ÖsiLeaks

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12 Gedanken zu “ÖsiLeaks

  1. Lieber Herr Ösi,
    Sie sind ja seit Generationen nicht nur als furchtloser, investigativer Journalist bekannt, sondern für Enthüllungen aller Art. Was soll man also dem Meister selbst sagen, was er nicht schon weiß?
    Mich hat der leere Briefkasten allerdings nicht verwundert. Wenn ein Fernsehteam bei mir anrücken würde, um meine Firma oder auch nur mein Zimmer zu filmen, müsste ich auch erst mächtig aufräumen – bis hin zum Leerräumen. Wobei es dann ja nix mehr zu filmen gibt. Schwierige Entscheidung.
    Gruß Heinrich

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  2. „Filmkritik“ des panamatoesken Dokuthrillers „OesiLeaks“:
    Gebannt sitzt der Zuschauer in seinem Fernsehsessel (wenn er nicht bereits im Knast sitzt), um neuen Enthüllungen entgegenzufiebern. Die Spannung ist greifbar, als sich eingangs ein undefinierbares Surren in den Vorspann mischt. Großaufnahme. Gekonnt wird vom R-Oesi-sseur die Kameraperspektive gewählt. In unaufdringlichem Grau rückt ein breiter, sauber geputzter Briefkastenmund in die Bildfläche. Daraus aber zu schließen, hierbei handele es sich um eine Geldwäscherfirma, halte ich für fehlinterpretiert. Ein kleines Schildchen mit der klaren Aussage „Werbung, nein danke“ weist den Betrachter höflich darauf hin, dass Werbeunterbrechungen in diesem Film nicht erwünscht sind.
    Die Öffnung der Briefkastenklappe wird bewusst mehrmalig wiederholt, um den Spannungsaufbau langsam zu steigern. Den Zuschauer reisst es aus dem Sessel… in den er jäh wieder plumpst, als er erkennen muss, dass statt brisanter Dokumente ein blanker Hohlraum offenbart wird. Die anschließende Einblendung „Leak mich am Arsch“ (in klaren serifenlosen Lettern gehalten) zeigt, dass Erwartung und Ergebnis oftmals weit auseinanderklaffen. Der Betrachter wird zum Nachdenken animiert und durch das Wort „Leer!“ nochmals eindeutig darauf hingewiesen, dass hier wirklich nichts zu holen ist. Der Künstler gibt sich im Abspann bescheiden und deklariert sein oscarreifes Meisterwerk als Schwachsinn. Diese noble Tiefgründigkeit endet mit einem dezenten Verweis zur Homepage des Künstlers. Das anfängliche undefinierbare Surren setzt erneut ein und entlässt den nachdenklich,irritiert, amüsierten Zuschauer. Fazit: Briefkästenfirmen gibt es nur in Panama and the Oscar goes to Oesi. Die Kritik schrieb ein unkritischer Steuerhinterzieher aus Malibu.

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    • Liebe(r) Frau / Herr Mallybeau Mauswohn,

      eine brillantere, zutreffendere und ausführlichere Filmkritik hätte selbst ein Hellmuth Karasek – Gott hab ihn selig – nicht schöner als Sie formulieren können.
      Drücken Sie mir bitte die Daumen, dass der Streifen an der Croisette zu Cannes mehr einfährt als nur ein vertrocknetes Croissant. Es muss ja nicht gleich die goldene Palme sein. Eine grüne würde auch reichen.
      Und wenn nicht … jetzt wo Panama mit samt seinen Briefkästen in Verruf geraten ist, bietet sich ein dezent grauer, peinlichst gewienerter, höchst glänzender Briefkasten für die Schönen und vor allem für die Reichen dieser Erde zum Deponieren ihrer Gelder und Wertgegenstände geradezu an.

      Herzlichen Dank
      Herr Ösi

      (PS: über Ihr Honorar für Ihre unschätzbaren Dienste sprechen wir gesondert)

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    • Werter Herr Oesi!
      Ich hoffe sehr, zu Ihrem anstehenden Weltruhm unterstützend beigetragen zu haben. Sollte es nicht zu einer goldenen Palme reichen, würde ich Ihnen eine Ferienwohnung unweit meiner von, wenn auch nur grünen, Palmen umringten Briefkastenfirma in Malibu offerieren. Einen goldenen Briefkasten haben Sie sich allemal verdient.
      Sonnige Grüße aus Malibu sendet
      Mallybeau Mauswohn

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  3. Pingback: Überall tropft und leckt es! | Heinrichs Blog

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