Wombats

Letztes Mal ging es bei den Alpha-Tierchen schon ziemlich tierisch zu. Wir bleiben beim Thema und befassen uns heute mit dem W-Tierchen, also Weh wie Wombats.

Die Wahlen sind längst vorüber, die üblichen Stümper sind einem Weihnachtswunder gleich an der Macht geblieben und Herr Ösi kann sich, den zeitlichen Abstand berücksichtigend, dem Wombats-Thema nähern, ohne gleich in den Verdacht der Wahlmanipulation oder einer Parteizugehörigkeit zu geraten.

Tatsächlich ist eine Partei dafür eingetreten, dass ein Wombats in einen jeden Haushalt gehört.

Genau an dieser Stelle setzt beim Herrn Ösi das Denken ein.

Ist also derdieoderdas Haushaltswombats genauso alternativlos wie die unzähligen Euro-Rettungspakete? Wird uns derdieoderdas Wombats genauso ungefragt vor die Nase gesetzt wie dereinst der Euro? Kann ich dendieoderdas Wombats ablehen oder mache ich mich NSA- und somit terrorverdächtig, wenn ich die Annahme des DHL-Wombats-Paket ablehne?

Fragen über Fragen, aber keine befriedigenden Antworten.

Und wie sieht es mit der Sauberkeit der Viecher aus? Fäkaliert mir derdieoderdas Wombats quer durch die Wohnung und hinterlässt eine Schneise des Shits und der Verwüstung? Oder kann ich beim Bundesverfassungsgericht eine Lizenz erwerben, die mich berechtigt, demderoderdem Wombats beim Urinieren, das ja statistisch gesehen genauso lange dauert wie beim Fuchs oder beim Elefanten, nämlich ungefähr exakt 21 Sekunden, kann ich also demderoderdem Wombats während der Urinierungsphase mit einem schweren Gegenstand eins drüber braten ohne anschießend dem Kadi vorgeführt zu werden?

Herr Ösi weiß es nicht.

Die Wombats-Problematik, so viel ist sicher, treibt die staatliche Einmischung in die Privatsphäre seiner Bürger in eine neue, bisher unbekannte Runde. Und das kann ja wohl keiner gut heißen … Wehret den Anfängen!

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10 Gedanken zu “Wombats

  1. Wombat klingt irgendwie nach Kampfratte… ich vermute, das ist das letzte Aufbäumen der Piraten im Angesicht des drohenden Untergangs – im Grunde eine sehr clevere Idee: die Wombat-Warrat verlassen das sinkende Schiff und entern die Haushalte, die gestrandeten Piraten retten sich ans sichere Ufer, machen sichs dann auf dem Sofa der gekaperten Häuser gemütlich, glotzen WM und fressen den Kühlschrank leer…

    Wo kann man sich Viecher die nochmal besorgen?

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  2. (… das ist ja der Lauf der Dinge… Frau K. von den Grünen hat sich vor paar Monden über die Piraten mokiert und dabei völlig ausgeblendet, dass Ihre Partei nicht unähnlich angefangen hat, ich sage nur: Turnschuhe… so ist das Leben… bla bla…)

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  3. Also, laut Wikipedia besitzen Wombats „einen sehr langsamen, extrem effizienten Stoffwechsel. Um eine Mahlzeit zu verdauen, brauchen sie bis zu 3 Tage. Wombats gehören zu den effizientesten Wasserkonsumenten unter den Säugetieren. (Zum Vergleich: die ebenfalls an australische Verhältnisse angepassten Kängurus verbrauchen viermal soviel Wasser.)“.

    Das klingt ja schon mal net so schlecht. Davon abgesehen sind sie irgendwie doch niedlich, GIB ES ZU, bloß graben sie gerne, und beißen tun sie auch, wenn ihnen was net passt, da müsstest du dich mit deinen eigenen Gewaltanwandlungen schon beeilen. Ansonsten gibt es weit schlimmere WG-Bewohner, ich sage nur human beings.

    Aus dem Blickwinkel der Vorbeugung gegen Vereinsamung könnte mancher Bürger mit Haustierpräferenzen dem Vorschlag vielleicht was abgewinnen. Käme er nicht von einer Partei, würde ich mich doch glatt damit auseinandersetzen – aber rein aus Gründen der Verzückung und erst ab einem gewissen Alter (also in Rente, Pension oder was auch immer, statt Kreuzfahrt quasi). Über Art und Kosten des Versands müsste man dann allerdings noch diskutieren …

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  4. @ChrisK

    Wenn du die Piraten meinst, die gibt es in ganz Deutschland, allerdings bloß im einstelligen Prozentbereich.

    Die Wombats wiederum sind eher in Australien anzutreffen, bzw. auch bei OBI links von der Giftschlangen- und Vogelspinnenabteilung.

    @Dino

    Der Lauf der Dinge … von barfuß nach Turnschuh nach elegantem Lackschuh nach Pantoffel und zurück zu barfuß. Manche Herrschaften und -Innen überspringen dabei die eine oder andere Station …

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  5. Zugegeben: putzig sind die Viecherln schon. Und bei der virtuellen Gewaltanwendung hat mein Herz ein bisschen geblutet.

    Von der Effizientseite her könnten wir einiges von ihnen lernen, was aber der Industrie gar nicht gefallen würde.

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  6. „Staatliche Einmischung in die Privatsphäre…“ – sicher die gibt es – auch in skuril erscheinenden, unangenehmen Formen.
    Du lehnst sie ab, aber in der Persiflierung steckt eine gehörige Portion Fatalismus. Letzlich nimmst du die „Einmischung“ resigniert hin.
    Mein erster Gedanke nach der Lektüre deines Posts: Weshalb geht der demokratische Staat immer noch so mit seine Bürgern um wie der wilhelminische (habsburgische) Obrigkeitsstaat. Weshalb wird immer noch demonstativ „angeordnet“, „verboten“ oder „vorgeladen“?
    Könnte man daran nicht doch etwas ändern?

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  7. Resigniert hinnehmen tu ich gar nix. Wenn der Aufruf „Wehret den Anfängen“ zu lasch sein sollte, dann hätte ich wohl zum Volksaufstand, zur Revolution und zum Umsturz der aktuellen Politikerkaste aufrufen müssen, um deinem Vorwurf der Resignation zu entgehen …

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  8. Das sollte kein Vorwurf sein und Volksaufstände scheinen mir auch der falsche Weg. Es geht um den Umgang miteinander, um ein Bewußtsein, das wir alle voneinander abhängig sind und uns das Leben gegenseitig leicht machen sollten.

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  9. Nun ja … dazu ist er ja angetreten, der oesiblog, um sich selbst und allen, die es wollen, das Leben leichter zu machen bzw. andere Sichtweisen aufzuzeigen. Aber ein Kindergeburtstag ist er auch wieder nicht, weshalb mitunter schonungslos …

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