Sechs zu Zwei(t)

Sechs zu zwei, Fußball-EM-Qualifikation zwischen Deutsch- und Ösiland, meine Damen und Herren, es ist eine unverschämte Unverschämtheit, 6:2, also dem Ösi fehlen die Worte, sechs zu zwei, oder mathematisch ausgedrückt, 3 zu Eins nach Halbzeiten, aber wen, bitteschön, interessiert schon Halbzeiten, wo es doch ums Ganze, ums Ganzheitliche geht, und gerade oder besonders wenn es sich um Fußball handelt, also jene Sportart, die früher, und der Ösi sagt bewußt: früher, in Ösiland gleichzusetzen war mit Schifahren, aber leider leider, es war einmal, eine Zeit, in der die Deutschländer ungefähr so schlecht Schifahren konnten, wie die Ösiländer Fußballspielen, aber, wie gesagt: lang lang ist’s her, die Ösiländer reißen neuerdings auch im Schifahrn nix mehr, während die Deutschländer trotz krasser Bergenabsenz im Downhill als auch im Wedeln Höchstleistungen vollbringen, wie weil die Mathematik, um zum Fußball, nicht weil wir wollen, weil wir aber müssen, zurückzukehren … ich fasse es nicht, Sex zu Zwei ist eine Division, die ganz ohne Rest auf geht, wobei, um das ganze Dilemma zu anna-lysieren, fußballerisch, und ganz besonders aus der Sicht des Ösi, ist es gar nicht zu akzeptieren, und um die Kacke in ihrer Gesamtheit aufzuarbeiten, ja, Mathematik ist was völlig anderes als Fußball, nicht wahr, nicht!, sehr geehrter Herr Jogi Dingens, seinen Namen verkneift sich der Ösi künftig auszusprechen, weil der Kerl ja nur noch am Feiern ist, auch wenn er das Gegenteil vom Gegenteil behauptet und meint, gegen Ösiland zu gewinnen sei nix besonderes, aber HALLO!, mein lieber Herr Jogi, geh-ehrter Herr Dingens, aber Hallo!, das ist der Größenwahn, der da an ihre millionenschwere Pforte klopft, … der Kerl hört den Ösi gar nicht, weil er mit dem feinen Unterschied und anderen Schweinireien geradewegs am Feiern ist und die Sau raus läßt und aus seinem mehr oder minder berechtigten Rausch nicht mehr raus kommt, aus dem beweihräucherndem Ereignis, die EM-Quali geschafft zu haben, mein lieber Herr Bundespräsidententrainer, ich habe sie schon gefressen, wenn ich ihre NIVEA-gefärbten schwarzen Harre sehe, während der Ösi natürlichstes Grau trägt, weil er ja nix von der Großindustrie bezahlt bekommt, wenn er sich die Strähnen färbt und also gleich darauf verzichtet, während sie nun einem EM-Titel-Glauben (warten sie ab, die Spanier, die Spanier packen’s wieder) entgegen taumeln und dem Ösi den Schlechten-Verlierer-Status attestieren, nur weil er an ihnen und an ihrer fast nur aus arroganten Bayern-Stars bestehenden Mannschaft zweifelt und ihnen schon heute prophezeiht, dass all ihre Luxuskarossen in Polen sowieso gestohlen werden, weshalb wir Ösis 2012 gleich lieber zu Hause vor den 3-oder-noch-mehr-D’s-Glotzen bier-und-chips-bewaffnet und mit einer Uns-doch-Scheiß-egal-wer-immer-da-gewinnen-möge-Mentalität sitzen werden.

 

Natürlich, und das versteht der Ösi sehr gut, ist es extrem Frust behaftet, bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft, immer nur zweiter oder dritter zu werden, wie es dem unseligen DFB-Team regelmäßig gelingt, und der Theo Zwanziger ist, wenn nicht dalli-dalli der Titel ein reitet, bald nur noch 9 Euro fuchzig wert, wenn überhaupt. Deshalb hat sich Ösiland – das ja weltrangmäßig noch hinter Libyen (spielen die auch im Krieg Fußball?) und Panama rangiert – kurzerhand entschlossen, künftig eine eigene Mini-EM auszutragen.

Teilnahmeberechtigt sind außer Ösiland noch Lichtenstein, San Marino, Vatikan Staat (mit dem Herrn Ratzinger als alleinige Sturmspitze), Zypern, Andorra sowie den Färör-Inseln. Ähhh … wie ich soeben höre, wurden die Färör-Inseln in letzter Minute disqualifiziert, weil wir, also Ösiland, hauptsächlich schlechte Erfahrung, sprich: aus welchem Grund auch immer unberechtigte Heimniederlagen mit diesen komischen Inseln aufzuweisen haben …

Um den Titel des Postings beziehungsweise die Bezeichung Qualifikation noch aufzuklären: bei einer „sogenannten“ Qualifikation bleibt aus anfänglich Zweien nur Einer übrig. Das Wort selbst besteht aus zwei Teilen. Erstens aus dem Wort „Quali“, welches für Qualen steht und zweitens … na ja, sie wissen schon …

Advertisements

14 Gedanken zu “Sechs zu Zwei(t)

  1. Es waren in der Tat sehr qualvolle 90 Minuten. Und ich bewundere deine Stärke, dich in fußballerischer Hinsicht immer noch als Ösi zu fühlen und nicht zu den Deutschen überzulaufen, wo du doch immerhin diese Alternative hättest. Unsereins, also meinereine, leidet einfach weiter, und auch der schöne Didi kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass irgendwas bzw. irgendwer falsch läuft.
    Was hat es mich Mühe gekostet, die Abseitsregel zu verstehen – und dann sowas … würde ich den Ausdruck Fremdschämen nicht so hassen, könnte ich glatt … wurscht, die Türken werden aber paniert, jawoll.

    Gefällt mir

  2. Überzulaufen wäre nix anderes als feige Fahnenflucht. Natürlich, spielen die Deutschen nicht gerade gegen die Ösis, halte ich freilich zu meinen Gastgebern, um auch mal in den Genuss des Siegens zu kommen.

    Wahrscheinlich müsste ein den Ösis geneigter Fußballplatz erst in einen Berg rein gemeißelt werden, wo wir dann von oben nach unten spielen dürfen, und nicht, wie zur Zeit üblich, im Flachen, das unserem Verständnis von Tektonik völlig widerspricht.

    Am Dienstag die Türken panieren, jawoll, wenn nicht gleich dönern …

    Gefällt mir

  3. Auch wenn ich weiß, dass es ziemlich schwierig ist, von der Vergangenheit satt zu werden, so kann sich der Ösi doch immerhin, bei Niederlagen gegen Deutschland, an Cordoba ’78 erinnern.

    Es wird empfohlen, die angedachte Mini-EM dann auch dort austragen zu lassen. Und, ja, vorsichtshalber ohne die Färöer…

    Gefällt mir

  4. Wir müssen uns endlich von Cordoba emanzipieren!

    Wäre ich ösischer Staatspräsident, würde ich alles Handeln und Tun des Landes dahingehend ausrichten, endlich über Fußball-Deutschland zu gewinnen. Mit ähnlicher Verve hat damals schon Kennedy seine Landsleute auf den Mond getrieben. Die Mini-EM in Cordoba auszutragen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Um die geschundene Seele des Ösi besser zu verstehen, muss man sich bloß vorstellen, Deutschland würde erst nach 2040 wieder gegen Spanien gewinnen …

    Gefällt mir

  5. Hast du’s gesehen … weder paniert noch gedönert … aber einen Elfer gehalten – das entschädigt ein bissi, finde ich. Ansonsten wäre ich ja sehr dafür, ein eigenes Nationalteam zu gründen, dessen Spieler ausschließlich für Ländermatches trainieren – das wäre dann vielleicht doch mal optimal eingespielt … Ausreden lass i net gelten, jeder Pimperlverein zeigt es gelegentlich vor, trotz fehlender Gage, denn Begeisterung, Teamgeist und Liebe zum Ball bewirken manchmal schon Wunder im Ösiland, weil Ösis im Grunde genommen halt eben Ösis sind, was nur ein Ösi verstehen kann …
    Ja, und hätten wir tektonisch gesehen dann auch noch mehr Spielraum, täten sich natürlich ungeahnte Möglichkeiten auf … könnte man nur bissi was ändern dürfen … wobei ich gleich auch die Abseitsregel geringfügig aufheben möchten wollen würde, nämlich auf maximal nen halben Meter Unterschied, was innerhalb der 50 cm steht, ist erlaubt und wird nimmer gepfiffen … ich sollte es vielleicht aufzeichnen … ? Ach, du verstehst mich schon … tust du doch, oder tust du nicht?

    Gefällt mir

  6. Gesehen hab ich’s nicht, aber nachgelesen und mich gefragt, warum haben wir nicht gleich und schon vor ein paar Tagen diesen Torwart genommen.

    Bezüglich der Arbeitsregeln hab ich das mit den 50 cm leider überhaupt nicht verstanden, vielleicht, weil ich das Spiel nicht gesehen hab, vielleicht, weil mir nur der 16ner bzw. der 11er was sagt, aber ich hoffe, du wirst die neue Änderung in Worte fassen …

    Gefällt mir

  7. Nun … wir hätten doch ein Tor geschossen gehabt, das aber aberkannt wurde, weil plötzlich ein gegnerischer Mann in seinem Torbereich ca. 20 cm zurückhopste, um den unsrigen in die Abseitsfalle sausen zu lassen, was in der Hitze des Gefechtes natürlich leicht geschehen konnte … weshalb ich eben nämliche Änderung vorschlagen wollen möchten täte, dass die Abseitsregel (nixi Arbeits-) erst dann zum Tragen kommt, wenn die jeweiligen Kontrahenten mindestens einen halben, oder besser noch einen ganzen, läppischen Meter von einander getrennt postiert sind – das würde Fehler in der Einschätzung durch die Schiedsrichter minimieren und entspräche auch der logischen Geschwindigkeit eines Spielverlaufs, sobald alles Richtung Tor koffert und man vor lauter Kickern keine Minimalentfernungen mehr deutlich abschätzen kann, erst recht nicht, wenn es lausige Zentimeter sind, die einen plötzlich und völlig unvorhersehbar ins Abseits katapultieren.

    (Du verstündest am ehesten was ich meine, hättest du die Zeitlupe nach Aberkennung unseres Tores gesehen … noch nachträglich vor Wut aufstampfen muss … ich tät’s ja überhaupt gänzlich eliminieren, das blöde Abseitsdingens, verhindert nur einen flüssigen Spielverlauf, allerweil das deppate Gepfeife vom Schiri, wenn endlich mal Schwung drin wäre).

    Gefällt mir

  8. Au weia! Der Ösi hat in seiner Schludrigkeit von Arbeitsregeln gelesen, statt von Abseitsregeln, wiewohl er seiner Landsfrau durchaus zutraut, die alt-ehrwürdigen und nicht mehr ganz aktuellen Arbeitsregeln im Fußball zu entstauben … was sie zu Recht auch tut.

    Weg mit der Abseitsregel, meint auch der Ösi, klar, die Stürmer würden direkt vor dem gegnerischen Tor lauern, aber um sie zu neutralisieren, sind doch die Verteidiger da, und nicht dazu, wenn’s brenzlig wird, Richtung Mittellinie zu laufen und fragwürdige Entscheidungen zu provozieren. Es würden auch mehr Tore fallen als bisher, käme also der Unterhaltung zu gute und es gebe weniger Fehlentscheidungen.

    Der alte Blatter gehört doch sowieso an den Galgen in Rente, und du, künftig als erste und höchste FIFA-Fau-Präsidentin hast schon jetzt meine Zustimmung für das Amt.

    Gefällt mir

  9. Unausgesprochen beruht das löwsche System auf der Vorstellung, 20bis25 Jährige die vorher technisch und konditionell „geschult“ wurden mit unerhört hohem körperlichen Einsatz spielen zu lassen. Dann kann die Karriere aber schon mit Mitte zwanzig ihren Höhepunkt bereits überschritten haben – wie sich das bei Podolski und Schweinsteiger andeutet. Einen Klose hält man sich dann noch als Alibi. Ich scheue mich nicht von einem menschenverachtenden System zu sprechen. Der Umgang mit den unwissend „Ausgemusterten“ (Ballack, Frings) spricht Bände.

    Gefällt mir

  10. Gegen Länder wie Austria oder Australien entfachen die Poldis, die Schweinis und die Kloses immer noch ihre verheerende Wirkung, während man gegen wirkliche Topteams doch eher den jungen Topathleten braucht. Wenigstens eine Branche, wo die künftige Rente ab 69 keine Rolle spielen dürfte …

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s