Schräg & bunt

 

GifÖsi

 

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4 Gedanken zu “Schräg & bunt

  1. Lieber Herr Ösi,
    man liest aus Ihrem Text nicht nur die Lust für das Bunte und die Schräglage, sondern auch das Gelingen. Vor allem, dass es aufwärts geht (wenn man wie üblich von links nach rechts den Text betrachtet), vermittelt dem Leser Hoffnung und Zuversicht. Da ist dann der Inhalt nicht so entscheidend, da mir als Leser vor allem die farbenprächtige Darbietung des Textes ins Auge fällt und ein Wohlgefühl auslöst. Dass Sie dabei nicht Rot / Weiß gewählt haben, sondern eine rotähnliche Farbe und ein eher gelbes Weiß, macht die Sache noch erfrischend unpolitisch. (Ein Schwarz, Rot, Gelb hätte ich sowieso nicht erwartet – das wäre wohl etwas zu viel verlangt?!
    Gruß Heinrich

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    • In der Tat, lieber Herr Heinrich, habe ich mir das Ganze, wie Sie sofort erkannt haben, nicht einfach gemacht, denn einen Text, noch dazu einen schrägen, sollte der Schreiber, sofern er dazu geneigt ist, ihn zu verfassen, nur schräg und nicht anders darstellen, was unverzüglich, nachdem die Waagrechte nun schon mal eliminiert ist, die wesentliche Frage aufwirft, ihn, den Text, schräg aufwärts oder schräg abwärts zu setzen, wobei die Rolle der Balance, also sowohl die des Schreibers als auch die des Lesers gleichwohl im Vordergrund steht. Der aufwärts gerichtete Text strahlt natürlich ein positives Empfinden aus, wobei peinlichst darauf zu achten ist, ihn nicht zu steil anzusetzen, ihn nämlich mit einer Steighöhe zwischen 10 und 20 Grad zu platzieren, was nicht nur für eine gefällige Optik sorgt, sondern, im Falle des unerwarteten Absturzes, die Flughöhe vermindert und so gewissermaßen einen unfreiwilligen Sturz gefühlvoll abfedern soll. Die Farben, das war von vornherein klar, mussten möglichst bunte wenngleich politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell zwar nicht korrekte aber doch unverfängliche sein, was gewisse Einschränkungen automatisch nach sich zieht, jedoch durch unablässiges Geflimmer im Text die Aufmerksamkeit der meisten Leser, aber nicht die Ihre, in eine völlig andere Richtung lenkt. Dass bei all diesen Überlegungen und Abwägungen der wahre textliche Inhalt des Postings eher auf der Strecke bleibt, bitte ich zu entschuldigen.

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  2. Das ist ja das Geniale! Den eigentlichen Text nicht vorzuschreiben. So viel Freiheit hat noch nie ein Leser gehabt. Sicher ist das zunächst ungewohnt, da wir so erzogen wurden, dass uns alles vorgeschrieben wird. Sie haben aber mit dieser neuen Ausrichtung den Weg gewiesen, die Leser zu ermutigen, ihre Phantasie nicht nur zu benutzen, sondern sie frohen Herzens auszuleben.
    Ich beneide Sie, wie Sie kurz und knackig, diese komplexe, mehrdimensionale Betrachtungsweise unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen erklären! (An die Steilheit hätte ICH NICHT gedacht!)

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    • Nun ja, mit jedem Text, den wir verfassen, vertreten wir eine Meinung, die, ob wir es wollen oder nicht, den Leser auf irgend eine Art und Weise beeinflusst. Man könnte es auch als Manipulation bezeichnen. Gerechter, wenn man es so sagen kann, wäre es wohl, einfach nur Worte vorzugeben, die ein jeder dann nach eigenem Gutdünken in die jeweils gewünschte Richtung interpretieren kann.
      Ich danke Ihnen vielmals für diesen Hinweis und werde den Gedanken unverzüglich weiterentwickeln …

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