Herr Ösi geht in die Luft

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12 Gedanken zu “Herr Ösi geht in die Luft

  1. Katastrophenflug 329

    Blackboxauswertung:
    Wie soeben mitgeteilt wurde, liegen die Daten des Flugschreibers vor und konnten wie folgt ausgewertet werden:
    Die Maschine 329 war am 22. August 2016 um 9.28 Uhr bei strahlendem Sonnenschein von Ösiland Richtung Ösiblog gestartet, wo Herr Ösi seinen neuen Song „Mister Ösi please“ präsentieren wollte.
    Die Lufthanserln hatten Herrn Ösi seinen Privatjet „Super Connie“ zur Verfügung gestellt, nach seinen Wünschen mit rot-weißen Polstersitzen ausgestattet, damit er in aller Ruhe seine Songpräsentation vorbereiten konnte und nicht von anderen Passagieren belästigt wurde.
    Ein wenig überraschend wurde Herr Ösi gleich beim Betreten der Maschine per Lautsprecher wieder zu Ausgang 99 gebeten. Ein Lächeln huschte über des Künstlers Gesicht, da hatte sich wohl jemand einen Scherz erlaubt. Unbeirrt schritt er voran und wurde sogleich mit chilligen Grooves von zwei Feuerlöschern empfangen. 599 Sitzplätze für sich alleine und den schönsten Panoramablick aus dem Fenster. Das sah nach einer vielversprechenden Reise aus. Doch nach etwas mehr als einer Minute wurde Herr Ösi von der Flugschubse gebeten, sich dringendst zum Piloten zu begeben. Und als hilfreicher Ösianer begab sich der vielbeschäftigte Globetrotter durch die 19 Gänge des Luxusjets Richtung Cockpit. Und was musste er da kopfschüttelnd feststellen? Man hatte ihm tatsächlich erneut einen Dummie hinters Steuer gesetzt, der nun völlig überfordert, ob zu viel Plastikmasse im Gehirn, das Flugzeug in eine brenzlige Situation gebracht hatte.
    Herr Ösi blieb jedoch zunächst völlig cool, ignorierte die Hilferufe und sah sich in aller Ruhe „The flying Octoberfest“ auf seinem 3×3 Meter großen Flatscreen an. So schlimm konnte es nicht sein und die gute Laune hat sich ein Ösianer schließlich noch nie verderben lassen. Nicht durch so eine Kleinigkeit.
    Nach geraumer Zeit begann der Jet dann aber doch heftig zu schwanken und schlug einige Purzelbäume hoch über den Wolken. Gekonnt sprintete Herr Ösi erneut Richtung Cockpit, während die Flugschubse, akustisch mittlerweile gut durchgeschüttelt, ihren einzigen Passagier anflehte, sich umgehendst zu Ausgang 99 zu begeben. Genervt von der hysterischen Dame und noch immer über seinem Präsentationskonzept für den neuen Song grübelnd, rief Herr Ösi beschwichtigend: „Jaja, ich komm ja schon.“

    Dies waren die letzten Worte, die von dem Flugschreiber aufgezeichnet wurden, anschließend konnte nur noch Bandsalat gegessen werden. Die Bloghüttenbewohner sind nun in größter Sorge, ob es Herr Ösi noch rechtzeitig geschafft hat, dem dummen Dummie aufzuzeigen, wie man ordnungsgemäß diesen Privatjet landet. Zwar setzt man das größte Vertrauen in seine vielseitigen Fähigkeiten und weiß, dass auch die „Super Connie“ ihn nie im Stich lassen würde, doch bisher gilt die Maschine als verschollen. Die Bloghüttenbewohner sind ratlos. Bestürzt fallen einige in Schockzustände, Herr Heinrich knabbert besorgt an seinem Hut, während die Kuh aus Malibu ununterbrochen den Himmel filmt, in der Hoffnung, dort irgendwo die „Super Connie“ nebst Herrn Ösi zu erblicken.

    Mister Ösi please … come back to your Ösiblog … Mister Ösi please contact … beware when landing … Mister Ösi please … we need you as a whole person, not as a crash test Ösi.
    Mister Ösi please … contact …

    Over and out
    Airport Malibu
    Mike-Alpha-Lima-Lima-Yankee-Bravo-Echo-Alpha-Uniform 🙂

    Gefällt 4 Personen

    • Im Bauch der abwärts trudelnden Super Connie.

      Flugschubse: Herr Ösi, wir müssen schnellstens raus aus dem Flieger! Helfen Sie mir mit dieser verflixten Hiebetür. Sie klemmt.
      Herr Ösi: Wie war doch gleich das Zauberwort?
      Flugschubse: Herr Ösi … bittebitte.
      Herr Ösi: So gefällt es mir besser. Nur weil wir mal nicht im gewohnten Tagesablauf stecken, wir abseits der Routine und der ausgetrampelten Pfade uns befinden, abseits von Zivilisation und auf uns allein gestellt, ist dies kein Grund, auf die gute Kinderstube zu verzichten. Herr Knigge sagte bereits 1788, es war, glaube ich, der 22 August, also genau heute vor …
      Flugschubse: Die Ür, sie bewegt sich. Wir schaffen das. Ich werde zur Flughubse.
      Herr Ösi: Was täte ich ohne Sie?
      Flughubse: Springen! Herr Ösi, springen Sie!
      Herr Ösi: (springt) Ziemlich kalt hier draußen, finden Sie nicht?
      Flughubse: (springt hinterher) Äh … Kacke …
      Herr Ösi: Habe ich da etwa Kacke gehört?
      Flughubse: Was haben Sie gehört?
      Herr Ösi: Mir war, als hätte jemand das Wort Kacke von sich gegeben.
      Flughubse: Nein … also! Nun schauen Sie mich nicht so vorwurfsvoll an. Ich habe nicht Kacke gesagt.
      Herr Ösi: Seit wann machen Sie den Job?
      Flughubse: Seit heute morgen. Genau genommen bin ich Praktikantin.
      Herr Ösi: Sie erinnern mich an jemand. Aber an wen? Lassen Sie mich nachdenken.
      Flughubse: Fräulein Saftschubse vom oesiblog?
      Herr Ösi: Richtig, wie konnte ich sie vergessen.
      Flughubse: Also, ich fand die Sequenz einfach großartig, in der sie mit der Kettensäge …
      Herr Ösi: Ich unterbreche Sie nur ungern in Ihren Ausführungen, aber der Boden kommt rasch näher. Reichen Sie mir den Fallschirm.
      Flughubse: Fallschirm, nun ja … Der Fallschirm wird erst in der zweiten Woche meiner Einarbeitung von zentraler Bedeutung sein.
      Herr Ösi: Wollen Sie damit sagen …
      Flughubse: Es tut mir leid.
      Herr Ösi: Da hätten wir gleich im Flieger bleiben können. Dort war es weniger zugig. Was machen wir eigentlich hier draußen?
      Flughubse: Vorsicht! Da kommt was von oben.
      Herr Ösi: Ich werd narrisch, der Dummie-Pilot.
      Dummie-Pilot: (blechern) Darf ich den Herrschaften die Fassschirme überreichen.
      Herr Ösi: Sie meinen wohl die Fallschirme. Geben Sie schon her. Danke!
      Dummie-Pilot: Sehr wohl, die Fassschirme.
      Flughubse & Herr Ösi: Wir danken.
      Dummie-Pilot: Logbuch, Eintrag 3857, die Fassschirme rechtzeitig übergeben. Over and over.
      Herr Ösi: Und Sie?
      Dummie-Pilot: Egal. Ich werde ja eh nach dem Aufprall in meinen alten Beruf zurückversetzt. Da war ich eine Seepuppe aus Plastik.
      Herr Ösi: Sie meinen wohl eine Sexpuppe.
      Dummie-Pilot: Sehr wohl, eine Seepuppe.
      Flughubse: Happy landing Mister Dummie.
      Dummie-Pilot: So was dummes aber auch …
      Flughubse: Früher gab’s noch Personal aus Menschenmaterial.
      Herr Ösi: Die uns nie und nimmer die Fassschirme nachgereicht hätten.
      Flughubse: Sie meinen wohl die Fallschirme.
      Herr Ösi: Sehr wohl, die Fassschirme.
      Flughubse: Sehen Sie da unten den Feldweg und die Spürhunde?
      Herr Ösi: Das ist die Bloghüttenalm. Wir sind gerettet!

      Werte Frau Mallybeau,
      jetzt, wo wir von Ihren Spürhunden gerettet und mit einem Erstversorgungsschnapserl gelabt den Weg Richtung Malibu-International-Airport antreten, finde ich endlich die Zeit, Ihnen zu Ihrer grandiosen Berichterstattung zu danken. Wie gewohnt haben Sie das zwischen den Zeilen verborgene oder – besser – das zwischen Bild und Ton versteckte Wesentliche in bravouröser Art und Weise herausgearbeitet, so dass sogar die robusten Rettungshunderln unter Atemnot leiden. Wir werden uns unverzüglich um die Tierchen kümmern …

      Herzliche Grüße
      Ihr
      Herr Ösi
      (die Constellation war alles andere als Super connie-te aber dank Ihnen gemeistert werden … 🙂 )

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    • Lieber Herr Ösi!
      Was bin ich froh, dass Sie wohlbehalten auf der guten alten Erde gelandet sind und sich bravourös wie James Bond ohne Fassschirm durch den Luftraum gekämpft haben.
      Und mit den Schubsen, ob Saft oder Flug, können Sie wirklich hervorragend kommunizieren, die haben Sie voll im Griff! Diese Dialoge warten ja geradezu darauf, in ein saftschubsenintoniertes Hörbuch gepresst zu werden. Obwohl, Ihre Stimme gefällt mir da dann doch wesentlich besser. Die Kettensägenkommunikation mit Ihrer Frau Saftschubse war in der Tat einsame Spitze!
      Nun werde ich Ihnen erstmal eine Brettljause zubereiten, wer so einen stressigen Tag hinter sich hat und sich dann noch um die Rettungshunde kümmert, der hat sich den Feierabend redlich verdient. Genießen Sie den festen Boden unter den Füßen, für Sie lässt sich auf der Alm extra noch ein schöner Sonnenuntergang blicken 🙂
      Herzliche Grüße
      Mallybeau Kuhschubse

      Gefällt 1 Person

  2. Herr Ösi, dankedanke, für diesen aufschlussreichen Dokumentarfilm! Extraklasse in Bild und Ton. Beneidenswert, so möchte ich auch mal ausgerufen werden, und auch noch mit „Herr Ösi, bittebitte!“ und „pleaseplease!“ Schade, dass dann der Flug so turbulent war. Es lag bestimmt am Piloten. Immer das gleiche Spiel mit diesen Kerlen:
    http://hessenschau.de/panorama/betrunkener-pilot-wollte-274-menschen-von-frankfurt-nach-sri-lanka-fliegen,pilot-betrunken-100.html

    Gefällt 2 Personen

    • Dankedankedanke, für diese lobende Rezension.
      Jetzt, wo an allen Ecken und Enden bezüglich Verpflegung und Komfort gespart wird, haben die Verantwortlichen eine Großoffensive der Höflichkeit gestartet.
      (Herr Ösi erwacht und erkennt, es hat sich bloß um einen Traum gehandelt hat … 🙂 )

      Gefällt 2 Personen

  3. Lieber Herr Ösi,
    da ich bei 2:40 kein Speibsackerln hatte, musste ich eine Alternative suchen, die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Das soll jetzt aber kein Vorwurf sein! Es ist nicht Ihre Schuld!
    Schuld haben immer die Eltern.
    Meine Eltern hätten mich frühzeitig auf eine Astronautenschule schicken können, dann wäre ich in solchen Situationen geübt, standfest und gestählt, und nicht so ein Weichei.
    Ich übe diese Woche noch einmal verschärft (96 Stunden Zentrifuge o.Ä.)

    und bin sicher, spätestens zum Wochenende fit zu sein. Bei Ihrem nächsten Flug wäre ich dann gerne wieder dabei!
    Wann hat man schon solche wundervollen Erlebnisse!

    Gruß Heinrich

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Herr Heinrich,
      mit Ihrem Drohnen-Kamera-Stabilisierungs-Ausgleichs-Mechanismus, kurz DKSAM oder so genannt, könnte man aus jedem abwärts trudelnden Flugzeug die schönsten, waagrechten Bilder zur Erde funken.
      Ich werde mir mal eine diesbezügliche Anschaffung zwecks weiterer Flugeskapaden durch den Kopf gehen lassen …
      Grüße
      Herr Ösi
      (die 96 Std Zentrifuge sollten Sie eher für die nasse Wäsche nehmen … 🙂 )

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