ESC

Den ESC gesehen? fragt mich Frau Saftschubse, schubst mich beiseite und nimmt vor dem Laptop Platz.
Die ESC, sage ich, die ESC ist die Taste, die wo ich drück, wenn …
Auf die, korrigiert sie mich, aber es heißt DER ESC.
Sie? frage ich und überspringe ihren Klugschiss.
Klar, sagt die Saftschubse, im Fernsehen.
Seit über 20 Jahren, so ich, glücklicher Nicht-Besitzer einer solchen Kiste.
Sie: Die sind heutzutage flach.
Ich: Ja, so flach wie das Programm.
Sie überredet mich, den Auftritt von Madonna auf YouTube zu schauen.
Also gut.
Die Alte (Fabrikationsjahr wie der Autor) wackelt schwerfällig die Stufen runter.
Gegen DIE, lobe ich meine Assistentin, sind sogar SIE höchst elastisch.
(TIPP: Geizen Sie niemals mit Komplimenten, umso weniger, wenn Sie sie ehrlich meinen)
Danke, bedankt sich die Saftschubse artig.
Wir reden ein bisschen über Rollatoren.
Derweilen die Alte gasmaskenbewehrte Mädels umschubst und englisches Zeug quasselt. Unten angekommen Reggae. Sie bekommt von einem Rapper Unterstützung. Obwohl, eine Gehhilfe hätte es auch getan.
Ziemlich satanistische Darbietung, lautet mein Urteil.
Zustimmung meiner Assistentin.
Sie sollten, sagt sie, mal wieder einen Text veröffentlichen, einen Text, ganz ohne Firlefanz, ohne Video, ohne Musik, einfach nur einen Text.

Also gut, dann tu ich das jetzt.

12 Gedanken zu “ESC

  1. Lieber Herr Ösi,
    ich freue mich, von Ihnen zu hören. Da hat Frau Saftschubse schon recht, dass man hin und wieder einen Text schreiben sollte.Ob mit oder ohne Musik ist dabei nicht so wichtig.
    Allerdings entnehme ich Ihrem Text, dass es auch wichtig ist, welche Musik und welche Darstellungsform gewählt wird. Im Falle Madonna scheint da was schief gelaufen zu sein. Ich weiß es nicht, denn ich habe auch nur eine ESC-Taste, die darüber keine Auskunft gibt.
    Ich grübele seit Wochen, welchen Text ich mal wieder schreiben könnte. Mir fällt nichts ein.
    Könnte Sie mal Frau Saftschubse fragen, ob sie eine Idee hat?
    Das wäre prima!
    Gruß Heinrich

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    • Lieber Herr Heinrich,
      ich habe da so eine Idee. Also, für den Fall, dass man keine Idee hat.
      Ich werde mir von Frau Mallybeau, wenn sie nichts dagegen hat, die Queen und den Herrn Brexit ausleihen und aus meinem Kommentar, ein bisschen abgewandelt versteht sich, einen Beitrag basteln, quasi Synergieeffekt. Nachhaltigkeit ist das Stichwort. Warum sollten wir Kommentare einfach wegwerfen? Wäre es nicht sinnvoll, sie zu recyclen?
      Gruß
      Herr Ösi

      Gefällt 3 Personen

    • Eine geniale Idee. Kommentar-Recycling könnte DER Hit werden, wenn man bedenkt, wie viele Worte und Sätze kommentiert und ausgelagert im Netz liegen und keinerlei Beachtung mehr finden 🙂

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    • Recyclen und remixen! DAS ist es!
      Bei meiner Lieblingsmusik gefallen mir oft die Remixe besser als das Original. Auch beim 3D-Druck gibt es auf Thingiverse sehr viele Remixe, die die Druckvorlage noch verfeinern oder verbessern.
      ABER
      HIER in dieser Blogrunde sind die Originale von Mallybeau Mauswohn und Herrn Ösi unübertrefflich. Da gibt es nichts zu verbessern. Also sind Blogremixe tatsächlich nur der Kreativität und Inspiration gewidmet gemeinsam eine schon geniale Idee von allen Seiten zu beleuchten um auch denen Genuss zu verschaffen, die noch etwas im Schatten stehen, weil sie neu und unbedarft hinzugekommen sind.
      Ich bin mal wieder ergriffen, berührt, begeistert und hingerissen!
      Gruß Heinrich

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    • Lieber Herr Heinrich!

      Stellen Sie nur nicht Ihr Licht unter die fliegende Drohne. Auch Sie tragen schließlich regelmäßig mit brillanten Wortkreationen zu einem kreativen Miteinander bei.
      Übrigens: wenn Sie mal nicht wissen was Sie schreiben sollen, aber gerne etwas schreiben wollen: je simpler desto besser.
      Beispiel: „Ich habe heute Pizza gegessen“.
      Sie werden sehen, die Kommentare werden nur so sprudeln. Zum Gesprächsthema Essen hat schließlich jeder etwas beizutragen. Ebenso ist es mit dem Wetter und vielen anderen Dingen. Im Grunde müssen wir uns gar nicht anstrengen, um einen Blogbeitrag zu gestalten. Der entsteht von ganz alleine 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau … ich esse heute Tomatensoße und Reis 🙂

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  2. Die Queen: Wen schicken wir denn zum ESC?
    Herr Brexit: Das entscheidet doch das Volk.
    Die Queen: Achso. Zu spät, jetzt habe ich bereits Madonna reanimiert.
    Herr Brexit: Tja, aus diesem Dilemma gibt es wohl keinen Ausweg mehr. Mit sowas kenne ich mich aus.
    Die Queen: Ich hätte ja die Gruppe „Queen“ geschickt, aber die singen bereits auf dem Merkur.
    Herr Brexit: Nun, Madonnas Auftritt und Abgang können wir nun schwerlich rückgängig machen. Wir sollten uns um den Bexit kümmern.
    Die Queen: Ach wissen Sie, ich habe es sowas von satt. Ich gebe den Befehl, dass alle Engländer morgen wenn der Big Ben 12 mal schlägt, die ESC-Taste eines technischen Gerätes drücken sollen. Das MUSS doch einfach was bewirken. Wir leben heutzutage schließlich bereits mehr virtuell als analog.
    Herr Brexit: Bin dabei. Schlimmer kanns sowieso nicht werden. Und vergessen Sie dann nicht den großen Geschenkkorb mit Käse und Schokolade für Herrn Ösi, als kleines Dankeschön für die Rettung.
    Die Queen: Oh yes, of course. Das nächste Mal schicke ich ihn ins ESC-Rennen. Sein diesjähriger Beitrag hat mir eindeutig am besten gefallen 🙂

    Lieber Herr Ösi!
    Glücklicherweise wurde ich von Herrn Schrödinger nicht genötigt, mir den ESC am Computer anzusehen.
    Umso mehr freut es mich, dass ich nun eine klare Zusammenfassung dieser Veranstaltung bei Ihnen vorfinde. So muss das sein. Kurz und knackig ohne viel tamtam. Von mir gibts dafür natürlich die volle Punktzahl.
    Derweil hat der Himmel wohl vergessen die ESC-Taste für Regen zu drücken … oder weint er einfach auch nur kräftig über das chaotische Showchaos mit? 🙂

    Herzliche Grüße und eine gemütliche Woche im Trockenen
    Mallybeau

    Gefällt 2 Personen

    • Buckingham Palast, Tea Time.

      Die Queen: Aus! Aus! Schalten sie das Radio aus! Ist ja nicht auszuhalten!
      Herr Brexit (tut wie geheißen): Sehr wohl, Ihre Majestät.
      Die Queen: Unverschämt! Singt der über mich?
      Herr Brexit: Ich denke nicht.
      Die Queen: She’s a Killer Queen, gunpowder, gelatin, dynamite with a laser beam. Wer ist der Kerl?
      Herr Brexit: Ein gewisser Freddie Mercury.
      Die Queen: Holen sie ihn her!
      Herr Brexit: Das wird nicht möglich sein.
      Die Queen: Dann lassen sie ihn in Ketten legen. Wo ist Mum? Kommt sie heute wieder nicht?
      Herr Brexit: Ihre Mum, mit Verlaub, ist …
      Die Queen: Egal. Soll sie machen, was sie will.
      Herr Brexit: Ihr Sohn ist übrigens ein großer Bewunderer von Freddie Mercury.
      Die Queen: Sohn? Habe ich etwa ein Kind?
      Herr Brexit: Sie wissen es nicht mehr?
      Die Queen: Ich kann mich nicht erinnern. Was tut er? Arbeitet er? Er hat doch einen anständigen Beruf? Sagen sie, dass er arbeitet.
      Herr Brexit: Früher die Fuchsjagd. Heute … man weiß es nicht so recht.
      Die Queen: Nichtsnutze, diese Windsors, alles Nichtsnutze, sagte Onkel George immer, die Windsors kannst du höchstens für die Fuchsjagd gebrauchen. Zu nichts anderem als die Fuchsjagd. Nicht dass sie schlauer als die Füchse wären, aber sie haben das Schießpulver auf ihrer Seite.
      Herr Brexit: Gunpowder, gelatin, dynamite with a laser beam.
      Die Queen: Die Fuchsjagd mit Dynamit haben sie nun verboten. Oder?
      Herr Brexit: Ganz recht. Sehr zum Leidwesen Ihres Sohnes. Die Tierpräparatoren …
      Die Queen: Tierpräparatoren?
      Herr Brexit: All jene Damen und Herren, die die Füchse nach der Sprengung mühsam einsammeln und zusammenkleben mussten …
      Die Queen: … die Tierpräparatoren … wie geht es eigentlich meinem Philip? Es geht ihm doch gut?
      Herr Brexit: Ja, es geht im gut. Er ist wohlauf und sieht sich die Wiederholung vom ESC an. Er ist ja so musikbegeistert. Er wartet auf die Darbietung der Wilden aus Nigeria, die, wie er sagt, so aussehen, als wollten sie gleich schlafen gehen. Die Wilden aus Nigeria, habe ich ihn angeschrien, weil er fast nix mehr hört, die Wilden dürfen am ESC nicht teilnehmen, weil eben Eurovision Song Contest, also nur für Nicht-Wilde. Aber bei der Wiederholung, hat er gesagt, dürfen sie vielleicht doch antreten. Er würde es ihnen so gönnen.
      Die Queen: Wie haben wir abgeschnitten?
      Herr Brexit: Darf ich Ihrer Majestät Tee nachreichen?
      Die Queen: Sie dürfen … und die Deutschen?
      Herr Brexit: Haben Rang 24 belegt.
      Die Queen: Gut so. Mehr haben die auch nicht verdient. Wie sieht’s mit den Ösis aus?
      Herr Brexit: Die haben nicht teilgenommen, die haben die Qualifikation einmal mehr nicht geschafft.
      Die Queen: Welch eine Schande! Kaiser Franz Joseph tut mir leid. Er wird verbittert sein.
      Herr Brexit: Das denke ich weniger.
      Die Queen: Sagen sie bloß, es ist ihm egal.
      Herr Brexit: Sozusagen.
      Die Queen: Er wird doch nicht …
      Herr Brexit: Er ist von uns gegangen. Ist schon eine Weile her.
      Die Queen: Es trifft halt immer die Besten! Aber sein Star-Komponist … wie heißt der noch … dieser, dieser Mozart?
      Herr Brexit: Nein, Radetzky. Feldmarschall Radetzky.
      Die Queen: Fuck! ja, Radetzky. Wie konnte ich das vergessen. Manchmal denke ich, man verblödet hier völlig auf Buckingham.
      Herr Brexit: Geht mir genauso, Eure Majestät.
      Die Queen: Dieser Radetzky lebt wohl auch nicht mehr.
      Herr Brexit: So ist es.
      Die Queen: Dann sagen sie mir: wer regiert dann die Ösis?
      Herr Brexit: Nun ja, diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten.
      Die Queen: Dann schenken sie mir noch mal nach. Am besten einen Doppelten …

      Liebe Frau Mallybeau,

      wie immer, wundervoll inspirierend Ihr Kommentar. Wenn Sie gestatten, arbeite ich meinen Kommentar mit der Queen und Herrn Brexit zu einem neuen Beitrag um. Meine lange Schaffenspause muss schließlich kompensiert werden …

      Herzliche Grüße 🙂
      Herr Ösi

      Gefällt 2 Personen

    • Herrlich! Das ist großartig, wenn auf diese Weise ein neuer Beitrag entsteht. Die Blogs sind schließlich als Inspirationsquelle gedacht. Und Ihr jetziger Kommentar ist einmal mehr ein ganz fabelhafter Dialog, den sich wohl so manch einer in Buckingham einmal wünsche würde 🙂

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  3. Spät komme ich, aber ich komme, um Ihr Schaffen zu kommentieren, nicht zu honorieren, da ich zahlungsunfähig bin – aber zu applaudieren. Watt’n Glück, dass der ESC an mir vorüber gegangen ist und die ESC ab und an gute Dienste tut.
    Mit Nachurlaubsgrüßen von Clara

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  4. Liebe Clara,
    es ist nie zu spät. Und für manche Dinge, wie den ESC, kann es gar nicht spät genug sein. Ich seh mir die gesamte Sendung erst 2358 an … in der Mediathek 😉
    Herzliche Grüße
    Herr Ösi

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