Quadrate

Heute: computern mit dem Ösi.

Um Himmels Willen, wirst du sagen, als wäre dein Tag nicht schon genug anstrengend verlaufen, auch das noch …

Da sind diese obskuren schwarz-weißen Quadrate, die plötzlich überall auftauchen. Auf der Straße, in Plakaten, in Zeitschriften, ja sogar im Internet lauern sie auf uns. Und in diesen Quadraten sind zu allem Überfluss noch drei kleinere Quadrate drinnen. Geheimnisvoll, sag ich dir.

Dem Ösi sind sie schon eine Zeit lang aufgefallen, aber er hat sich, wie meistens, nix dabei gedacht. Jetzt, wo die Quadrate überhand nehmen, wo sie ihm von überall her ins Bewusstsein springen, kann sogar er nicht spurlos an ihnen vorüber hoppeln.

Leser, die noch ein prähistorisches Handy in Verwendung haben, dass außer Telefonieren nix weiter kann, können an dieser Stelle beruhigt durchatmen. Für sie geht von diesen mysteriösen Quadraten keinerlei Bedrohung aus.

Anderes gilt für die smarten Smartphone-User. Damit du weißt, wovon der Ösi spricht, hat er mit seinem schlauen Alleskönner ein x-beliebiges schwachsinniges Werbeplakat fotografiert.

Werbeplakat mit QR-Code

Das quadratische Quadrat, um das es geht, befindet sich im Bereich ganz unten. Kurz zum Betriebssystem: der Ösi ist natürlich ein bekennender Androide – was denn sonst? – ist dir aber mit Sicherheit längst aufgefallen. Ein iPhone würde er höchstens mit der Beißzange anfassen … sorry, Steve.

Zu den vielen Apps, die sein Handy schon jetzt heillos zumüllen und die, wie er sagt, unerlässlich für ihn sind, ja geradezu überlebenswichtig, hat er sich vor kurzem eine neue App mit dem Namen „Scan“ downgeloadet.

Hält er nun die „Scan“-App auf das magische Quadrat, öffnet ihm der Browser eine Webseite. Als würde ihn das scheußliche Plakat nicht schon genug nerven, zeigt ihm der Browser zusätzliche Informationen, sprich: Werbung zur vorhandenen Plakatwerbung an. Ihn schaudert. Er fühlt sich beschmutzt und besudelt, ihm ist, als müsste er sich auf der Stelle mit eiskaltem Wasser browsen, um wieder in den Zustand reiner Unschuld zu gelangen.

Diese Technik, schüttelt der Ösi den Kopf, diese Technik …

Und schon fällt es ihm wie Schuppen aus den Haaren. Der Smartphone-Junkie hat einen genialen Gedanken. Guckst du:

Oesiblog QR-Code

Ömmmm, ja, zugegeben: für die Prähistoriker wird’s jetzt bisschen schwierig. Aber wer hat nicht einen pseudo High-Tech-Freak unter seinen Bekannten, der ihm dieses formidable Quadrat hilfsbereit scannen könnte … ?

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43 Gedanken zu “Quadrate

  1. Ich werde meine Neugier zügeln müssen. Mein kleiner Android nuckelt gerade Strom am anderen Ende meiner Fürstensuite.

    Ich mag ja diese Quadrate an den Bushaltestellen. Da kommt man gleich auf den Online-Fahrplan, müsste zumindest theoretisch also auch sehen, ob der Bus ausfällt oder Verspätung hat.

    LG cuenta…….

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  2. Ich habe zwar noch ein vorvorsintflutliches Handy, das ich nicht mal zum Telefonieren brauche, aber es liegt da so rum, weil man ja ein Handy braucht, aber … Kästchen habe ich auch mal gemalt, weil’s so schön ist.

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  3. Jetzt müsste das kleine Kerlchen aber aufgeladen sein … oder schon wieder leer gesaugt …

    Nun, für die öffentlichen Bussies bräuchte man Online-Quadrate, um jederzeit aktuell zu sein und die Verspätungen anzuzeigen. In diesem Fall wäre wohl ein „normales“ Display die bessere Variante 🙂

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  4. Wieso gibts da keine Dreiecke … und Kreise … oder kommt das noch … vielleicht zum Aussuchen – wer beim Anblick von Quadraten Würgreiz bekommt, darf zum Pendant wechseln … ? Wenn einer dafür geeignet wäre, weltweit gültige Alternativen zu kreieren, dann doch bestimmt der Herr Ösi …

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  5. Die Japaner, die diesen CR-Code erfunden haben, sind ja ziemlich straight, weshalb weder Gekringel noch Kunst.

    Aber grundsätzlich ließen sich die Information wohl auch in Bildern unterbringen. Herr Ösi wird unter der Prämisse, dass sein Blog nicht darunter leidet und verkümmert, selbstverständlich dranbleiben …

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  6. Hallo, Hallo… Also den Ruf, die Ungeduldige zu sein, habe ICH in dieser Community – wenn auch ganz unverdient. Er wurde mir quasi geschenkt, aber jetzt möchte ich ihn behalten. 😉

    Das Kerlchen ersetzt übrigens mühelos ein Tamagotchi, möchte ständig beachtet werden und seinen täglichen Saft. Hätte ich nicht frei, wäre heute Abend „schon wieder leer“ vermutlich zutreffend.

    Okay, ich lande per Quadrat auf Deinem Blog. Aber da war ich doch sowieso schon, sonst hätte ich ja gar nicht…
    Na, jedenfalls kannst Du Dir das Ding auf die Visitenkarten drucken. Es funktioniert.

    Was nun die öffentlichen Bussies angeht… Ich bussie ja öffentlich nicht so gerne, und wenn, dann interessiert mich an Haltestellen eher, dass der Bus hoffentlich noch nicht kommt… [lacht].
    Nee, ehrlich gesagt, ich weiß das nur vom Hören-Sagen. An der Haltestelle vor meiner Haustür (die im Moment allerdings eine Baustelle ist] fahren jedenfalls normalerweise so viele Busse in die von mir gewünschte Richtung, dass ich mir nicht mal die Mühe mache, auf die Uhr zu schauen. Irgendeinen Vorteil muss die Großstadt ja haben. Aber es ist natürlich auch schon vorgekommen (als ich noch keinen Androiden besaß) dass ich spät abends irgendwo an einer Haltestelle stand, schwer im Zweifel, ob der Bus, der laut Fahrplan in diesem Moment kommen müsste aber nirgendwo in Sicht ist, schon durch ist oder doch gleich in der Kurve erscheinen wird. Ein Online-Fahrplan, der genauso aktualisiert wird, wie die digitalen Anzeigen an einigen wichtigen Haltestellen, wäre da schon sehr hilfreich. Und angeblich soll das in Berlin so funktionieren. Das muss ich wirklich mal testen.

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  7. Dass mit der Visitenkarte ist der eigentliche Hintergedanke! Es macht sich ja kaum einer die Mühe, einen angegebenen Link abzutippen. Der QR-Code macht neugierig und funktioniert ohne halsbrecherischem Getippsel.

    Im Grunde ist dieses Posting eine Übung, um festzustellen, ob die Sache so läuft, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es läuft …

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  8. Das Werbeplakat ist grandios… man soll hingerichtet werden (also: der Blick) auf das in der Nähe (Region usw.), und dann aber ’n Fernglas…

    Na ja…

    (… nach wie vor bin ich im Wettbewerb „Unpassendster Kommentar des Jahres“…)

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  9. Na ja, der Kleine mit seiner Schweinsnase erinnert mich eher an das Sams … egal, das Plakat ist eher nebensächlich.

    (… mal schauen bezüglich Wettbewerb: klar, du bist nach wie vor im Rennen, und unter uns: du liegst ziemlich weit vorn … chchch)

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  10. G’schmarri! Habe echt lang überlegt, ob ich das Posting bringen soll, eben wegen dem Smartphone. Aber dann, natürlich, war die Herausforderung zu groß. Bin ja wirklich ein Smartphone-Junkie, doktere ständig herum und entdecke Neues.

    So einen QR-Code kannst du auch ohne dem smarten Dingens erzeugen … wohl aber nicht lesen bzw Apps drauf reagieren lassen. Ist halt eine Spielerei, vielleicht unnötiges Wissen, macht aber Spaß. Dir kann bzw. muss ich es ja sagen: scanst du mit dem Smartphone das Quadrat unter „Guckst du“, dann wird automatisch der Browser aufgerufen und du landest im oesiblog.

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  11. … ja, ich weiß… ich hatte mal Gelegenheit, so ein iPhone (von dieser Firma „Was mit Obst„, wie der grandiose Herr Gump bemerkte) etwas ausführlicher aus nächster Nähe zu begutfummeln – ich bin da mitnichten immun gegen… hat ja was, nich’… eine der wenigen Stellen, da ich mich denn doch gräme ob meiner Unterschichtigkeit… ach…

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  12. Hab auch nur ein Billigsdorfer, aber egal, die Apps laufen trotzdem. Das Ding hat zwar keine super Auflösung, Foto ebenfalls schwach, Speicher klein, Prozessor langsam. Wesentlich ist das, was du aus dem Ding rausholst.

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  13. Zum Glück bin ich (relativ) eine technische Nulpe und ziemlich uninteressiert, sodass ich mit meinem Handy zwar auch fotografieren könnte, aber aus telefonieren – selten – uns SMSen – noch seltener – nix weiter damit tun.

    So werde ich mich denn weiter mit Vergnügen (relativ) an der Quadratur des Kreises versuchen.

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  14. … na ja… und ’n Kindle wäre auch nicht schlecht… weil: das ist wirklich praktisch beim/zum Lesen… und selbst, wenn man sich die größte Mühe gibt beim Lesen von Büchern „unterwegs“, werden die doch immer beeinträchtigt, haben irgendwann Eselsohren usw…. mit Kindle wär das nicht passiert… abgesehen davon, dass ich z. B. nicht 20 Bücher mit mir rum schleppen kann… mit Kindle geht das – gewissermaßen…

    (… aber das ist eh‘ alles graue Theorie… irgendwann die nächsten Wochen werde ich eh‘ wieder anfangen zu knuffen – und spare ich was… ha…

    (… nich‘ so laut lachen…)

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  15. … na ja – das ist doch wieder mein altes Problem: Geschichten ausdenken… und dann noch solche in doppelten Sinne phantastischen… völlig Wurscht, ob SG 1 oder Sams oder was…

    (… ich bin völlig unkreativ… meine Berufung ist einfacher Arbeiter… – aber bisschen mache ich noch…)

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  16. Ich bin technisch auch keine Leuchte, weshalb ich mich mit relativ simplen Themen beschäftige. Oder aber mit solchen, wo du mit vergleichsweise geringem Aufwand eine Aufmerksamkeit erregen kannst. Zumindest bei jenen, die sich noch weniger auskennen als du selbst …

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  17. Einerseits bin ich ebenfalls bekennender Androide, andererseits gibt es da auch ein (grapho)DINOisches Element: Ich betreibe bis heute das erste auf dem deutschen Markt erschienene Android-handy und nach einigen Anlaufschwierigkeiten:
    http://www.manfredkonradt.de/2009/04/18/ersten-monate-google-handy-blog-5967087/
    bin ich mit dem Gerät inzwischen hoch zufrieden.

    Vor ungefähr einem Monat bekam ich ebenfalls Lust das Geheimnis der Quadrate zu ergründen. Auch eine entsprechende app habe ich auch schon installiert. Nur wie man ein solches Quadrat „erzeugt“ und in eigene Publikationen einbaut – diese Erkenntnis hast du mir voraus. Verrätst du mir wie das geht?

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  18. Nun, mit dieser Webseite kannst du deinen eigenen QR-Code erzeugen.

    Unter „URL“ habe ich einen Verweis auf den oesiblog gemacht, abgespeichert und auf meine Visitenkarte gedruckt.

    Den seriöseren Zeitgenossen empfehle ich „vCard“. Da kannst du deinen Namen, Anschrift, Telefonnummern, ect. speichern und auf deine Visitenkarte drucken. Wird sie eingescannt, fragt dich Android, ob du diese Daten zu deinen Kontakten abspeichern willst. Das lästige Eintippen von neuen Kontaktdaten entfällt also …

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  19. Also für mich ist das Kindle nix, ich mag eher nur ein Gerät haben, das alles kann.

    Für dich, als Leseratte, sieht es freilich anders aus.

    (… mit einem Kindel hättest du gleichzeitig die aufkeimende Frage nach der Bezeichnung „Oppa“ geklärt … chchch …)

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  20. Ich habe irgendwann mal vor paar Jahren zufällig einen Film mit dem Sams gesehen… das spielte in so einem schönem altem Eckhaus an einem schönem altem Platz… aber an die Handlung kann ich mich nicht mehr erinnern…

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  21. Leseratte wäre schön – is‘ ja nich‘ mehr (nein, ich will nicht wieder jammern, aber es ist einfach so; derzeit geht es aber gerade wieder, ich habe paar ergötzlich Textwerke durchaus rezipiert mit einigem Entzücken)…

    … ein Gerät, das alles kann… – also ’ne Frau…

    Sooorry!

    (… buuuh… Machos raus…)

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  22. Bamberg, werter Herr, das Samschen spielt in Bamberg. An die Handlung kann ich mich auch nicht erinnern, wohl aber daran, dass ich an diesem Platz vor ein paar Wochen vorüber geschlendert bin. Ist natürlich dementsprechend beschildert …

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  23. Ja, aber ich habe doch gesagt, dass das schon lange her ist mit der diesbezüglichen Rezeption…

    (… Bamberg ist voll cool altstädtisch, was das Altstädtische… habe ich das erstaunlichste Stück Schwarzwälder Kirsch in meinen Gierschlund praktiziert…)

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  24. In Bamberg gibt’s ein österreichisches Restaurant mit dem schönen Namen Ö drei. Der Chef, freilich ein Ösi, wurde als der beste Wiener-Schnitzel-Koch Deutschlands ausgezeichnet. Vor einigen Jahren war der Ösi dort zum Essen. Super. Aber zu Preisen, wo du schon eine mittlere Rinderzucht kaufen kannst …

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  25. Schnitzel (lat. etwa caro planus vindobona), jenes flunder-flache Etwas mit einer Zitronenscheiben oben drauf, das, je flacher es ist, umso teuer verkauft wird, meist paniert und beilagenhaft garniert, mit dem Fleischschlägel vorgeklopft garantiert, hat der Ösi seit Jahren nicht mehr goutiert, weil er sich ziert, allzu Ösisches außerhalb seiner Landesgrenzen zu gierschlunden …

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