Laborratten

Wenn der Ösi durch deutsche Fußgängerzonen schlendert, sieht er plötzlich eine neue Spezies. Nein, es muss nicht immer Fußgängerzone sein. Sobald er einen Schritt außer Haus wagt, ist er von ihnen umgeben und regelrecht umzingelt, denn auf einmal sind sie da. Und sie sind überall.

 

          

 

Es geht um die Laborratten. Auf lateinisch etwa: rattus laborus germanicus.

Ihm ist, als hätten Die-da-Oben nun tatsächlich ernst gemacht. Die deutsche Laborratte ist im Gegensatz zu ihrer tierischen Artverwandten deutlich größer und schwerer. Die Abmessungen reichen von knapp unter einem Meter bis knapp über zwei Meter und ihr Gewicht kann im Extremfall die 130 Kilo Marke locker überschreiten. Ihr akustisches Repertoire reicht vom perfekten Hochdeutsch über plump-breites Bayrisch bis hin zu den unverständlichsten süd- oder ost- oder südosteuropäischen Ausdrucksweisen, Selbst Russisch, Lettisch und Ösisch hat er schon vernommen, praktisch kosmopolitisches Konglomerat.

Während die handelsübliche Laborratte ihr Dasein in engen Käfigen fristet, was ihr freilich nicht auffällt, fühlt sich ihr deutsches Pendant in der Regel noch ziemlich frei, was natürlich nicht stimmt und ihm freilich ebenfalls nicht auffällt.

Merkel, Schäuble & Co haben, von der breiten (und im Gegensatz zu Ratten relativ dummen) Öffentlichkeit regelrecht unbemerkt, den größten Laborratten-Versuch der Neuzeit gestartet. Und wir sind da mittendrin, statt nur am Rand dabei. Beispiele vom gestrigen Tag gefällig? Bitteschön.

Der Benzinpreis hat an den Tankstellen wieder mal Rekordhöchststände erreicht. Während die USA und Frankreich überlegen, ihre Spritreserven auf den Markt zu werfen, um das Volk zu entlasten, lehnt man hierzulande solche Pläne kategorisch ab. Klaro, je mehr die Bürger bluten, umso kleiner und unbedeutender werden sie, desto praller füllt sich der Staatssäckel, desto mehr Geld kann in die zusätzliche Überwachung und Unterdrückung der Bürger investiert werden.

Der Regierungsauftrag lautet: wie sehr kann man das Volk knechten, einengen, wie weit kann man die Daumenschrauben anziehen? Womöglich gibt es in Anlehnung zu meinem letzten Posting einen gemheimen Berliner Guidestone, der zum Ziel hat, die deutsche Bevölkerung auf unter 5 Millionen Individuen zu dezimieren …

Während Schäuble den Euro-Rettung-Schirm wieder mal um ein paar hundert Milliarden erhöht, kommen für die vor der Entlassung stehenden 11.000 Schlecker-Mitarbeiter die paar Millionen Kröten zu ihrer Rettung nicht zu Stande.
Während die Krankenkassen Milliardengewinne scheffeln, lehnt er die Abschaffung der Praxisgebühr kategorisch ab und meint: was nix kostet, ist auch nichts wert!
Der Ösi meint: selbst wenn etwas was kostet, selbst wenn es viel kostet, ist es nicht immer was wert. Und ein Herr Schäuble kostet sehr sehr viel …

Langsam dämmert dem Ösi, dass Merkel, Schäuble & Co in Wirklichkeit gar nicht Merkel, Schäuble & Co sind, sondern andere. Es sind bloß gut gemachte Klone.

Die wahren Merkel, Schäuble & Co sitzen längst in ihren Fincas auf Malle oder sonst wo und nuckeln genüsslich an ihren Cocktails. Man hat sie unbemerkt durch menschenverachtende Klone ersetzt, die sich einen Jux draus machen, uns in willenlose Zombies zu verwandeln. Es ist der weltgrößte Feldversuch bürgerlicher Freilandhaltung um den Menschen das BIO-Label respektvoller weil artgerecht ökomomisch-ökologischer Handhabung vorzugauckeln.

Hallo!, Ihr lieben Laborratten da draußen, habt Ihr, während Ihr erschöpft im Laufrad hechelt, die Botschaft des Ösi verstanden?

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21 Gedanken zu “Laborratten

  1. Nur dass Laborversuche an Ratten gemeinhin klar definierte Zielvorstellungen im Auge haben, z. B. die Alterung um 200 % zu reduzieren oder ähnliche sinnvolle Vorgaben und ich bei dieser Versuchsanordnung keine Ziele entdecken kann … vermutlich ein aus dem Ruder gelaufenes Großexperiment, das einfach aufgrund seiner Komplexität nicht mehr zu stoppen ist, es sei denn man vernichtet den Planeten? Was ja auf verschiedenen Wegen mehr oder weniger erfolgversprechend durchaus auch in Arbeit ist … Naja, und wenn das nix hilft, wäre ja da noch der ohnehin anstehende Weltuntergang …

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  2. … bei „Sobald er einen Schritt außer Haus wagt“ musste ich an Master Fox denken „Alle komm‘ vorbei, ich brauch nie raus zu gehen„…

    Sehr geehrter Herr Ösi! Bei Anderen sieht man das Laufrad; es ist einfacher, auf Merkel & Co. zu projizieren, als sich zu ändern…

    „Spielta wieda Therapeut, spielta wieda Therapeut; der Irre!“

    In diesem Sinne – schönes Wochenende!

    Das Fossil

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  3. Sehr geehrter Herr Labor-Ratterrich, lieber Dino,

    genau das ist es ja. „Schau erst mal auf dich selber, statt zu projizieren“ Das hämmern sie uns ständig ein, so lange, bis der eine oder der andere tatsächlich glaubt, es läge alles nur an ihm selbst.

    Und während wir überlegen, was wir falsch gemacht haben, fahren Die-da-Oben wieder einen lockeren 3-Punkte-Sieg ein und freuen sich, wie dämlich und manipulierbar wir doch sind.

    Der Ösi spricht hier nicht von ein paar Reförmchen, die uns ganz gut täten, sondern er spricht von einer radikal fälligen Umstellung unseres gegenwärtigen Systems. Deutschlandweit … weltweit …

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  4. Lieber Herr Ö. Sib-Log!

    Ich bin nicht lieb! Ich bin harzig-holzig, männlich-herb!!!

    … ich habe nicht gesagt, nur an Einem selbst…

    Im Übrigen bin ich zu faul, das auszudiskutieren (war aber gut, dass wir drüber gesprochen haben)

    Und wenn etwas geschieht, von dem man sagt: „Siehe, es ist neu!“, so ist es doch schon da gewesen in den Zeiten, die vor uns waren, und wird wieder kehren in den Zeiten, die nach uns kommen, und alles ist eitel unter der Sonne und Haschen nach Wind (Prof. Salomo)…

    Wie viel Umstürze und Reformen und Revolutionen und Wenden denn nun noch?

    Amen!

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  5. Du hast recht. Vor allem wird den Menschen eine „Eigenverantwortung“ eingeredet=aufgebürdet die sie gar nicht tragen können.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Neuinstallation des präsididialen Freiheits-Klons(Clowns?) der die vermeintlich gegebenen individuellen Möglichkeiten über Gebühr betont.

    Da es offensichtlich nicht hilft die Chefideologen
    des Laborratten Versuchs auf unter 2% zu reduzieren bleibt nur die Hoffnung das die Franzosen Sarkozy
    abwählen. Dann steht Merkel dumm da.

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  6. Wenn man an die 70er, 80er und zum Teil 90er Jahre denkt, war vieles, zumindest hier in Europa, noch oder einigermaßen in Ordnung.

    Besonders in den letzten Jahren sieht der Ösi eine Beschleunigung in eine Richtung, die er nicht gut heißen kann, und diese Beschleunigung nimmt immer mehr an Fahrt an. Ist aber vielleicht bloß ösispezifisch.

    Deshalb wollte er wissen, wie die Mädels und die Jungs um ihn herum die Sachlage wahrnehmen.

    Umstürze und Revolutionen brauchen wir nur noch eine einzige, dafür aber die RICHTIGE!

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  7. Kavallerie, Artillerie, vorwärts, marsch marsch … Flügelzange, Geflügelzange, auf Kommando seitwärts …

    Seh‘ schon, Herr Dino, mit Ihnen ist kein Krieg nie nix zu gewinnen …

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  8. … das ist erstaunlich, dass Du das jetzt erst mitkriegst, obwohl ich doch mindestens zwei Male (harhar, bisschen Spaß) darüber zu schreiben versucht habe, dass man mich 86 ein für alle Male aufgeklatscht hat…

    Aber ich will nicht wieder rum jammern; ich habe ja nun über 25 Jahre „weiter gemacht“ (wie auch inmmer), da schaffe ich auch nochmal 25…

    Bla.

    Häff fann!

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  9. Ich denke, die Merkel braucht den Sarkozy nicht und umgekehrt, weil beliebig austauschbar. Sie müssen in erster Linie skrupellos sein, und den paar amerikanischen Herren, die praktisch nie in der Öffentlichkeit auftreten, bedingungslos zu Diensten sein. Bisschen Rhetorik und vor allem die (im wahrsten Sinne des Wortes) Beherrschung der Medien gehört zum Job dazu. Und natürlich die Herausforderung, die eigenen Laborratten zu immer neuen Höchstleistungen/Entbehrungen zu peitschen.

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