Werde E-Sportler

Ort der Handlung: ein Wohnzimmer. Fräulein Saftschubse und Herr Couchpotato vor der Glotze sitzend, ungesundes Zeug in sich hinein stopfend. Die Dialoge kurz angebunden, leicht genervt und gereizt, wie unter langjährigen Paaren üblich…

Couchpotato: Wann geht’s los?
Saftschubse: Gleich.
Couchpotato: Wann ist gleich?
Saftschubse: Bald.
Couchpotato: Aha.
Saftschubse: Nach der Werbung.
Couchpotato: Werbung kommt auch?
Saftschubse: Werbung kommt immer.
Couchpotato: Ach ja. Hab ich vergessen. Bitte ein Bit.
Saftschubse (zeigt Richtung Küche): Ist im Kühlschrank.
Couchpotato: Dachte, du würdest es holen?
Saftschubse: Ich? Wie käme ich dazu?
Couchpotato: Wegen deinem Namen.
Saftschubse: Wegen deines Namens, sagt man. Hör mal! Ich schubse Säfte. Sonst nix.
Couchpotato: Keine Ausnahmen?
Saftschubse: Keine Ausnahmen.
Couchpotato: Absolut keine?
Saftschubse: Nur beim Chef.
Couchpotato: Wann kommt der?
Saftschubse: Gleich.
Couchpotato: Wann ist gleich?
Saftschubse: Hab ich schon gesagt.
Couchpotato: Ach? Nach der Werbung.
Saftschubse: Yep.
Couchpotato: Im Fernsehen?
Saftschubse: Wo sonst?
Couchpotato (zeigt Richtung Fernseher): Da drinnen?
Saftschubse: Da drinnen.
Couchpotato: Muss ein echter Tausendsassa sein.
Saftschubse: Isser.
Couchpotato: Ich bin gespannt wie eine Feder.
Saftschubse: Er hat die App selbst entwickelt und programmiert.
Couchpotato: Dieses… Sheep and Rain?
Saftschubse: Ein Schaf, das verhindern muss, im Regen nass zu werden. Genial. Was?
Couchpotato: Tja, ich weiß nicht…
Saftschubse: Heute Abend spielt Herr Ösi gegen sich selbst.
Couchpotato: Gegen sich selbst?
Saftschubse: Hab ich schon 100 Mal gesagt.
Couchpotato: Hat er denn niemanden zum Spielen?
Saftschubse: Er ist E-Sportler.
Couchpotato: Wenn er eh Sportler ist, warum hat er dann…
Saftschubse: I-Sportler, habe ich gesagt. I wie… wie igitt.
Couchpotato: Ja, eh. Ich glaub, es geht los.
Die Werbung verabschiedet sich. Ein Ansager kündigt Herrn Ösi an.
Saftschubse (enthusiastisch): Bravo! Bravo, Herr Ösi! Bravo!
Couchpotato (spöttisch): Bravo! Bravo, Herr Ösi! Bravo!
Saftschubse: Du bist sooo widerlich.
Couchpotato: Den kenne ich vom Wrestling.
Saftschubse: Was?! Den Herrn Ösi?
Couchpotato: Nö. Den Ansager.
Umschaltung zum Live-Stream.


Saftschubse: Oh! Oh! Oh! Oh!
Couchpotato: Oh! Oh! Oh! Oh!

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Putzbefreit

Ist natürlich nicht ganz günstig
ziemlich teuer sogar
aber machbar
es lohnt sich
sagt Herr Ösi
für ihn allemal
ein wenig Aufwand betreiben
um im Anschluss…
als Belohung sozusagen
hau ruck die Beine hoch
entspannen…
die Ruhe genießen
nach getaner Arbeit sprich
nach eigentlich nicht getaner Arbeit
die Außenstelle
in meinem Fall
die 1847 Strich 5
in deinem Fall
keine Ahnung
eine entsprechend andere
klarerweise
die Außenstelle
sagt er
die Außenstelle ausfindig machen
die eigentliche Schwierigkeit
ist die Außenstelle
die Außenstelle muss ausfindig gemacht werden
die entsprechende Innenstelle
danach in der gefundenen Außenstelle zu finden
ist ein Kinderspiel
ist die Außenstelle erst gefunden
ist das Auffinden der Innenstelle
ein Klacks
naja…
Der Umschlag
sagt die zuständige Sachbearbeiterin
der Innenstelle
sagt Herr Ösi
die Sachbearbeiterin wiederholend
nimmt ihn entgegen
den Umschlag
den mitgebrachten Umschlag
fühlt die Dicke
prüft
wie nur eine Sachbearbeiterin
imstande ist
zu prüfen
ohne den Umschlag zu öffnen
anhand der Dicke
anhand der Schwere
wie auch immer
ob er passt
oder nicht
(er scheint zu passen)
steckt ihn wortlos
in ihre schicke Louis-Vuitton-Handtasche
War’s das?
fragt er zaghaft
Das war’s
sagt sie kurz
Ein kleines Gespräch
über die Schwierigkeit der Auffindung
der Außenstelle entsteht
Die Innenstelle haben Sie aber problemlos gefunden
sagt sie augenzwinkernd
ungeduldig auf die Uhr blickend
Ja, die Innenstelle problemlos gefunden
nachdem ich die Außenstelle
endlich ausfindig gemacht hatte
entgegnet er
Sie reicht ihm einen Aufkleber
An der Haustür befestigen!
belehrt sie ihn
bevor sie ihn wegschickt

Seitdem ist Herr Ösi amtlich putzbefreit… 😉

Sounds for the next century

Als einer, der den Sound checkt und neuer Musik den Weg bereitet, wurde Herr Ösi kürzlich gefragt, wie er sich den Klang für das nächste Jahrhundert vorstellt. Er hat sehr klare und konkrete Vorstellungen. Viel Natur sei drinnen, aber auch – Überraschung – industrielle Klänge vermengt mit künstlich Intelligentem, was Experten unter KI verstehen. Da legt er sich fest. Unbeirrbar. Felsenfest. So ist er nun mal, der Herr Ösi.
Gut tanzbar wird er sein, der zukünftige Sound, zwar abweichend zum herkömmlich bekömmlichen, dennoch gut tanzbar. Tja, was will man mehr? Vielleicht mehr Meer…?

Leuchtturm und Möwe

Wenn der Leuchtturm abends leuchtet
und der Möwe, sagen wir, philosophisch deuchtet:
Wäre ich zum Licht geflogen
und nicht meerwärts abgebogen
fände ich nun leck’re Speisen
anstatt sinnlos rumzukreisen
Warum kann die Möwe fliegen?
Werd‘ die Kurve ich noch kriegen?
Flieg‘ ich aufs off’ne Meer hinaus
ist mit dem Möwendasein aus…

Der Leuchtturm klagt: Ich kann gut leuchten
doch kümmert’s mich ’nen Dreck, ’nen feuchten
immer nur dies Blinke-Blinke
die Menschen machen Winke-Winke
Setz‘ ich aus mit meinem Licht
mögen dies die Schiffe nicht
An dem Felsen sie zerschellen
noch ein kurzes Hundebellen
danach Stille in der Nacht
Will ’ne Möwe sein, hab ich gedacht…

Die Möwe, sie fliegt ganz allen
und denkt: ich möcht‘ ein Leuchtturm sein
Dann würd‘ ich machen Blinke-Blinke
die Menschen zu mir Winke-Winke
die Schiffe würde ich geleiten
durch Wogen, Wellen und Gezeiten
Wie schön wär doch das Leuchtturm Leben
doch bloß ’ne Möwe bin ich eben…

Die Schiffe schäumen voller Wut
Möwe, Leuchtturm… die ham’s gut
Ständig Lasten transportieren
und am Ende kollabieren
ist des Schiffes einzig Los
ich sag nur noch: dubios
Fahre ich von A nach B
tut der Schiffsrumpf mir arg weh
Kann weder fliegen noch verharren
das Schiffsein ist ein Riesen Schmarren
Wie komme ich raus aus meiner Haut?
Nehm ich ’ne Möwe mir zur Braut?
Gar den Leuchtturm mir zum Mann?
Bloß… wer transportiert die Waren dann?

Keiner scheint mit sich zufrieden
Ist das der Alltag hier hienieden?

Verschweigen und Vertuschen

Wenn das Wetter schon beschissen ist
müssen die Beiträge umso besser sein
(Herr Ösi, Juli 2021)

„US-Regierung öffnet streng geheime UFO-Akten“, titelt die Hokuspokus&Hauruck-Postille Focus. Zumindest ein bisschen. Was man dem Volk halt so zumuten kann. Und das ist nicht viel. Klar. Wird Geheimes veröffentlicht, ist es nicht mehr geheim. Das leuchtet ein. Besonders Geheimdienste, die ja das Wort geheim schon im Titel tragen, rücken mit ihren Geheimnissen nur ungern heraus und, wenn es gar nicht mehr anders geht, dann eben zögerlich und zitzerlweise. Das Wort „zitzerlweise“ ist kein Geheimwissen und kann, je nach Bedarf, also zum Beispiel bei Nichtwissen, problemlos gegoogelt werden. Oder auch nicht. Ganz nach Belieben. „Der liebe Herr Ösi“, sagt die Saftschubse, seine Assistentin, „hat nichts Besseres zu tun, als hinauszuposauen, was die Geheimdienste uns verschweigen.“ Da hat sie nicht unrecht. Sie kennt ihren Chef. Der liebe Herr Ösi, sage ich, hat in der Tat nichts Besseres zu tun, als den Geheimdiensten zuerst auf die Finger zu schauen und dann auf die Finger zu klopfen. Auf ihre schmutzigen Finger zu klopfen, wohl gemerkt. Die so schmutzig sind, dass ein Dreijähriger 50 Jahre lang ohne sie zu waschen im Gatsch spielen müsste, um derart schmutzige Pfoten zu bekommen. Gatsch, wer’s braucht und nicht weiß, was Gatsch ist… Gatsch lässt sich ebenfalls googeln. Dieses zitzerlweise Herausgeben geheimer UFO-Akten, sagt die Saftschubse, hat den Herrn Ösi, diesmal lässt sie das Prädikat „lieber“ lieber weg, so genervt, dass der sich genötigt sah, selbst geheimste UFO-Akten zu veröffentlichen… und wären diese bloß gefaked, wie er seiner Assistentin, die er zu absolutem Stillschweigen verdonnerte, beiläufig mitteilte. Soweit ist es freilich nicht gekommen. Wie durch ein Wunder wurde der Ösi-Redaktion aus streng geheimer Quelle ein atemberaubendes Video zugespielt, welches das Zusammentreffen eines Kampfjetpiloten mit einem außerirdischen Objekt, einem UFO, dokumentiert.

Unser Protagonist, T-Bone Pickens Jr, ein jüngerer kampferprobter Haudegen alten Schlages, war gerade mit seiner General Dynamics F-16 nahe der Area Fifty-Two unterwegs, um einen Atombombenabwurf auf… Verschwörungspraktiker ahnen bereits worauf… zu simulieren, als sich der Zwischenfall ereignete. Ein unbekanntes Flugobjekt, aufgetaucht aus dem Nichts, näherte sich plötzlich dem Piloten in seiner klapprigen Kiste. Das stattgefundene Gespräch zwischen dem Piloten und seinem unter ADHS leidenden Bordcomputer namens HAL 9000 wurde live an den Kommandostand übermittelt. Es dient uns zusammen mit dem von der Bordkamera aufgezeichnetem Geschehen als einzigartiges Dokument seiner Art. Unabhängige Spezialisten haben die Wahrhaftigkeit dieses Dokuments überprüft und bestätigt. Indes: vom „guten“ T-Bone Jr fehlt seither jede Spur…

Herr Ösi checkt den Sound

Das Problem ist immer das selbe. Oder sagt man das gleiche? Egal. Angenommen du gehst in ein Konzert. Du gehst hinein und wartest. Bevor das Konzert beginnt, musst du warten. Ohne Warten geht es nicht. Zumindest nicht im Konzert. Oder du kommst zu spät. Platzt mitten in die Vorstellung hinein. Aber davon ist heute nicht die Rede. Heute bist du pünktlich. Nimmst Platz oder bleibst stehen. Je nachdem. Die Musiker im Orchestergraben oder auf der Bühne – je nachdem – stimmen ihre Instrumente. Das dauert. Bevor sie nicht ihre Instrumente justiert haben, geht es nicht los. Kann es nicht losgehen. Macht nix. Du hast ja bezahlt. Die Wartezeit, bevor die Musik losgeht, losgehen kann, ist im Konzertpreis inbegriffen. Sie steht dir zu. Außer… du kommst zu spät. Dann gibt es klarerweise keine Wartezeit, wenn die Musik bereits im vollen Gange. Dann, dies sollte dir klar sein, dann müsste man dir einen Preisnachlass gewähren. Eigentlich. Und gerechterweise. Wenn du zu spät kommst. Weil die Wartezeit, die dir vom Gesetz her zusteht, hättest du durch dein Zuspätkommen ja verpasst. Aber wie gesagt, heute nicht. Heute bist du pünktlich. Die Musiker, wo immer sie sich befinden, oben oder unten, stimmen ihre Instrumente. Und jetzt –
Problem. Großes Problem! Das Wirrwarr der Stimmen. Die Leute plaudern. Ungeniert. In voller Lautstärke. Plärren was das Zeug hält. Erzählen sich den größten Stuss. Unten im Orchestergraben geigen derweilen die ersten Geiger. Celliern stimmend die Cellisten. Bratscherln fiedelblogendschwingend die Bratschisten. Das Publikum nimmt davon keine Notiz. Es ist mit sich selbst beschäftigt. Auf der Bühne lässt der Gitarrist sein Instrument krachen, drischt der Drummer auf die Trommeln ein. Der Sänger sagt Eins, Zwei, Eins, Zwei, Eins, Zwei ins Mikrofon hinein. Niemand außer dir scheint zu checken, dass gerade der Soundcheck läuft. Hey! Ruhe im Saal! würdest du am liebsten brüllen. Die Ignoranten um dich ignorieren dein virtuelles Brüllen. Ein gekonntes Gitarrenriff lässt den Saal erzittern. Wahnsinn! Diese Präsenz, dieses Aufjaulen der Gitarre hörst du später, wenn der Soundcheck beendet ist, nie nie wieder. Deshalb ist der Soundcheck der eigentliche Höhepunkt eines jeden Konzerts. Was nach dem Soundcheck kommt, kannst du getrost vergessen, ist einfach weichgespülte Musik. Zwar harmonisch abgerundet. Aber schmerzhaft für jedes Kennerohr. Die Musik ist langweilig und entsetzlich. Kurz: entsetzlich langweilig.
Mal Hand aufs Herz: Wir verachten diese Musik. Diese Musik ohne Ecken ohne Kanten, diese perfekten, harmonisch niedergebügelten Töne, diese sanften Übergänge der Melodien. In Wirklichkeit warten wir auf den Schnitzer eines Musikanten, hoffen, er möge sich „verspielen“, warten auf die schrägen, auf die falschen Töne. Doch die Musiker erfüllen uns unsere Wüsche nicht. Jahrzehntelang wurden sie ausgebildet, geschult, gequält, domptiert und manipuliert, nur ja keinen falschen Ton zu erzeugen. Man bedroht sie mit dem Rauswurf aus dem Orchester, aus der Band, sollten sie sich erdreisten, einen nicht genehmigten, einen falschen Ton ihrem Instrument zu entlocken. Sich nur keinen musikalischen Furz erlauben, wie es in der Fachsprache heißt. Die einzige Freude, die den Musikern in ihrem jämmerlichen Dasein bleibt, ist der Soundcheck. Hier dürfen sie… dürfen sein, wie sie sind. Dürfen nach Belieben furzen. Hier blühen sie tatsächlich auf. Zeigen, was in ihnen steckt, zeigen Spielfreude und Individualität… bis, nun ja, bis das Konzert beginnt. Mit dem Konzertbeginn verabschiedet sich jegliche Kreativität.

Herr Ösi und seine virtuelle Band The Ösettes haben diese Jahrhundert alte Diskrepanz zwischen dem Soundcheck und dem nachfolgenden Konzert erkannt. Mit dem Mini-Album „Soundcheck“ veröffentlichen sie nun Essenzielles, das, worauf es ankommt…

Stop Smoking

Die moderne Biotechnologie macht es möglich. Herr Ösi ist mit einer Maus schwanger. Weshalb er unverzüglich das Rauchen einstellt…

Tja, der endlose Lockdown fordert seinen Tribut.

Der Berg ruft

System Error

Jeder, der jetzt bei SYSTEM ERROR eine System-Kritik erwartet, den muss ich enttäuschen. Obwohl! Angebracht wäre sie schon, die System-Kritik. Vielleicht beim nächsten Mal. Ich merk‘ sie mir vor. Heute sind wir im Reich der Musik. Mal wieder. Musik bereitet in der Regel Freude. Also, meist dann, wenn wir nicht über die Oper sprechen. Obwohl! Das ist nun das zweite… äh pardon, das dritte Obwohl! in kürzester Zeit und natürlich gibt es den geneigten Opernfreund, den, der die Klassische Musik zu schätzen weiß, wie Herr Ösi (opernmäßig eher banausenhaft drauf), der, hört er Mozarts Zauberflöte, die einzige Oper übrigens, die er kennt und liebt, aber hey, die kennt er so gut, sprich aus dem Effeff, dass er den Papageno („Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heißa hoppsassa!), den er besonders mag, den Papageno, und den er bei seinen Liedchen derart kräftig unterstützt, dass du glaubst, der Ösi singt den ganzen lieben Tag nix anderes als Arien. Die Oper ist praktisch die einzige Musikrichtung, wo ein, kommen wir auf den Punkt, ein System Error unvorstellbar ist. Das ist erstaunlich. Ich spreche klarerweise von der Oper in der Oper. Die Oper in der Oper ist sozusagen System Error free. Nicht so die Oper zu Hause, die vom Plattenspieler oder vom Dingens dudelt. Nein, die nicht. Im trauten Heim ist jederzeit ein System Error möglich und, wenn ich mir’s recht überlege, dann ist er sogar ziemlich wahrscheinlich. Er tritt ein, wenn du ihn am wenigsten erwartest. Das ist das Verteufelte. Du wartest sehnsüchtig auf die Königen der Nacht – um Missverständnissen zuvorzukommen, wir sind immer noch in der Zauberflöte – und plötzlich ist er da, der System Error, bevor sie, die Königin der Nacht, zur Koloratur, was freilich nix Unanständiges ist, obwohl, ein bisschen klingen tut es schon danach, bevor sie zur Koloratur ansetzen kann. Statt der erwarteten Koloratur folgt ein veritabler System Error. Wär‘ dir in der Oper nicht passiert. Zu Hause aber sind dem System Error Tür und Tor geöffnet. Zu Hause fühlt er sich wohl. Weshalb viele in die Oper gehen, um den heimischen System Error zu entkommen. „Schatzi, heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwa… äh in die Oper.“ Die Oper ist logischerweise System Error free, jedoch keineswegs Error free, wenn du weißt, was ich meine. Ich berichtete kürzlich darüber. Nun gut. Kommen wir zur Sache.
Der System Error ist, sagen wir mal… stromgebunden. Klar. Gerade in der elektronischen Musik ist er mitunter unvermeidlich, gehört quasi zum guten Ton. Weshalb Herr Ösi seinen neuen Song System Error nennt. In Zeiten wie diesen, wo Tanzmöglichkeiten Mangelware, bringt er dir die Mucke samt super prima Laune, die du jetzt am meisten brauchst, in die gute Stube hinein und ist dabei extrem tanzbar. Allein. Zu zweit. Zu dritt. Wie auch immer. Ein bisschen Latin Jazz, Soul, eine Prise Industrial, jener heiße Scheiß, für den wir eigentlich zu alt sind, wo wir denken, wir stehen inmitten einer Fabrikhalle, umgeben von maschinellem Gedöns-Gedrönhs, aber pssst, pssst, hör selbst… 😉

Frau Saftschubse blödelt