Plagiat

In bester zu Guttenberg’scher Manier hat sich der Ösi bei Herrn Koskator ein Fremdobjekt gekrallt,

 

 

Böööööööse

 

ein Meilenstein fotografisch photovershopter Kunst, wie er findet, ein bisschen an Herrn Wehner erinnernd, wohl nicht vom Barte her, schon eher von der Pfeifenhaltung, wobei wir, wären wir mit Blick auf Griechendland-Krise undsoweiter so böse wie es uns eigentlich geziemen sollen wollen müsste, wir zu erwähnter Pfeifenhaltung anzumerken hätten, dass den heutigen aktuellen Pfeifen jedwede Art von Haltung völlig abhanden gekommen ist.

Obig abgebildetes Objekt zeigt aber nicht Herrn Wehner, wie auch der Letzte unter Ihnen unschwer erkennen dürfte, sondern den Herrn Marx, nein meine Damen, nicht den Richard und nein meine Herren, auch nicht Chico, Harpo oder sonst einen von den Marxen, sondern den Herrn Marx mit dem Vornamen Karl. Punkt.

Stellen Sie jetzt bitte keine weiteren überflüssigen Fragen, warum Herr Karl Marx plötzlich als gartenzwergenhafter Reptilator mit Schmauchpfeife einher schreitet, lassen Sie einfach nur das Foto auf sich würken und dann werden Sie’s schon merken.

Der alte Herr Karl hat ja den Zusammenbruch der damaligen Sowjetunion genau so wenig verhindern können wie den der Dadaer (DDR für not insider), falls sie letztendlich zusammen gebrochen sein sollte, und deshalb ist es umso begrüßenswerter, dass wir uns fragen, ob demnächst nicht auch ganz Europa ein bisschen in sich zusammen krachen wird.

Griechenland weg, der Euro auch bald, lustige Straßenschlachten in den Hauptstädten, undsoweiter.

Es liegt ja nicht an Ihnen, wenn die Pfeifen da oben wieder mal versagen und wenn ich daran denke, dass diese unsere EU bald baden gehen könnte, dann griecht bei dieser Vorstellung eine wohlige Vorfreude im Ösi hoch … lieber ein Ende mit Schrecken (wobei das Wort „Schrecken“ durchaus als „Freude“ ausgesprochen werden darf) als ein Dingens ohne Ende.

Denken Sie daran: früher war auch nicht alles schlecht … und einen Kaiser haben wir außerdem gehabt …

iBrigens: der gartenzwergige Reptilator symbolisiert nicht, wie zur Verwirrung des Publikums kolportiert, den gemarxten Karl, sondern die unfähige EU in ihren letzten Zügen knapp vor ihrer gerechten Hinwegfegung durch den aufgebrachten Straßenpöbel. Plagiieren Sie das ruhig weiter … und alles wird gut.

Advertisements

21 Gedanken zu “Plagiat

  1. … ach Du Scheiße…

    … stimmt – der Wehner hatte so ’ne Pfeife… aber mich hat Schmidt beeindruckt – Helmut, nicht Harald, chch -, wie er (hin und wieder habe ich ja doch mal wo in die Glotze geglotzt, wenn ich auch selbst keine hatte) gravitätisch eine Art Tischtuch entfaltete, um sich weltmännisch hinein zu schnäuzen*; vor allem war ich völlig von der Rolle, als es sich vorher was in auf die Handkante streute, um das dann hoch zu ziehen, mich deuchte nicht anders, als hätte der da ’ne Linie Koks gezogen; sorry, aber ich kenne mich damit nicht aus…

    Kurzum: bla…
    ————————————————-
    * Das schreibt man jetzt so, irre; ich hatte nur geraten…

    Gefällt mir

  2. Die progressiven Ösis haben wieder einen Kaiser – und was für einen. 90 Prozent der Bevölkerung würden ihn freiwillig wählen, wenn er sich auf den Ernstfall einließe, aber leider … seufz.

    Guckstu zum Beispiel hier:

    Gefällt mir

  3. Ursprünglich hatte ich einen andern Herrn als den Herrn Wehner im Hinterkopf, also einen mit Bart und mit Pfeife, aber mir ist sein Name nicht eingefallen, und dann wird’s auch mit dem Googeln nix, wobei besagter Herr ein Politiker oder ein Kabarettist sein müsste, was sich letztendlich wieder auf’s selbe raus kommt.

    Gefällt mir

  4. Es ist schlimmer! Wenn man sich Pispers oder Schramm an kiekt (genauer gesagt: ihre Beiträge), dann gewinnt man den Eindruck, die Kabarettisten sehen wirklich durch und die Politiker machen unfreiwillig, aber gekonnt Kabarett…

    (… aber ich habe nichts gesagt; ich bin klein, mein Herz ist rein…)

    Gefällt mir

  5. Ich habe Wehner und Schmidt noch aus der Zeit her in Erinnerung in der sie aktiv Politik machten. Hab Sie damals schon nicht gemocht und das der uralte Schmidt heute solch eine Verehrung genießt stimmt mich bedenklich.
    Ich will und brauche keine autoritäre Figur an der Spitze – einen Kaiser erst recht nicht.

    Gefällt mir

  6. Doch! Ich will Franz Joseph wieder haben!

    (… wenn es den aufgeklärten Fürsten wirklich gäbe… aber es gibt Ansätze… Werner oder Hipp… usw.)

    In einer der WGs, die ich gruppendynamisch destruktiv beeinflusste durch mein leibhaftiges Erscheinen, hieß ein Hund „Herr Wehner“, kein Witz; der hatte auch so was Behäbig-Altväterliches…

    Spanarmen Abend!

    Das Fossil

    Gefällt mir

  7. Ich kenne die beiden Herren nur vom Namen her, der alte Kaiser ist mir übrigen auch niemals begegnet, aber so schlecht wird er im Vergleich mit den heutigen Entscheidungsträgern nicht abgeschnitten haben …

    Gefällt mir

  8. Du verwechselst den Kaiser Franz Joseph mit seinem aufgeklärten Vorgänger aus dem 18. Jahrhundert:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_II._(HRR)

    Herbert Wehner war kein „behäbig altväterlicher“ Typ.
    Seine politisches Verdienst besteht im wesentlichen darin das er die SPD 1966 in die ungeliebte große Koalition mit der CDU zwang und sie damit regierungsfähig machte. Das er Willy Brandt demontierte war verantwortungslos und das er noch als Demenzkranker die Fraktion führte tragisch. Vom Typus her hätte er in die DDR-Führungsriege gepasst mit der er sich ja auch gut verstand.

    Gefällt mir

  9. Die beiden Herren waren halt autoritäre Choleriker – wie euer Kreisky zumindest in seinen letzten Jahren auch und der Kaiser Franz Joseph hat eindeutig zu lange regiert. Hätte er dem Franz Ferdinand früher Platz gemacht wäre Europa möglicherweise einiges erspart geblieben.

    Gefällt mir

  10. Mann! War ’n Witz! Franz Joseph war doch auch Vorstandsvorsitzender von ostarrichi, nicht von Neu-Teutonia!

    Es gab dieses „Konzept“ des „aufgeklärten Fürsten“ (oder wie auch immer) irgendwann mal („komischer Weise“ war das im Literaturunterricht dran…)

    (… keiner versteht mich…)

    Das ist wieder nicht nur witzig (mit „Demenz“ usw.); es bestätigt auch meine „These“ (ich darf das als neun mal kluger Gartenzwerg!), dass die (Über-) Betonung der Unterschiede von Mittis und Wessis eben (unter anderem) die Gemeinsamkeiten „verdecken“ soll(t)en; dieses nicht los lassen Können (bei Mittis und bei Wessis) scheint mir (auch) Ergebnis der massenhaften Traumatisierungen… Nee, ich weigere mich, das als „unzulässiges Psychologisieren“ usw. zu sehen…

    So, nun habe ich die Dinge beim Namen genannt – nun kann ich sie auf sich beruhen lassen; „Es ist ausgesprochen, es ist erledigt“…

    Gefällt mir

  11. Ist ja gut. Ich habe überreagiert weil ich diesen autoritären Typus gar nicht mag. Dazu kommt das ich tatsächlich als 17jähriger im Geschichtsunterricht über „aufgeklärten Absolutismus“ gearbeitet habe – am Beispiel von Ludwig XIV in Frankreich und dem zweiten Fritz in Preußen. Heute heißt so etwas in den Schulen wohl „Projektwoche“. Die Thematik ist mir vertrauter als mir lieb ist.

    Gefällt mir

  12. … das is‘ ja ’n altes Ding (ob das jemals weg geht?), dass das, „was behandelt wurde“… äh… Spuren hinter lässt…

    (… ich reagiere ständig über… ich muss an meiner Frustrationstoleranz arbeiten… oder sagte ich das schon…)

    Projektwoche finde ich cool… im nächsten Leben gehe ich ans humanistische Gymnasium und schließe mit 1.1 ab (1.0 geht nicht, wegen Sport – Bewegungsidiot, chch)…

    Ach, nun kann man bald wieder sagen „Holz freies Wochenende“, und ich sage „Holz freies Wochenende“!

    Das Fossil

    Gefällt mir

  13. @koskator
    Nicht nur „Holz freies Wochenende“ sondern „holzfreie Wochen“. Habe Urlaub!

    PS: Ich meine gehört zu haben durch irgendwelche Boni könne man sogar auf Noten wie 0.8 kommen. Erkundige dich ob es nicht vielleicht 0.5 Dino Bonus gibt.

    Gefällt mir

  14. Muahaha! Das bezieht sich auf Dein PS – aber warum bin ich nicht überrascht? Vielleicht kann man dann auf 0.0 runter gehen und steigt auf

    Ach ja, das kriege ich immer nicht mit, es sind ja jetzt wohl auch Ferien…

    (… machst Du im Urlaub eigentlich Waldspaziergänge… – sooorry…)

    Gefällt mir

  15. @graphodino
    Die Ferien beginnen in Nordrhein-Westfalen erst Ende Juli.
    Da kinderlos habe ich eh wenig damit zu tuen – es sei denn ich muss Rücksicht auf Kollegen mit Kindern im „Schulalter“ nehmen. Damit habe ich aber kein Problem.

    Waldspaziergänge ? Geht hier auch. Habe einen Wald – sogar mit Förster – in meinem Stadtteil:
    http://www.wald-und-holz.nrw.de/20Landesbetrieb/95Waldpaedagogische_Einrichtungen/Forststation_Rheinelbe/index.php

    Oder denkst du an einen bestimmten Waldspaziergang (bzw Spaziergänger) ?

    Gefällt mir

  16. … ach, wenn ich schon mal versuche, ein Hu-Moorbad zu nehmen… ich dachte nur, dass ein Holzhändler eventuell im Urlaub den Wald meiden täte… oder so ähnlich…

    (… aber diese Station hat was, echt… ich habe ja nur mal kurz rein gekiekt…)

    Gefällt mir

  17. @ graphodino
    Wenn das Holz zu mir gelangt ist es ja bereits entrindet und „filetiert“, hat also optisch nur noch wenig mit dem Mittelgebirgswald aus dem es in der Regel stammt gemein. Ich schaue mir während eines Spaziergangs jedoch keine Fichte an und stelle sie mir als „Stammware“ vor. Dann müßte ich ja auch bei jedem Scweineschnitzel das ich esse an den Schlachthof denken.

    Noch was zum „Aufstieg“ Eine generelle Schwäche (fast) aller Sciene Fiction und „fantasy“ Literatur´scheint es mir zu sein das es gerade an „Phantasie“ mangelt. Generationsbedingt gehen meine Phantasien in Richtung einer antiautoritären Gesellschaft in der Eliten und starke Führungspersonen (da sind wir wieder bei Schmidt und Wehner) keine Rolle mehr spielen.
    Stattdessen höre ich von übergeordneten Wesen die die Menschen entweder unterdrücken oder wenig Lust haben sich mit Ihnen abzugeben. Gern wird auf feudalistische, teilweise vormittelalterliche Wertvorstellungen zurückgegriffen auch in diesem Fall geistert wieder ein „Merlin“ herum.
    Diese Art Zukunft erscheint mir wenig attraktiv.

    Gefällt mir

  18. Oje oje… Wie gesagt: sollte ’n Witz sein!

    Einspruch, Euer Ehren! Ich erlaube mir die Bemerkung, dass Deine „Einschätzung“ (oder wie immer man das nennen mag, deswegen die Anführungsstriche ) von SG 1 usw. ein Schnellschuss sein dürfte…

    Aber noch was Grundsätzliches (ich hatte das schon paar Mal eingestreut und womöglich hast Du es schon gelesen): es scheint tatsächlich so, dass ich „was nachhole“, denn ich habe mit 15 und so wirklich vorzüglich Krisen- und Bilanzliteratur für Leute 40+ oder so gelesen – und jetzt kieke ich solche Serien (über die ich damals die Nase gerümpft hätte, ist U-Kunst und so, was übrigens nix mit Mitti und Wessi zu tun hat – dieses Argument bzw. eben „Argument“ wird an der Stelle ja immer gern „eingesetzt“ -, vielmehr schon Leute vor mir festgestellt haben, dass diese Trennung von „U“- und „E“-Kunst was typisch Deutsches zu sein scheint), und kringele mich…

    Ich finde gerade diese Serie vor Phantasie übesprudelnd (wovon ich mich auch nicht dadurch abbringen lasse, dass etliche Kritiker monierten, dass man da alle möglichen Versatzstückchen aus allen möglichen Kulturen und Religionen zusammen gemengt hätte; das scheint mir eher typisch für diese Zeit, in der „Patchwork“ symptomatisch scheint); es ist wieder diese Sache mit der „Grundidee“, die man haben muss/sollte, um endlos zu „spinnen“ (mein ewiges Thema: ach, könnte ich auch „so was“); in dem Fall ist es das Stargate, das zu Tausenden Planeten führt, so dass man immer neue Welten „entwerfen“ kann usw. Und da gibt es alles, nicht nur feudalistische Gesellschaften…

    Außerdem ist das mit dem „Aufstieg“ eine interessante Angelegenheit; ich z. B. (ich rede so selten über mich) glaube immer mehr daran, dass es so was wie ein „persönliches Energiefeld“ gibt, und ich bin auch nicht mehr bereit, den Gedanken einer „Seele“ (nämlich im Sinne dieses „Feldes“) einfach vom Tisch zu wischen, weil Opa Marx so wollte…

    Schließlich ist „SG 1“ selten konstruktiv und „freundlich“ für das Genre; wenn man sich da umsieht, findet man fast nur Dystopien – und das schlägt sich ja wieder im Unbewussten vieler Menschen wieder; „SG 1“ hat dagegen manchmal geradezu „sozialistische“ Züge, unabhängig davon, dass da erst einmal Militärs mit umgehängten Knarren los ziehen.

    Ich glaube aber sehr wohl verstanden zu haben, was Du meinst, und auch wenn das jetzt als Keule rüber kommt (ich darf das, ich bin schizotyp und Gartenzwerg): ausgerechnet Lenin hat mal gesagt, Sinn gemäß, die Köchin müsse den Staat lenken können (in der „idealen“ Gesellschaft usw.), das geht, wie mir scheint, in die Richtung, in der Du wohl denkst (ich würde das wieder „in meiner Sprachwelt“ so ausdrücken, dass die unterschiedlichen Stufen der emotionalen Reife – vgl. Casriel usw. – überwunden werden müssten, nicht die unterschiedlichen Besitzverhältnisse – bzw. beides hängt zusammen -, indem nämlich „Unterdrückte“ oft in der Tat „emotionale Kinder“ zu sein scheinen usw.)

    Usw. Bla bla bla; ich bin klein, mein Herz ist rein, lasst mich weiter Gartenzwerg sein.

    So weit für heute der neun mal Klugschiss vom

    Fossil

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s