Schweitzer Orgel Käse

Tief in einer Schaffenskrise steckend … ereilt mich eine Auftragsarbeit des geschätzten Herrn Heinrich. Ich atme durch. Kicke meine Lethargie, die ich nie käuflich erworben habe, die mir in den letzten Wochen ungefragt zugelaufen ist, von der ich nicht behaupten sollte, sie wäre die meine, solang der rechtmäßige Besitzer dieser Lethargie nicht fest steht, mit dem linken oder rechten Fuß die Treppe runter, doing, doing, doing, hüpfend wie ein Ball rollt sie vor bis zum Dönerladen und biegt ohne sich ein letztes Mal umzuwenden um die Ecke.

Es geht um Albert Schweitzer. Da dieser Mann vieles war, nur eben kein Schweizer, wäre ich, sagt Herr Heinrich, der ich ebenfalls ein Nicht-Schweizer bin, bestens dafür geeignet, dem Tausendsassa Schweitzer eine kleine Ehrung oder etwas in der Art zuteil werden zu lassen.

Der 1. Juni ist nämlich nicht nur der Weltmilchtag, der Weltkindertag und vieles mehr, nein, nein, der 1. Juni ist auch der internationale Albert-Schweitzer-Welttag. Hätten Sie das gewusst. Nö, oder? Geben Sie’s zu.  Macht nix. Fast keiner hätt’s gewusst. Außer dem Herrn Heinrich freilich.

Wer sich nun genauer für Albert Schweitzer interessiert, kann sich hier gut informieren. Wir tun es nicht. Möchten allerdings auf sein Faible für Orgeln hinweisen, ungewöhnlich für einen Arzt, Orgeln die er nicht nur bauen ließ – wir denken an die berüchtigte Schweitzer-Orgel zu Straßburg – sondern auf denen er selbst gern mal, wenn er nichts Gescheites zu tun hatte, orgelte. Im Grunde sollte sich ein jeder Arzt das Orgeln rezeptfrei hinter die Ohren verschreiben, quasi als Ausgleich zu den unzähligen Krankheiten, die er behandelt … und oftmals erst beim pumperlgsunden Delinquenten hervorrufen muss, will  er seinen Kontostand erhöhen, was er, von unbändiger Gier getrieben, ständig will.

Zurück zur Musik. Erwähnenswert ist überdies die ungeheure Energie, die er in die Verbesserung des Geigenbogens investierte und hier wird einem jeden klar, wie viel Zeit der Mann zur Verfügung hatte, wenn Sie nun, in einer ehrlichen Stunde in sich gehen und die Frage beantworten, ob Sie jemals daran gedacht haben, den Geigenbogen zu überarbeiten, weil die von den Rosshaaren zwangsläufig herbeigeführten Kratzgeräusche Sie stören und hier dringend Abhilfe geschaffen werden muss. – Sehen Sie.

Weil ein jeder Patient eines Arztes mehr Humor besitzen sollte als der Doktor selbst – ich versichere hier eidesstattlich, kein Mediziner zu sein – und weil auch ich nix Gescheites zu tun hatte, habe ich nachfolgende, kleine Hommage an den großen Arzt komponiert, die sich orgelmäßig wie von selbst auf den Herzschlag des Menschen fokussiert, beziehungsweise auf jene Geräte, die selbigen überwachen sollen.

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17 Gedanken zu “Schweitzer Orgel Käse

    • Danke, lieber Lo

      Er stimmt sie an, des Bach’s Toccata
      alle tanzen: Mutter, Kinder, selbst der Vater
      und wie er orgelt, dieser unser Schweitzer
      groovt wie ein Deejay , ein Einheizer
      der Saal erzittert, die Menge bebt
      das ist Albert … wie er lebt!

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  1. Auszug aus einem verschollen geglaubten Brockhaus-Band:

    Es lebte einst irgendwo auf der Welt ein Herr Namens Albert Schweitzer. Und weil er keine Lust hatte, den lieben langen Tag Löcher in Käselaibe zu bohren und keine Berge von Schokolade in Silberpapier wickeln wollte, erschien ihm eines nachts im Traume, nein keine Fee, aber ein Mann mit Hut. Er nannte sich Herr Heinrich und suggerierte dem guten Albert, dass er einmal ein berühmter Mann werden, wenn er sich an den Bau eines Krankenhauses wagen würde. Dies war ein Wink des Schicksals. Und sogleich stampfte der eifrige Herr Schweitzer ein gewaltiges Gebäude aus dem Boden, um dort die Menschen gesund zu pflegen. Das Geschäft florierte. Kranke Menschen gab und gibt es schließlich immer. Stets muss mal ein Arm angenäht oder ein Bein amputiert werden. Und während die Angestellten des Herrn Schweitzer permanent Leben retteten, häuften sich die Moneten in Alberts Sparstrumpf an. Doch mit dem vielen Geld kam auch die Langeweile angetrottet, setzte sich neben Albert auf eine Bank und fragte: „Und was machen wir nun?“
    Tja, nun war guter Rat teuer. Doch erneut erschien Herr Heinrich im Traume und machte dem gelangweilten Albert das Orgelspielen schmackhaft.
    Und da ihm sein Traummännlein schon einmal eine gute Idee untergeschoben hatte, befolgte Herr Schweitzer auch diesen Rat und befasste sich sogleich mit dem Bau von Orgeln. Tag und Nacht arbeitete er in einem kleinen Schuppen direkt neben dem Krankenhaus, tüftelte an ausgefeilten Orgelvarianten und setzte dem Fass die Krone auf, indem er begann mit handgefertigten Geigenbögen auf der Orgel zu spielen. Dies klang recht eigenartig und hatte einen schlechten Einfluss auf die nebenan liegenden Patienten, die aufgrund der schrägen Töne reihenweise den Löffel abgaben. So konnte das nicht weitergehen. Also legte sich der verzweifelte Albert schnell auf sein Bett um zu schlafen. Im Traum wartete er erneut auf Herrn Heinrich, der pflichtbewusst erschien. Und natürlich hatte er eine Lösung parat.
    „Geh zu Herrn Ösi“ sagte er. „Bring Deine Orgelsammlung inklusive Geigenbögen mit. Er kann mit solchen Instrumenten besser umgehen als du. Derweil kannst du dich darum kümmern, dass dein Konterfei auf Briefmarken und Gedenkmünzen verewigt wird. Auch den Nobelpreis könntest du dir holen. Wie du siehst, bleiben dir noch zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung.“
    Und so kam es, dass diese seltenen Orgelinstrumente auf dem oesiblog landeten, wo sie sogleich von Kennerhand bedient wurden. Heraus kam ein einzigartiger Schweitzer-Orgel-Käse. Auf akustisch-ösische Art und Weise gelang Herrn Ösi einmal mehr eine bahnbrechende Hommage an den Mann, der es mit etwas Überredungskunst tatsächlich fertig gebracht hat, auf Gedenkmünzen, Briefmarken und sogar musikalisch verewigt worden zu sein. Überredungskunst? Weit gefehlt. Es war natürlich der werte Herr Heinrich, der hier die Fäden und dem Patient den Zahn gezogen hat. Wie gut, dass Experten wie Herr Ösi zur Stelle sind, wenn man sie braucht. Sonst wäre der gute Albert auf seinen Orgeln sitzen geblieben und alles wäre ganz anders gekommen.

    Lieber Herr Ösi!
    Glücklicherweise hatten Sie, wie Sie schreiben, nix Gescheites zu tun. Da rennt Ihnen die Welt natürlich gleich die Türen ein und bittet um Hilfe. Und siehe da, es hat mal wieder bestens funktioniert. Die nächste Weltsensation ist perfekt. Unser Almkäse Kasimir saß andächtig auf dem Rasen unterm Sonnenschirm und hat gemeinsam mit Macksi Maulwurf dem Schweitzer-Orgel-Käse gelauscht. Noch immer weilt er ergriffen im Freien und lässt die Käse-Klänge auf sich wirken. Von einer Schaffenskrise Ihrerseits kann unserer Ansicht nach keinesfalls die Rede sein. Eine künstlerische Pause braucht schließlich jedes Genie, bevor man binnen kürzester Zeit dazu aufgefodert wird, die Weltgeschichte in die richtigen Bahnen zu lenken.

    So gratulieren wir zu dieser fabelhaften Hommage und wünschen ein zauberhaftes Wochenende 🙂
    Mallybeau und Co.
    PS.: Wir setzen gerade ein Petition auf, dass Ihr Konterfei ebenfalls auf Gedenkmünzen und Briefmarken erscheint … vom Nobelpreis ganz zu schweigen …

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    • Liebe Frau Mallybeau,

      bevor ich gleich ausführlich auf den talentierten Herrn Schweitzer zu sprechen komme, vorneweg das Wichtigste:
      Ihre geniale Umsetzung der Oesiblog-Briefmarke hat mich zutiefst bewegt. Nicht dass Sie denken, ich wäre eitel oder hätte gar einen übertriebenen Drang zur Selbstdarstellung … aber mit diesem Kunstwerk haben Sie exakt jenen Punkt in mir getroffen, der mich ein paar Zentimeter größer, ein paar Jahr jünger, einige Kilos leichter, kurz: mich umgehend und allumfassend stolz und glücklich macht. Dafür meinen herzlichen Dank.
      Da ich aus gut informierten Kreisen weiß, dass in der Alpenrepublik zur Zeit die Erneuerung der Briefmarken zwischen 72 ⅜ und 79 ½ Cent anstehen, habe ich unverzüglich Ihre vorzüglichst designte Oesiblog-Briefmarke für den 75 Cent Bereich eingereicht und werde zur Markentier-Markenbeauftragten weitergeleitet.
      Markentier-Markenbeauftragte?
      „Es ist so“, sagt die Dame, „die Selbstdarsteller-Briefmarken werden wir erst ab 2033 wieder auflegen, weil wir sooo viele davon haben, also viel viel mehr, als jemals auf den Briefen aufgeklebt werden können. Weshalb wir aktuell unser Augenmerk auf die Herausgabe von Markentier-Briefmarken lenken, die ja ziemlich unterrepräsentiert sind.“
      „Markentier-Briefmarken?“, frage ich zurück.
      „Ja, Markentier-Briefmarken“, sagt sie, „zum Beispiel Kermit, der Frosch, oder Flipper, der Delfin, oder Herr Nilsson, das Totenkopfäffchen, Bugs Bunny, Micky Maus, Paulchen Panther und so weiter. Hier klafft eine enorme Lücke zwischen der Nachfrage und dem tatsächlichen Bestand.“
      „Didi …“, stammle ich.
      „Didi?“, so die Markentier-Markenbeauftragte verblüfft, „einen Didi kenn ich nicht.“
      „Didi, die Maus“, sage ich leicht gereizt, „Meine Maus!“
      „Tatsächlich“, so die Dame, „ist auf ihrer Marke eine Maus zu erkennen. Übrigens ein wirklich tolles Design. Mindestens Warhol oder Lichtenstein, würde ich sagen.“
      „Weder noch“, entgegne ich, „Mauswohn, Mallybeau Mauswohn!“
      „Doch nicht die Mauswohn aus Malibu?“
      „Genau die!“
      Der Markentier-Markenbeauftragten fällt hörbar die Kinnlade runter.
      „Das hätten sie nicht erwartet“, gewinne ich Oberwasser.
      „Ein Mauswohn Einzelstück?“ Sie taumelt etwas.
      „Bis jetzt schon. Und damit wertvoller als eine jede Blaue Mauritius“, triumphiere ich.
      „Leider muss das Markentier mindestens 80 % der Markenoberfläche ausmachen. Das sagt die Kommission. Und die ist da überaus pingelig. Bei ihnen ist das nicht der Fall. Also, sorry.“
      „Dafür ist meine Maus, der Didi, aber gleich drei Mal abgebildet“, wende ich ein, „egal, wie verkehrt rum oder wie dämlich ihre Kunden die Marken aufkleben, der Didi schaut ihnen fast immer ins Antlitz. Das dürfen sie nicht vergessen.“
      „Feierabend! Kommen sie 2033 wieder“, sagt die Markentier-Markenbeauftragte und fährt den Rollladen unvermittelt herunter.
      Eine Unverschämtheit. Die Sache wird vor dem staatlichen Oberlandesgericht in Ternitz ein Nachspiel haben …

      Liebe Frau Mallybeau,
      den Kampf um „unsere“ Briefmarke werde ich mutig weiterführen bis in die allerhöchsten Instanzen hinauf. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer reizenden Truppe ein herrliches Pfingstwochenende.

      Herzliche Grüße 🙂
      Herr Ösi

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    • Lieber Herr Ösi!

      Ich finde es hervorragend, dass Sie sich so vehement für die Markentier-Briefmarken einsetzen. Ich halte sie ebenfalls für völlig unterrepräsentiert. Und es ist im Grunde wirklich eine Schande, dass nicht einmal Lassie, Flipper oder Fury eine eigene Markentier-Briefmarke besitzen. Doch diese engstirnige Sichtweise, dass das Tier mindestens 80% der Marke ausfüllen muss, zeigt einmal mehr, dass die ungeliebten Paragraphenreiter alles zunichte machen. Das sollten wir uns auf keinen Fall bieten lassen. Sogleich habe ich die Druckmaschinen angeworfen und eine Didi-Marke produzieren lassen. Vorab nur ein Einzelstück, mit Goldlegierung, eine Sonderanfertigung extra für den Oesiblog. Wenn sich das Oberlandesgericht dazu herablässt, diese Marke anzuerkennen, steht Didis Markenverbreitung nichts mehr im Wege.
      Allerdings, und dies halte ich für einen wichtigen Punkt, müssen wir unsere Mitmenschen dazu anhalten, wieder mehr Postkarten und Briefe zu schreiben. Sonst ist die Markentier-Briefmarke schließlich nutzlos.
      Es liegt also erneut eine Menge Arbeit vor uns. Vielleicht sollten wir Herrn Heinrich wieder um Rat fragen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau
      PS: Für Frau Saftschubse findet sich mit Sicherheit auch noch eine Marke 🙂

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    • WOW! Herzlichen Dank.

      Jetzt wird um die Zulassung gekämpft, die 80 % sind mehr als erfüllt, der Didi, völlig aus dem Häuschen, hätte, wie er mir sagt, mit höchstens 75 Maustalern gerechnet.

      Bloß schade für die erste, für die abgelehnte Marke mit meinem Konterfei …
      Egal, schon 2033 soll ich wiederkommen. Bis dahin kann ich warten 🙂

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    • Tja, ich würde sagen, selbst Schuld hat die werte Dame aus dem Briefmarkenzulassungsbüro. Denn wenn sie die Marke mit Ihrem Konterfei nicht haben will, wird sie selbstredend auf der Alm und allen anderen Bloghütten verbreitet. Das haben Sie sich redlich verdient. Und unsere Briefe ziert endlich wieder eine richtige Marke! Aber wenn ich es recht überlege, 75 Cent sind eindeutig zu wenig. Wir sollten auch mindestens 100 Ösitaler daraus machen. Und bis 2033 wird es auf der Welt nur noch Ösimarken geben 🙂

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  2. Ich habe ja bis heute geglaubt, Albert Schweitzer hätte die Hammond-Orgel erfunden und unter dem Pseudonym Albert Hammond annimiert durch die Trockenheit in Lambarene das Lied „It never rains in Southern-California“ komponiert.

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  3. Tief in einer Schaffenskrise steckend … ereilt mich eine Auftragsarbeit des geschätzten Herrn Heinrich.

    Lieber Herr Ösi,
    wenn ich gewusst hätte, WIE TIEF Sie in einer Schaffenskrise stecken, hätte ich sicher noch etwas gewartet, einen Auftrag zu erteilen, an den ich mich gar nicht erinnern kann, ihn ordnungsgemäß beantragt zu haben. Jedenfalls abrechnungstechnisch ist er wohl glatt an meiner Buchhalterin vorbeigelaufen.

    Ich atme durch. Kicke meine Lethargie, die ich nie käuflich erworben habe, die mir in den letzten Wochen ungefragt zugelaufen ist,

    An dieser Stelle bekenne ich mich allerdings „SCHULDIG!“ Als wir neulich zwar nicht aus einem Kelch getrunken, aber gemeinsam in einem Blog gelesen haben, habe ich Sie sicher mit meiner Lethargie angesteckt.
    Ich habe sie immer noch, darum beruhigt es mich doch ungemein, dass Sie sie inzwischen überwunden haben.
    So gesehen habe Sie unter erschwerten Bedingungen ein Ergebnis erziehlt, das so hoch angesiedelt ist, dass es dabei keine Rolle mehr spielt, ob es mit oder ohne Auftrag entstanden ist.

    Weil ein jeder Patient eines Arztes mehr Humor besitzen sollte als der Doktor selbst – ich versichere hier eidesstattlich, kein Mediziner zu sein – und weil auch ich nix Gescheites zu tun hatte, habe ich nachfolgende, kleine Hommage an den großen Arzt komponiert, die sich orgelmäßig wie von selbst auf den Herzschlag des Menschen fokussiert, beziehungsweise auf jene Geräte, die selbigen überwachen sollen.

    Ihre grandios komponierte Hommage hat mir schlagartig verdeutlicht, dass es vermutlich an meinem Humor liegt, dass mir bisher kein Arzt helfen konnte. Mein Herz schlägt zwar noch immer, dafür ist nun mein Tinnitus vergleichsweise melodisch und rhythmisch. (gefühlt)
    Das hat alles diese spezielle Orgelmusik bewirkt. Ob Mediziner oder nicht, SIE haben ein Wunder vollbracht! Danke vielmals!

    Gruß Heinrich

    P.S. ich werde Sie UNBEDINGT weiterempfehlen. Das so ein Künstler noch frei herumläuft, wissen vermutlich nicht sehr viele?!

    Gefällt 5 Personen

    • Lieber Herr Heinrich,

      ich habe in der Zwischenzeit einiges mit Ihrer Buchhalterin geklärt. Abrechnungstechnisch entstehen Ihnen für die Auftragserteilung natürlich keinerlei Kosten, im Gegenteil, Sie profitieren ab sofort und prozentual von den Einnahmen, die ich in den kommenden Jahren mit dem Video erzielen werde.
      Erste Klickzahlen auf YouTube stimmen positiv, sodass wir uns künftig die eine oder andere kleine Lethargie durchaus werden leisten können.
      Mit Ihrem Humor sollten nicht Sie zum Arzt gehen, sondern der Arzt sollte Ihnen einen Besuch abstatten, um nachzuholen, was er in keinem Medizinlehrbuch lernen kann. Richtig umgesetzt, ginge es danach vielen Patienten auf einen Schlag besser. Davon bin ich überzeugt.
      Dass ich noch frei herum laufe liegt daran, dass die eigentlich dafür zuständigen Mediziner zum Glück anderes zu tun haben, als den oesiblog zu lesen … 🙂

      Gruß
      Herr Ösi

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    • Lieber Herr Ösi,
      Sie gehören zu den wenigen Personen, die hinter meinem Rücken mit meiner Buchhalterin so einiges klären dürfen. Wenn überhaupt – praktisch und so….
      Und zwar NICHT weil Sie mich prozentual an den Einnahmen beteiligen, denn ich bin unbestechlich, so unbestechlich, dass ich nicht einmal Vernunft annehme, sondern weil ich grenzenloses Vertrauen in Sie setze.
      Das Wort »prozentual« ist allerdings sehr »schwammig«
      Unabhängig von meiner Unbestechlichkeit und meinem überdurchschnittlich großen, monetären Desinteresse (ich lebe zwar nicht VON aber FÜR die Kunst!), wäre eine konkrete Prozentzahl, sagen wir mal im 2 bis 3-stelligen Bereich, doch sehr aussagekräftig und beeinflusst besonders das Wohlbefinden von Buchhalterinnen.
      Meine Buchhalterin ist so anspruchsvoll, dass sie das Buch nicht nur hält, sondern auch darin lesen möchte. Wann immer Gelegenheit dazu ist.
      Es sollte also ein interessantes, spannendes, mitreißendes Buch werden, was dann sicher auch verfilmt wird, dafür wird Ösi-Film schon sorgen, denke ich mir.
      Nach einer so langen Dürreperiode ganz vorne wieder mitmischen zu können, gibt mit Auftrieb, vernichtet auch die letzten staubigen Reste der Lethargie. Ich fühle mich gleich 60 Jahre jünger – so ungefähr – gefühlt.
      Vielen Dank, dass Sie mich ins Boot geholt haben – ich kann zwar schwimmen, aber so ist es doch angenehmer!
      Danke!
      Gruß Heinrich

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  4. Als abgesprungene Psychologin orte ich in der Vielseitigkeit des Herrn Ösi seine angedeuteten Lethargieanflüge, denn wer dermaßen begabt ist, texten, komponieren und beides in unvergleichlicher Weise zusammenführend videalisieren kann, ahnt doch beim ersten Gedanken an den geringsten Hauch von Produktivität bereits die ungeheure Komplexität des Gesamtwerkes und scheut intuitiv den Aufwand, der jedem öffentlichkeitswirksamen Resultat vorangehen muss. So etwas macht nun mal bereits müde, bevor man überhaupt aktiv geworden ist, wer würde das nicht verstehen …

    Zum Glück hat aber Herr Heinrich offenbar erkannt, woran er drehen muss, um Herrn Ösi in die Puschen zu bringen, und es nützt nun auch nix, bescheiden abzuwinken: unser aller Dank ist Herrn Heinrich gewiss.

    Leider musste ich sofort leiser drehen, denn mein Hund hatte plötzlich das Bedürfnis, mitzuorgeln, aber allein der Text ist mal wieder Genuss pur …

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    • Danke, danke.
      Die Musik und einen Text unter einen Hut zu bringen, ist wahrlich keine leichte Angelegenheit. Weil im Hintergrund – was keiner sieht – streiten sich beide ständig darum, wer nun im Vordergrund stehen darf.
      Das gerade meine Musik bei Deinem Hunderl nicht so richtig ankommt, hatten wir schon bei meiner Symphonie für Hunde. Es beunruhigt mich ein bisschen. Ich werde daran arbeiten müssen … 🙂

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  5. Das ist nicht weiter schlimm, mein Hunderl ist ein bisserl gestört (wir nehmen nur beeinträchtigte Tierlis auf, solche, die sonst keiner will), und ich arbeite ebenfalls daran. Töne sind halt auch Geschmackssache, und wenn ich mir vorstelle, auf wen alles ein Komponist Rücksicht nehmen müsste, hätte Mozart brausen gehen können. Was raus muss, das muss. In diesem Sinne, fröhliches Schaffen 🙂

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