KI und die Klassik ♫ ♪ ♫

Haben Sie Angst vor Künstlicher Intelligenz?

Dass ein Roboter Ihren Job übernimmt, das Sagen in Ihrem Haushalt oder Ihr Partner oder Ihre Partnerin Sie gegen einen dieser neumodischen Erfüllungsgehülfen austauscht?

„Ich habe längst das Sagen in meinem Haushalt verloren“, werden nun einige leidgeprüfte Herren wie aus der Pistole geschossen von sich geben. „Zu meiner Zeit, da hat es noch gar keine Roboter gegeben. Wenn ich daran denke, dass …“
Stopp! Stopp! Stopp!
Beziehungsprobleme werden wir in einem anderen Beitrag ausführlich erörtern.

Hier geht es uns heute um diese unbestimmte Angst, um dieses beklemmende Gefühl der Ohnmacht, die viele von uns befällt, sobald der Begriff „Künstliche Intelligenz“ um die Ecke biegt. Die oesiblog Redaktion hat den Faktencheck gemacht und die neuen Schreckgespenster in einer ersten Versuchsreihe auf ihre Musikalität getestet.

Unser Urteil: Entwarnung für alle Konzertpianisten und Profi-Komponisten.

Zwar befindet sich die Künstliche Intelligenz – wie wäre es anders zu erwarten – auf einem erstaunlich hohen Niveau, kann allerdings derzeit noch nicht mit den Größten aus dem Showgeschäft ernsthaft mithalten. Die Unbekümmertheit gepaart mit einer gewissen Kindsköpfigkeit verweist die Roboter in der Disziplin „Klassisches vierhändiges Klavierkonzert“ gegenüber dem herkömmlichen Personal auf die Plätze.

Doch hören Sie selbst …

Blockbuster

2017 beginnt mit einem Paukenschlag.

Herr Ösi dreht den teuersten Film aller Zeiten. Mit einem Budget von 1 Milliarde US-Dollar übertrifft er alle bisherigen Produktionen. Das ist Weltrekord. Und zwar weltweit.

Dieser erste und wohl auch einzige Blockbuster des Jahres 2017 trägt, wie sollte es anders sein, den treffenden Namen „Blockbuster“. George Clooney und Brad Pitt, um nur einige Stars zu nennen, konnten für diese Megaproduktion gewonnen werden. Erster, weil er es satt hat, ständig nur diese bunten Kapseln zu vertickern, die ihm letztendlich auch noch die Show stehlen. Und zweiter, naja, nach seinen Eskapaden in letzter Zeit kann er ein bisschen Taschengeld gut gebrauchen.

oesiblog präsentiert seien treuen Leserinnen und Lesern schon heute die fast fertige Version von „Blockbuster“, die hier genauso gut „Blogbuster“ heißen könnte.

Gemütlich bei Blogpasta und einigen Roten – hier ist nicht die Politik gemeint – sitzt die Film-Crew nach Abschluss der Dreharbeiten im Studio und wünscht allen: eine gute Unterhaltung …

The prompter rings prompt and versehentlich on Christmas Day

Weihnachten. Stille. Ruhe. Besinnlichkeit. Alles.

Endlich freie Tage. Entspannen. Ausschlafen.

Mitten in der Nacht. Sie liegen im Bett und träumen friedlich. Ihr Schnarchen lässt das Schlafzimmer leicht vibrieren. Glücklicherweise hören Sie sich nicht. Da schlägt plötzlich der Wecker an. Irgend ein Heini (wahrscheinlich Sie selbst) hat vergessen, ihn über die Feiertage auszuschalten. Noch die himmlischen Orgelklänge aus der Christmesse im Ohr, umringt von blass-goldenen Engelchen, die sichtbar nervös herum flattern, den Organisten umschweben, ihm die Pranken führen, auf dass er mit seinen groben Händen diesen Händel nicht unnötiger verhunzt als nötig, dringt plötzlich ein entsetzliches Gepiepse wie aus dem Nichts in Ihren Gehörgang. Gottchen, der Wecker! Und das zu Weihnachten. Der Versuch, den Lärmer einfach zu ignorieren, scheitert kläglich.
Die vorzügliche Flasche Pouilly Fumé, so dämmert Ihnen jetzt halb benommen, hätten Sie vielleicht doch nicht leer trinken sollen, weil heute ist ja auch noch ein Tag. Aber zu spät. Ihr Schädel brummt wie ein uralter Mercedes-Diesel, der gerade irgendwo am Rand der Wüste Gobi vor sich hin tuckert. Altersschwach und überbesetzt, versteht sich. Die Karosserie knarzt bedrohlich. Ein Kater, wenn im Moment auch unsichtbar, hat sich in Ihrer Liegestatt breit gemacht und setzt alles daran, Sie aus ebendieser hinauszudrängen. Was folgt, ist ein ungleicher Kampf um die Vorherrschaft in Bett und Oberstübchen, die der Kater klar mit 6:0, 6:0 und 6:0 für sich entscheidet …

Herr Ösi hat diesen  entsetzlichen Moment musikalisch für Sie aufbereitet und festgehalten. Frech mischt sich der monotone Wecker in das Georgel, hin und wieder vermutet man, Christbaumglocken zu hören – könnte aber alles mögliche sein – der Kater, jetzt penetrant im Vordergrund, tobt ganz unverhohlen und zeigt, wer der wahre Herr ist in diesem Haus  …

Sonate für Orgel und Electro-Nix
1. Prelude
2. Prompters prompt
3. Fight against the Hangover Cat
4. Give up and Pre-Madness
5. Madness
Die Übergänge der einzelnen Sätze finden für den Laien, genauso wie für den Komponisten, nicht erkennbar, because fließend, statt und springen wie wild gewordene Katzentiere planlos im Raum herum.

Unsere Assistentin, Frau Saftschubse, weilte während der Kompositionstätigkeit samt Kettensäge glücklicherweise außer Haus. Nicht auszudenken, was geschehen hätte können …

Als verspätetes Weihnachtsgeschenk bietet Herr Ösi seinen treuen Leserinnen und Lesern die Sonate kostenlos zum Download an. Das gute Stück darf selbstverständlich als morgendlicher Weckruf sowie in einer jeden Stimmungslage abgerufen und aufgeführt werden.
WARNUNG: Ab dem 5. Hören entwickelt sich der Song zu einen Gassenhauer, den Sie so schnell nicht wieder aus den Ohren bekommen werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie wie immer Ihr Pflegepersonal … 🙂

Flohrellen Quintett

In unserer heutigen Musikausgabe, liebe Leserinnen und Leser, die Sie in der vorliegenden  Ausgabe mehr Hörerinnen und Hörer sein werden als Leserinnen und Leser, in dieser unserer aktuellen Musiksendung beschäftigen wir uns mit der wenig bekannten Spezies der Salmo trutta siphonaptera.

Ein großartig bescheuerter Name für ein zierliches kleines  Tierchen, finden Sie nicht, das nur die wenigsten Lateiner jemals zu Gesicht bekamen … aber klar, ein Name musste her, bevor das Ding wieder abtauchte. Und trotzdem eine Meisterleistung.
Sie stehen also mit bloßen Füßen, weil diese grasig-grausig-grünen Gummistiefel hatten die damals noch nicht, Sie stehen also barfuß-barbeinig, meinetwegen auch breitbeinig, in einem saukalten Gebirgsbach oberhalb von 1800 Metern Höhe, Sie müssen sich vorstellen, die Strömung zerrt an Ihren Wadeln, sodass  Sie nicht wissen, ist es  die Strömung oder ist es die Kälte, die Ihnen im Augenblick mehr zu schaffen macht, und während Sie so da stehen und nachdenken, welche Pein wohl die größere ist, taucht sie aus dem Wasser auf und gleich wieder ab. Die Salmo Trutta Siphonaptera.

Jetzt haben Sie ein ziemlich großes Problem. Einerseits, um Himmels Willen, nur nicht die Balance verlieren, weil eh klar, was dann passiert, andererseits sollten Sie dem Tierchen, das mit Sicherheit noch kein Schwein vor Ihnen jemals zu Gesicht bekam, einen wenn möglich sinnvollen Namen verpassen … bevor es ein anderer tut. Sie entscheiden sich für Salmo Trutta Siphonaptera … und … bravo, dazu kann man Ihnen nur gratulieren.  Wie Sie alles in Sekundenbruchteilen erfasst haben oder war es einfach ein oder das Bauchgefühl oder der rasende Gebirgsbach, das Rauschen, das Tosen der Elemente oder sonst was, das Sie zu dieser Namensgebung veranlasst hat. Ist auch nebensächlich. Die Salmo Trutta Siphonaptera ist schlicht und ergreifend eine geglückte Kreuzung zwischen einer Forelle und einem Floh – gewissermaßen und sozusagen eine Flohrelle.

„Una salmo trutta siphonaptera“, sagte der Lateiner wie aus der Pistole geschossen, ständig wiederholend, damit er es ja nicht vergaß, „una salmo trutta siphonaptera“, er musste ja zuvor unbeschädigt aus diesem verdammten Gebirgsbach steigen, die Füße abtrocknen und so weiter, wie es die Lateiner zwingend tun, sobald sie aus dem eiskaltem Wasser steigen, „una salmo trutta siphonaptera“, wo ist nur das Notizbüchlein?, wo? wo? wo?, e-n-d-l-i-c-h, da ist es unter der achtlos hingeworfenen Tunika, Notizbüchlein gezückt und eiligst notiert. Dummerweise vergaß er, den eigenen Namen unter seine Entdeckung sowie unter die langatmige Beschreibung der ersten jemals gesichteten Flohrelle zu setzen, ansonsten wäre er heute berühmt.

Die Flohrelle, so selten sie auch anzutreffen ist, hat zweifellos eine Hommage verdient.

Herr Ösi greift – weil naheliegend – auf ungefähre Motive aus Franz Schuberts bekanntem Forellenquintett zurück und transplantiert das Werk unter der größtmöglichen Behutsamkeit, die man dem Franzl nur angedeihen lassen kann, als Flohrellenquintett in die gegenwärtige Neuzeit hinüber. „Auf die lebensechte Darstellung der quirligsten Eleganz einer Gebirgs-Forelle gepaart mit der Sprung- und Launenhaftigkeit des hundsgemeinen Flohs unter strenger Einhaltung einer quasi mystischen Minimalistik wurde das ganz besondere Augenmerk gelegt“, schreibt das Rolling Stone Magazin wie gewohnt sperrig.

Ahoi und viel Vergnügen …

Lyrik und Akrobatik

Die Tage werden spürbar kürzer.
Regen, Schnee und so weiter peitscht ans Fenster. Oder auch nicht. Egal. Wir ziehen uns aufs Sofa zurück. Draußen ist es kalt.
Kein vernünftiger, halbwegs verantwortungsbewusster Hund jagt bei diesem Wetter sein Frau- bzw. Herrchen hinaus ins Freie.
Selbst die hartgesottensten und ignorantesten Naturen unter den Zweibeinern konsumieren in dieser vorwinterlichen bis regelrecht winterlichen Zeit … nun ja, man glaubt es kaum … Kunst und Kultur. Zumindest ein bisschen …
Alle anderen sowieso.

Herr Ösi trägt, passend zur Jahreszeit, sein Gedicht „Dezember“ eigenhändig eigenständig einhändig im Handstand balancierend vor – und wünscht gute Unterhaltung.

Die Verfilmung der Vertonung des Gedichts vom Laubsauger

Den Text zum Film zur Nach(t)lese oder zum Mitsingen gibt es

hier

Der Laubsauger

Morgenstund
Schnarchend liege ich im Bett
ein Lärm, er weckt mich, gar nicht nett
und während ich zum Fenster eile
dichterisch am Reime feile
zögerlich nach unten schau
und meinen Augen fast nicht trau
Ein Männchen im orangen Overall
versetzt den Blättern einen Drall
mit einem Lärmgerät in seiner Hand
bläst er die Blätter an die Wand
da wirbeln sie nun durch die Luft
nach oben steigt benziner Duft
und plötzlich wird mir auch schon schlecht
es ist zum Kotzen, es ist echt
das Männchen, es bläst welkes Laub
und ich hier oben werde taub
ich brüll hinunter zu dem Wicht
doch was ich schimpf, das hört er nicht
mit diesem Lärmschutz an den Ohren
könnt, wenn’s sein müsst, er nach Erdöl bohren
die Anwohner sind ihm egal
wir haben Herbst – welch eine Qual

Am nächsten Morgen, eins, zwei, drei
der Spuk ist aus, es ist vorbei
Die Ruhe still … lässt uns besinnen
dürfen den Herbst wir jetzt beginnen?

Foto: Herr Ösi - Laubsaug Warrior

Foto:
Herr Ösi
Laubsaug Warrior

Trash Coll-Äktschn

Klingelingeling

Weihnachtszeit

Heute: der ultimative Tipp für das ideale Geschenk

 

 

Visit from Outta Space

Während die Wissenschaft noch darüber rätselt, ob außerirdisches Leben überhaupt möglich ist, und, falls ja, ob die Aliens uns eines fernen Tages ihre Aufwartung machen werden, hat Herr Ösi vor ein paar Tagen die Außerirdischen  höchstpersönlich eingefangen.

Mit seiner Handykamera eingefangen, versteht sich. Jetzt im Herbst, wo die Tage spürbar kürzer werden, ist der Zeitpunkt zum Aufspüren außerirdischer Existenzen geradezu ideal. Sind die Tage im Sommer zu lang, so sind sie im Winter zu kurz. Also, der Herbst. Bloß mit dem Handy bewaffnet, machte sich Herr Ösi auf den Weg fieberhaft den Himmel nach ungewöhnlichen Objekten abzusuchen. Und wurde fündig. Das nachfolgende Video dokumentiert diesen außergewöhnlichen Moment.

Ein leichtes Zittern und Vibrieren lag plötzlich in der Luft und ließ Herrn Ösi abheben und circa 30 cm über dem Boden schweben. „Nanu“, dachte er, „habe ich mich etwa versehentlich mit Flugsalbe eingecremt?“ Natürlich hatte er das nicht. Gedankenschnell richtete er die Kamera in den Himmel. Und tatsächlich …

Fast beiläufig, als wäre die Sichtung einer extraterrestrischen Untertasse nicht Sensation genug, zeichnete dabei sein Handy die Konversation der Außerirdischen mit Ihresgleichen ebenfalls auf. Quasi als Bonustrack.

Das wertvolle Videomaterial wurde umgehend an die NASA weitergeleitet.