Sommerloch

Im Frühjahr … die Sommer-Kollektion
wenn im Märzen die ersten Krokusse
äh … sprießen
die Primeln und das ganze Zeug
sich ins Zeug legen
wenn die Sonnenstrahlen frech und frecher werden
der Winter den Arsch zusammenkneift
weil er nun weichen muss
dann präsentiert die Ösi Group ™
ihre Sommer-Kollektion
die Sommer-Kollektion
weiß man im Hause Ösi
die Sommer-Kollektion
immer im Frühjahr
wann denn sonst?
der Winter verweilt noch ein Weilchen
zickig hagelig graupelig
schaurig schauerig
die Primeln und die Krokusse
poch poch klopfen an
wollen raus aus der Erde
schnuppern den Morgenduft
in der Luft
die Sommer-Kollektion
heuer im trendigen Schwarz-Weiß
inklusive schickster Grauabstufung
die Sommer-Kollektion
will raus ans Tageslicht
das Licht der Welt erblicken
Kuckuck und so
die Sommer-Kollektion
unter dem Motto Sommerloch
wartet auf den Auftritt
„Kann ich“, so die etwas stärkere Dame
„kann ich, in meinem Alter Sommerloch tragen?“
nun ja, kommt ganz darauf an
„Worauf?“
auf Ihre Fitness und Ihre Muskelkraft
unsere Sommerlöcher sind in allen Größen verfügbar
und also auch in der Ihren
„Prima, ich nehme ein Dutzend“
Bitta schön und extra für Sie
musikalisch untermalt
„Ist hoffentlich kein billiger Fernost Import“
Iwo! Seien Sie versichert, alles handgemacht … 😉

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30 Gedanken zu “Sommerloch

    • In der Tat. Strandurlaub verliert nur dort an Langeweile, wo die See rau ist und die Klippen schroff sind – oder wenn ein Strandkorb zum abenteuern einlädt. Beides ist in Österreich nicht gerade um die Ecke zu haben. Außer eventuell beim unmöglichen Möbelhaus … da gab es mal Strandkörbe im Angebot und ein Nachbar hat sowas prompt auf seinem Balkon gegenüber platziert; seither haben die Dinger ein bisserl was von ihrer Magie eingebüßt, finde ich und bedaure das irgendwie …

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  1. Herr Ösi, für Sie komme ich doch extra aus meinem Nach-Winter-Loch gekrochen.
    Ich hätte gern ein ganz langes Sommerloch, da kann ich mich bei Bedarf gut darin verstecken und schlank macht es zusätzlich. Und da ich ja jetzt eine Superschaubrille habe, kann ich auch gut von einem Ende zu anderen sehen.
    Ich warte auf einen Lieferbescheid, der hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt wie der meiner neuen Spülmaschine.
    Mit freundlichsten Grüßen von der Clara aus dem Winterloch

    Gefällt 2 Personen

    • Du bist immer noch im Winterloch? Ich hätte vermutet, dass Du mit eiligen Schritten längst das Frühlingsloch erreicht hast. Deinen vielen Blumenfotos nach zu urteilen stehst Du kurz davor. 🙂

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    • Vom Prinzip her hast du natürlich recht – aber es gibt leider Rückschläge. Seit 4 Tagen nehme ich die doppelte Dosis an Blutdrucksenkern – mit dem Ergebnis, dass ich gestern Abend OHNE jeden Grund 185 hatte und heute auch so um die 160 rumkrepele. Ich VERSTEHE es einfach nicht, aber bei dem Arzt scheine ich auch nicht in den besten Händen zu sein.
      Und tschüss!

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    • Der Körper hatte schon seit dem 7. Februar Zeit, sich daran zu gewöhnen. Wenn ich nur die Medikamente nähme – aber ich mache ja noch zig andere Sachen gegen hohen Blutdruck – und eigentlich wirkt nicht richtig und nachhaltig.
      Schwankungen in Ruhe um über 50 mm sind einfach zu groß und werden vom Körper auch nicht gut aufgenommen.

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    • Dann hast Du vermutlich die richtige Mischung noch nicht gefunden. Jeder Mensch reagiert schließlich anders auf diverse Medikamente etc. Gib nicht auf. Ich bin mir sicher, wenn Du weitermachst, wird es in jedem Falle besser. Und schaden tut es ja wohl kaum 🙂

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    • Über deinen letzten Satz grüble ich – ich weiß inzwischen, dass zu hoher Blutdruck Schäden im Auge hervorrufen kann – und meine Ohren haben auch gelitten, das merke ich richtig. Mit den Augen bin ich mir nicht sicher – die neue Brille hat am Anfang ganz, ganz toll funktioniert – jetzt habe ich Schwierigkeiten.
      Ach menno!!!!!!!

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    • @ Clara Himmelhoch

      Liebe Clara,
      ich habe Ihren Auftrag an Herrn Hugo Meier weitergeleitet … und da Sie nun noch etwas Platz in Ihrer Küche haben, weil die Spülmaschine auf sich warten lässt, wäre ein schmuckes Sommerloch genau das Richtige, die Kochkammer entsprechend aufzuwerten … 😉
      Herzliche Grüße
      Herr Ösi

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    • nenenene – die alte Spülmaschine bleibt so lange brav an ihrem angestammten Platz, bis die neue sie verdrängt. Ich werde doch meine „zarten Damenhände“ nicht mit Abwasch beschäftigen 🙂 😉 – na gut, die würden es gerade noch mitmachen, aber mein Rücken würde jede Minute einmal laut Protest schreien.
      Und ich will doch nicht schon wieder mit meinen überfreundlichen Unter-mir-Wohnenden kollidieren.
      Beste Grüße von der Clara mit bald zwei Spülmaschinen – zumindest für Minuten oder Stunden oder Tage – mehr bitte nicht!

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  2. Hugo Meier tutet in sein Saxophon. Mit zwei Herren und einer elgant gekleideten Dame durchschreitet er das Werksgelände.
    Eine ausladende Handbewegung nach rechts.
    „Hier sehen Sie das Fundament des Sommerlochs. Einzelne Fragmente in Scheiben geschnitten.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    Die Delegation schreitet fort.
    Erneut eine ausladende Handbewegung nach rechts.
    „Hier sehen Sie immer noch das Fundament des Sommerlochs.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    Die Delegation schreitet weiter.
    Eine ausladende Handbewegung nach rechts.
    „Hier sehen Sie zur Abwechslung mal nicht das Fundament des Sommerlochs, sondern unseren Hochsicherheitszaun mit Blick auf äh Wasser.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    Die Delegation schreitet weiter und weiter.
    Eine ausladende Handbewegung nach rechts.
    „Hier sehen Sie das zusammengefügte Sommerloch. Noch in oberirdischer Röhrenform.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    Die Delegation schreitet weiter und die elegante Dame entledigt sich ihrer hinderlichen Stöckelschuhe.
    Eine ausladende Handbewegung nach rechts.
    „Hier sehen Sie das zusammengefügte Sommerloch. Noch in oberirdischer Röhrenform. Aber in etwas größer.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    Die Delegation schreitet weiter und wischt sich den Schweiß von der Stirn.
    Eine ausladende Handbewegung nach links. Mit stolz geschwellter Brust.
    „Und hier sehen Sie die Fabrikationshallen. Alles streng geheim.“
    Die Delegation nickt zustimmend und bleibt stehen.
    Er tutet in sein Saxophon.
    Er tutet in sein Saxophon.
    Er tutet in sein Saxophon.
    „Was? Sie machen schon schlapp?“ fragt Herr Meier.
    „Nun ja, das Sommerloch ist anspruchsvoll. Muss man mit Bedacht angehen. Aber das Wichtigste haben Sie gesehen. Noch Fragen?“
    Die Delegation runzelt synchron die Stirn, bis die elegante Dame mit ihren durchgelaufenen Nylonstrümpfen fragt:
    „Äh und der Herr auf dem Fahrrad. Wer ist das?“
    „Das ist Herr Ösi. Der Chef. Er filmt unsere Sommerlochfabrikation, um es dem weltweiten Publikum schmackhaft zu machen. Wir sind da etwas in Verruf geraten. Im Allgemeinen weiß man nicht viel Gutes über uns zu berichten.“
    „Das ist wahr“, stimmt die Dame zu. „Doch weshalb JETZT das Sommerloch? Wir haben doch erst Frühling.“
    Herr Meier räuspert sich: „Nun, gewiss. Diesmal sind wir etwas verfrüht. Ganz bewusst. Um den Menschen Zeit zu geben, sich an das Sommerloch zu gewöhnen. Im Hochsommer sollte die Eingewöhnungsphase dann abgeschlossen sein und alle tanzen erfreut zum kongenialen Sommerloch-Song unseres Herrn Ösi.“
    Er tutet in sein Saxophon.
    „Aaah“, raunt die Delegation im Einklang und beginnt beschwingt zu wippen und zu schunkeln. Der Song wirkt. Das Sommerloch hat seine ersten Befürworter gefunden …
    … jetzt regt sich die elegante Dame über ihre Löcher in den Strümpfen auf 🙂

    Lieber Herr Ösi!
    Ihre elegante Schwarz-Weiß-Sommerloch-Kollektion ist famos gelungen. Visuell und akustisch ein Schmankerl vom Feinsten. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis das Sommerloch die Menge elektrisiert und vor Begeisterung tanzen und singen lässt.
    Und die Socken- und Schuhindustrie freut sich über steigenden Absatz. Wie immer ist Ihr Beitrag ein Paradebeispiel für konstruktive Musik-Art-Event-Manager-Dingsbums auf höchstem Niveau.
    Die Alm sonnt sich im Sommerloch und dankt für den beschwingten Einstieg ins Wochenende 🙂

    Herzliche Grüße
    Mallybeau

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    • @ Mallybeau Mauswohn

      Liebe Frau Mallybeau,

      die Branche hat tatsächlich ein gewisses Imageproblem. Während die Touris faul am Strand liegen, sich die Sonne auf die üppigen Bäuche scheinen lassen, ab und an ins Wasser schreiten, aber höchst knietief, weil die kalte Ostsee nix ist für verweichlichte Gemüter, schwinge ich mich aufs Rad und erkunde die Gegend, am liebsten da, wo Hugo Meier mit ausladenden Handbewegungen seine/unsere Sommerlöcher anpreist, scheibchenweise, knackwurstartig geschnitten, als halb- oder ¾ fertiges Sommerloch, vom Kunden in Do-it-yourself-Manier, man kennt es von IKEA, mit wenigen dafür geschickten Handgriffen fertigzustellen. Links und rechts Industrieanlagen, soweit das Auge reicht, Sommerlöcher für die nächsten Jahrhunderte auf Halde produziert. Hier fühle ich mich wohl. Straßen und Wege sind menschenleer, nur der Hugo mit seiner kleinen Truppe in Schwarzweiß.
      Die Ostsee ist für mein verweichlichtes Gemüt viel zu kalt, um sie an allen Urlaubstagen aufzusuchen, mutigst nach anfänglicher Überwindung hineinzuhechten in die eisigen Fluten, hinauszuschwimmen bis zur Boje und so weiter und wieder zurück. Dann lieber der Strandkorb. Der Strandkorb, das möchte ich hier unterstreichen, ist eine noch bessere Erfindung als das Meer selbst, obwohl das Meer schon eine gewisse Genialität aufzuweisen hat. Aber der Strandkorb noch genialer. Was, so frage ich mich, wäre, würden man statt der unzähligen Sommerlöcher einfach Strandkörbe produzieren? Würde man genug Abnehmer finden beziehungsweise finden können? Fragen über Fragen. Dank Strandkorb muss das Individuum nicht mehr sein Handtuch auf den sandigen Untergrund ausbreiten, die pieksigen Sandkörner gehören der Vergangenheit an, vom erhaben höheren Überblick ganz zu schweigen.
      Ich sehe, ich schweife ab …

      Herzliche Grüße und ein wundervoll sonniges Wochenende 🙂
      Herr Ösi

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  3. Mein Gott kommt das Sommerloch dieses Jahr schon früh! Mir soll es recht sein, diese gefällt mir ausgesprochen gut! Es scheint mir verlässlich zu sein und doch etwas ganz besonderes. Gleich morgen bestell ich mir eines. Das erste im Video, das würde mir gefallen.

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  4. Oh, lieber Herr Ösi,
    ich bin in ein tiefes Loch gefallen, und das war NICHT Ihr Sommerloch!
    In dem Loch hatte ich wohl keinen Internetempfang?!

    Ich kann mich noch erinnern, wie wir früher Löcher hergestellt haben. Wir nahmen ein Ofenrohr und haben davon das Blech abgemacht. Was blieb, war das Loch.
    Da es heutzutage kaum noch Ofenrohre gibt, ist es gut, dass Sie eine grandiosen Möglichkeit gefunden und gleich in Bild und Ton festgehalten haben!
    So kann es dann weiter gehen – mit den Löchern.
    Gruß Heinrich

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Herr Heinrich,

      früher haben wir die Löcher noch von Hand gemacht. Heute haben sie eher einen negativen Beigeschmack. Und leider es ist so, dass manche Dinge durch das Loch regelrecht entwertet werden.
      Beispiele: Fahrkarte, Luftballon, Jungfrau, usw. 😉
      Gruß
      Herr Ösi

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  5. Ich habe es geahnt, dass auch die segensreiche Erfindung des Planvorsprungs irgendwann übernommen werden würde von Wessis… äh… – Südis… wie auch immer…

    „Sagen Sie, ist denn dieses frische Grasgrau jetzt angesagt? Und wo gibt es das?“

    Gefällt 1 Person

    • Dieses frische Grasgrau gibt es bei den Ossis, drüben in der Da Da eR.
      Also, zuerst nach Rostock, dann in den Industriehafen, der sich neuerdings Überseehafen nennt. Für den Radfahrer ist der Hafen miserabel bis gar nicht ausgeschildert, sprich: Spießrutenlauf. Dafür wird er, hat er ihn endlich gefunden, reichlich mit Rohren aller Größen belohnt.
      Dass Rostock nicht nur Schwarzweiß, sondern auch Farbe kann, möge er HIER sehen … 😉

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