass wir sie einmal in der Würklichkeit sehen dürfen
Bernhard gib dem Herrn Ösi
Dr. Ösi:   Doktor Ösi, bitte
Frau:       dem Herrn Ösi die Hand
gestern erst wieder
haben wir
der Bernhard und ich
im oesiblog gelesen
gestern erst wieder
hab ich zum Bernhard gesagt
wenn wir den oesiblog nicht hätten
dann täten bei uns die Lichter ausgehen
metafüsisch täten dann
gell, Bernhard, habe ich gesagt
metafüsisch hab ich gesagt
was hab ich gesagt? Bernhard
Mann:      metafüsisch
Frau:       metafüsisch täten dann
wenn wir den Herrn Ösi nicht hätten
weil er so … so … so
Mann:      metafüsisch
Frau:       nein, Bernhard, nicht metafüsisch
punktgenau
Bernhard, punktgenau
weil er so punktgenau schreibt
der Herr Ösi
schreibt so exakt und so punktgenau
wie kein anderer schreibt
nicht einmal der Herr Wagner von der BILD Zeitung
kann mit dem Herrn Ösi vom oesiblog
mithalten
mithalten, Bernhard, hab ich gesagt
kann auch ein Herr Wagner nicht mit dem Ösi
weil früher
vor dem oesiblog
haben wir die BILD Zeitung gelesen
früher
wo’s noch keinen oesiblog gegeben hat
da waren wir
auf die BILD Zeitung und auf den Herrn Wagner
angewiesen
Mann:      metafüsisch
Frau:       nix metafüsisch, Bernhard, nix metafüsisch
angewiesen waren wir früher
auf die BILD Zeitung
vor dem oesiblog
da hat’s nix gegeben
da hat’s nix ernsthaftes gegeben
ausser der BILD Zeitung
und den Herrn Wagner
immer wieder die BILD Zeitung
und den Herrn Wagner
den Herrn Wagner und die BILD Zeitung
narrisch sind wir geworden
gell, Bernhard, narrisch
wie oft hab ich gesagt
wenn ich heute wieder die BILD Zeitung
wenn ich heute wieder den Herrn Wagner
lesen muss
dann
hab ich gesagt
dann müssen sie mich bald einliefern
in die
Mann:      metafüsische
Frau:       nix metafüsische, Bernhard, nix metafüsische
in die Psychiatriche in die Psychiatriche
sofort wo ich den oesiblog entdeckt hab
hab ich zum Bernhard gesagt
du Bernhard hab ich gesagt
ich hab da einen oesiblog entdeckt
und der Bernhard hat gesagt
du hast nicht einen sondern du hast den oesiblog entdeckt
worauf wir auf der Stelle
gell, Bernhard, so war’s
den Herrn Wagner samt seiner BILD Zeitung
nicht mehr gelesen haben
nur noch den oesiblog
ab jetzt
hab ich immer wieder zum Bernhard gesagt
ab jetzt nur noch den oesiblog
wenn schon gelesen werden muss
dann nur noch den oesiblog
den Herrn Ösi
wegen seiner Punktgenauigkeit
den Herrn Ösi
wegen der Exaktheit in seiner Sprache
der inhaltliche Zusammenhang
ist dem Bernhard und mir
das aller wichtigste
kein Firlefanz kein Papperlapapp
obwohl der Bernhard
wenn er sich unbeobachtet fühlt
die Nackte in der BILD Zeitung anschaut
na und? sag ich dann
wie wollen sie einen Mann
wie meinen Bernhard
nach über fünfundvierzig Ehejahren
halten? frage ich sie
Bernhard, frage ich dann meinen Bernhard
blätterst du schon wieder in der BILD Zeitung
ich weiß genau was du suchst
weil ich genau weiß was er sucht
lesen darf er sie ja nicht mehr
die BILD Zeitung
seit wir auf den oesiblog umgestiegen sind
sucht er die Nackte in der BILD Zeitung
ich höre das heimliche Rascheln
und dann weiß ich
noch zwei drei Seiten
noch ein paar mal umblättern
bis er sie gefunden hat
in einer so liberalen Ehe wie der unseren
Dr. Ösi:   gnädige Frau, sie sind an der Reihe
sie müssen ihre Waren auf das Förderband legen.
Frau:       Herr Ösi, sie werden doch nix über uns in ihrem Blog schreiben?
Dr. Ösi:   Doktor Ösi, bitte. Nein, nein, seien sie unbesorgt …

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20 Gedanken zu “Nach dem Doktor ist vor dem Dingens

  1. Lieber Herr Ösi, das ist wieder einmal so puktgenau auf den Punkt gebracht, dass ich eigentlich nichts hinzufügen kann, außer meiner metafüsischen Bewunderung Ausdruck zu verleihen, die ich dann auch gleich stehenden Fußes meinem (Bernhard) Ingo mitteilen musste, gel, (Bernhard) Ingo?
    Dieser Ingnorant murmelte jedoch nur eine Ermahnung dahingehend, dass er auf fliegende Füße gen Küche einwirkte, so dass ich mich jetzt leider verabschieden muss, lieber Herr Ösi, … Herr Dr. Ösi, macht ja nichts.
    LG
    🙂

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  2. Abgeschrieben? Wozu der Umweg. Einfach „Dr. “ vor den Namen gesetzt. Das müsste, hierzulande, genügen …

    „Chauvinistisches Gebissklappern“, „Bunga-Bunga-Prinzessinnen“ also, ich muss schon bitten! In welche Schablone werde ich jetzt schon wieder hineinverpackt?!

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  3. Nun, welchen Ratschlag können wir unseren jugendlichen Lesern, welche den oesiblog immer wieder als zentrale Anlaufstelle zur Lösung pubertärer Probleme heranziehen, mit auf ihren doch noch recht langen Weg geben?

    Konsequenz ist
    a) gut
    b) schlecht
    c) weiß nicht
    d) unerheblich
    e) überbewertet
    oder
    f) ganz was anderes

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  4. … diese jungen, leicht schüchternen, anmutigen, engelsgleichen *hüstel*, überaus talentierten, vor Lebensfreude überquellenden Ladies, die selbst ein Herr Berlusconi nicht von seinen Baukränen schubsen würde.

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  5. Während ich noch die unüberschaubare Menge jugendlicher Leser sichte, um die richtige Variante anzukreuzen, fliegt mich der Gedanke an, es könnte derer noch mehr geben (Varianten natürlich), die weiser Voraussicht gemäß bereits unter f) gebündelt wurden … allein … ich kann mich nicht so recht konzentrieren, weil mir permanent eine Bambussocke durchs Gehirn flitzt … denn glaube ich mich erinnern zu können, irgendwo über eine diesbezügliche Fachsimpelei gestolpert zu sein, und mag es sich hier nun auch nicht um den richtigen Ort handeln, so muss es einfach jetzt auf der Stelle aus mir raus: Bambus ist toll, mein Papa schwört darauf, allerdings hätte sein Töchterl (ein wenig jenseits der Pubertät) Bedenken hinsichtlich Zehenkrümmung, welche ja eine entscheidende Rolle im Fall der Haltbarkeit einer Socke spielen dürfte …

    Man möge mir das Abschweifende nachsehen … das Wetter … ach …

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  6. Nun, die Problematik der Bambussocke wird, naturgemäß, in den Kommentaren zum Posting C & A abgehandelt, wobei der Aspekt der Zehenkrümmung, blogseitig gesehen, ein bis dato unbehandelter geblieben ist, wenn gleich sich die plastische Chirurgie, heutzutage, nur allzu gern den unansehnlichen Auswüchsen unserer Menschheit gegenüberstellt und uns glaubhaft verspricht, eine jede denkbare Peinlichkeit von uns zu entfernen.

    Anderseits, um wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, das fernab einer jeden Bambussocke sich mit Konsequenz beschäftigt, und den jugendlichen Lesern den oft schwierigen Weg in die richtige Richtung zeigen soll, können wir, nicht ganz ohne Stolz, auf den Buchstaben f) verweisen, der in seiner Variabilität alle gültigen und zu gebenden Antworten bereits in sich trägt.

    Mögen Sie, verehrte Dame, das Wetter und die ersten zaghaften Sonnenstrahlen genauso genießen, wie es Herr Ösi gleich tun wird …

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