Bombig

Berlin, Bundeskanzlerinnenamt:

Kaum hatte die regierungseigene Propagandazeitschrift DER SPIEGEL einen Artikel über die angebliche Flugzeugbombe von Scharm al-Scheich veröffentlicht, gelang den deutschen Sicherheitskräften ein spektakulärer Zugriff.

Bombe

Sichergestellte thermonukleare Lebkuchenbombe – Foto: Herr Ösi

Im Stadtteil Mövenpick, in einer nicht genannt werden wollenden Stadt, so Innenminister Thomas die Misere – O-Ton: ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern, wie er glaubhaft versichert – gelang den Beamten die Sicherstellung einer äußerst aggressiven thermonuklearen Lebkuchenbombe. Der Sprengsatz, so die Spezialisten vor Ort, hätte das Zeug dazu gehabt, unseren Planeten in zwei bis drei Teile auseinander zu reißen.

Ein Individuum, das unter dem Decknamen „Herr Ösi“ agiert und mutmaßlich als der Erbauer der Bombe gilt, ist weiterhin auf freiem Fuß. Während die Fahndung auf Hochtouren läuft, wird die Bevölkerung gebeten, bei Erkennung des Flüchtigen nicht eigenmächtig einzugreifen, sondern die Polizei zu informieren. Warnung: der Verdächtige ist mit einem Samsung Galaxy S3 Mini bewaffnet und zögert nicht, sein Smartphone jederzeit einzusetzen.

In einem sichergestellten Erpresserschreiben fordert „Herr Ösi“ alle Regierungen dieser Welt auf, seinen – in der Tat – geschmacklosen oesiblog unverzüglich als Schullektüre zu etablieren und in sämtliche verfügbare Sprachen zu übersetzen.

Ein vorläufig erstelltes psychologisches Gutachten weist Herrn Ösi als einen laut Regierungsmeinung therapiebedürftigen Menschen aus, der weder mit der deutschen noch mit der europäischen Innen- Außen- und Gesamtpolitik einverstanden und zufrieden ist.

Zweckdienliche Hinweise bitte unter …

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6 Gedanken zu “Bombig

  1. Bombe.
    Ich habe mich dahingehend aufklären lassen, es auch selbst erlebt und gehört, dass dieser Ausruf jetzt die Worte „geiil“, „supergeil“ oder „hundsrattengeil“ ersetzt. Nicht etwa „bombig“, sondern schlicht und ergreifend:
    Bombe.

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    • Ja, der Ösi gehört eben zum alten Eisen. „Hundsrattengeil“, wohl die Steigerung von „affengeil“ hat er noch nicht gehört, obwohl die moderne Gentechnologie heutzutage interessantere Mischungen als die Kreuzung eines Hundes mit einer Ratte hervorbringen könnte, z. B. „seegurkenringelnatterhamstergeil“ und ähnliches. Aber „Bombe“ mit „geil“ gleichzusetzen findet er doch eher unpassend. Dann bitte schön eher „Lebkuchen“ für „geil“ oder, jetzt wieder ganz der Alpenländer: „Sacher Torte“ …

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    • Hmm, „Sacher Torte“ klingt aber nicht so durchschlagend.
      Hier im Norden würde der Jungspund noch steigern:
      Ey, krass, echt „Bombe“, wa.
      Der alte Scheißer würde in die schlürfendnen Geräusche bei Lüttjer Lage (Bier und Korn) hinein murmeln:
      Verdammi, verdorri, „Bombe“, Himmel, Arsch und Zwirn.

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    • Ihr habt Bräuche. Das Lüttjer Lage musste ich erst mal youtuben. Da musst du nicht nur trinkfest sein, sondern auch noch fingerfertigst akrobatisch veranlagt. Da ist das bloße Ausrufen von „Sacher Torte“ ein Klacks dagegen. Aber wohl nur in und um Wien herum zulässig, wenn überhaupt …

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