Weltuntergang, der X-te

Wieder einmal hat ein Weltuntergang nicht das gehalten, was er uns versprochen hat.

Der prognostizierte Weltuntergang vom 24. September 2015, dem die Erde durch einen Meteoriteneinschlag zum Opfer hätte fallen sollen, hat nicht stattgefunden. Wieder mal, wie so oft, ein kurzer Blick aufs Datum reicht zur Überprüfung aus, dass er, der Weltuntergang, einmal mehr seine Unzuverlässigkeit damit unter Beweis gestellt hat, dass er nicht eingetreten ist.

Aber    durchzuckt es den Herrn Ösi plötzlich, könnte es nicht sein, dass eventuell, selbstverständlich nur unter einer gewissen Prämisse, also durch einen ganz besonderen Umstand, dass der Weltuntergang doch noch, in Erscheinung tritt und die Erde, wie angekündigt, mit sich reißt? Und zwar nicht irgendwann, weil dass er irgendwann mal kommt, ist ja logisch, sondern dass er pünktlich!!! zum vereinbarten Zeitpunkt, am 24. September 2015, los schlägt?
„Wie denn? Wie denn das?“, hört der Ösi den Streber aus der ersten Reihe rufen, „wie soll denn das gehen, wenn der Stichtag längst vorbei ist?“
Nun …
Wir kennen ja die Theorie von Einstein, die besagt, dass ein Raumschiff, flöge es heute los, allmählich Lichtgeschwindigkeit, wobei wir nicht darüber philosophieren werden, wie diese zu erreichen wäre, also Lichtgeschwindigkeit oder eben fast Lichtgeschwindigkeit erreicht, dass dieses Raumschiff, das jetzt wie die sprichwörtlich gesengte Sau durchs All rast, sollte es jemals zur Erde wiederkehren, aber davon gehen wir hier aus, sonst wäre unser Beispiel sinnlos, dass dieses Raumschiff zu einem früheren Zeitpunkt zur Erde zurückkehren würde als es los geflogen ist, sprich: Reise in die Vergangenheit.

Und, siehst du, da hat er was übersehen, der Herr Einstein, so genial er gewesen ist, mathematisch, denkerisch und alles, aber da ist ihm was entgangen, das Herr Ösi, der mathematisch mit Ach und Krach die vier Grundrechnungsarten beherrscht, aber nur, wenn ein Taschenrechner zugegen, zwar nicht von Anfang an, dafür jetzt aber umso deutlicher vor seinem geistigen Auge sieht, wie so was funktionieren könnte – und zwar, ohne hierfür komplizierte Berechnungen anzustellen. Wenn es einem Raumschiff möglich ist, die Zeit irgendwie aus zu tricksen beziehungsweise zu überwinden, also den zeitlichen Ablauf der Dinge sprichwörtlich rückwärts laufen zu lassen, in die Vergangenheit zu gehen, dann, dann müsste doch ein Weltuntergang erst recht oder genauer gesagt, ein fast jedes X-beliebige Ereignis, vorausgesetzt, dass es sich schon einmal ereignet hat, zu einer Wiederholung, die wir mal flapsig als Zeitumkehr bezeichnen wollen, imstande sein.

Möglich macht diese Zeitumkehr das riesige Schwarze Loch, das im Zentrum unserer Galaxie sitzt und mürrisch vor sich hin brummt. So ein Schwarzes Loch hat den ganzen Tag nix anderes zu tun, als Dinge, die ihm mehr oder weniger zufällig vor der Nase rum fliegen und seinem, in der Tat, äußerst schmutzigen Loch zu nahe kommen, ssssst …

Du kannst mir glauben, da ist jede Menge ungesundes Zeug dabei, das ein Schwarzes Loch gierig und ohne die geringste Überlegung, ob das ein Schwarzlochmagen überhaupt verkraftet, in sich hinein saugt. Dagegen sind die Lebensmittel, die wir täglich im Supermarkt kaufen und wo wir sagen, vom biologischen her, also verzehrungstechnisch gesehen ziemlich grenzwertig, aber was kannst du schon machen, wenn du nicht verhungern willst, richtig, gar nix kannst du machen … dennoch, unser Supermarktmüll ist der reinste Gourmet-Tempel im Vergleich zum normalen Schwarzlochfraß, das muss zur Verteidigung der irdischen Esskultur einmal gesagt werden dürfen.
Einerseits finden wir es befremdlich, dass ein Schwarzes Loch während seiner ausgedienten Fressorgien nicht denkt, weil es eben gar nicht denken kann, also einen IQ von Null-Komma-Null aufweist (okay, wir alle kennen irgendwelche Menschen, die diesen Schwarzen Löchern intelligenzmäßig um nix nachstehen), andererseits, wozu soll ein Schwarzes Loch beim Fressen denn denken müssen, wo es doch, wie ein Boxweltmeister im Schwergewicht, keinerlei Konkurrenz zu fürchten hat.

Ernährungsverzehrungstechnisch frisst der Brummer, wie gesagt völlig gedankenlos, das ungesündeste Zeug, das man sich vorstellen kann, in sich hinein,  als da sind: halb kollabierte radioaktiv tickende Sterne, Kometen samt giftigem Schweif, Meteoriten, Planeten, Strahlung jeglicher Art, Untertassen samt unappetitlichen Aliens, und und und.
Der Saumagen des Brummers ist, zugegeben, einiges wenngleich auch nicht alles gewohnt, weshalb er, von Zeit zu Zeit, mittels Rülpsen und Pupsen total unverträgliche Materie geräuschvoll wieder von sich gibt. Während dem Menschen (und den meisten Tieren) für das Rülpsen und das Pupsen zwei räumlich getrennte Öffnungen zur Verfügung stehen, wobei mitunter nicht eindeutig zu klären ist, welches Geräusch welcher Körperöffnung  gerade entweicht, besitzt das Schwarze Loch, einem Schwergewichtsboxweltmeister gleich, nur eine einzige Öffnung zur Kommunikation mit der Außenwelt, nämlich, weil logisch, das Schwarze Loch.

Unter extremen Umständen kann es nun passieren, dass das Rülpsgepupse oder das Pupsgerülpse, der Fachmann unterscheidet hier nach Intensität, was gerade überwiegt, des Schwarzen Lochs (und nicht das des Boxweltmeisters) Energien freisetzt, die zur Veränderung der, sagen wir mal, molekularen, inneren Struktur sowohl der Dunkeln als auch der nicht Dunklen Materie innerhalb einer Galaxie, jetzt vereinfacht ausgedrückt, führen kann, um die Komplexität der Abläufe auch einem nicht in Astrophysik und Alienkunde geschultem Publikum wirksam näher zu bringen.
Diese winzigen, größenmäßig allenfalls im Higgs-Boson Bereich liegenden strukturellen Verschiebungen können, wenn es saublöd abläuft – man denke bloß ans Murphy’sche Gesetz, wonach eine jede Kacke, whatever can go wrong will go wrong and so on – eine Rolle rückwärts verursachen und somit eine Zeitumkehr hervorrufen.
Ältere Semester unter den Lesern werden sich an Filme erinnern, die man früher beim Zurückspulen der Kassette gleichzeitig rückwärts gucken konnte, die Autos fahren verkehrt mit fortschreitender Handlung wieder Richtung Anfang, ebenso die Musik und die Sprache, mickymausmäßig,  alles im Retourgang.

Man stelle sich vor, eine unbedachte Eruption des Brummers, den die bayrischen Astrologen schon jetzt, in Anlehnung an den unglücklichen Bruno zu einen Problembrummer herunter gestuft haben, man denke also, ein vermeintlich harmloser Rülpspupser lässt das Universum und mit ihm die Zeit plötzlich rückwärts laufen, wobei sich längst vergangene Ereignisse, sprich, nicht weniger als das gesamte bis heute abgelaufene Weltgeschehen umgekehrt wiederholt. So ist es durchaus möglich, nein, sogar höchst wahrscheinlich, dass wir durch die Rückwärtsspulung der Zeit, wobei wir bloß nicht wissen, wann genau sie einsetzen wird, dass wir eines lieben Tages durch die negative Zeitabwicklung, wie es im gestelzten Fachchinesisch heißt, wieder beim 24. September 2015 ankommen werden … und dann peng!

Ausnahmen bestätigen gerade im Weltraum, mehr als hier auf Erden, die Regel, was bedeutet, der zerstörerische Meteorit,  der uns letztendlich vernichtet, hat, als einer der wenigen, von der ganzen Zeitumkehrproblematik nix mitbekommen oder er hat sich dem allgemeinen Umkehrkommando frech, wie die meisten frei herum schwebenden Himmelskörper eben sind, widersetzt.

Fazit: schon Johann Nepomuk Nestroy wusste: es kommt eh der Komet …

Für Apokalyptiker bietet der oesiblog einen besonderen Service, und zwar in Form eines Weltuntergangcounters, damit die verbleibende Zeit, bis das letzte Stündchen schlägt, mit sinnvollen Tätigkeiten, wie z. B. dem Lesen Ösischer Postings, ausgefüllt werden kann. In 2016, soviel sei verraten, stehen mindestens zwei Weltuntergänge an, auf die wir uns schon jetzt, egal, ob sie eintreten werden oder nicht, mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit vorbereiten …

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5 Gedanken zu “Weltuntergang, der X-te

  1. Es ist kein Verlass – auf rein gar nix! Nicht auf Weltuntergänge, auf schwarze Löcher auch nicht und erst recht nicht auf Pfarrerstöchter. Die einen werden Terroristen, die anderen Kanzler, letztlich egal, es kommt eh auf das gleiche raus. Auf ihre ganz persönliche, etwas verschrobene Art und Weise wollen sie ja auch nur das Gute, nämlich die Welt retten. Wenn es sein muss mit Gewalt.

    Deswegen bin ich wie Du der Meinung, dass der Weltuntergang längst begonnen hat. Und zwar mit dem Tage, an dem die Spezies Mensch so etwas wie einen „Geist“ eingehaucht bekam. Der WUG ist genau genommen im Gange, seit der Mensch nicht mehr nur rülpst und pupst, sondern mit anderen WEsen seiner Gattung über Himmelsphänomene philosophiert. Über Götter zum Beispiel. Und seitdem es Pfarrer und deren missratene Töchter gibt.

    Deswegen habe ich mich erst neulich (was für eine rätselhafte Koinzidenz) ebenfalls mit dem Thema WUG beschäftigt: http://tinyurl.com/pbedn5e

    Und zum schwarzen Loch habe ich natürlich auch so meine ganz eigenen Theorien entwickelt – sollte ich vielleicht hier mal posten 😀

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    • Unter frenetischem Beifall führt die Pfarrerstochter ihre Schäfchen zum Schafott. Diese können ihr Glück kaum fassen und taumeln, tatkräftig unterstützt von Massenverblödungsmedien, ihrem Untergang entgegen. Eingeforderte Frauenquote hin oder her, ein gewissenloses, fremd gesteuertes und dem Wahnsinn anheim gefallenes Weibchen, das sich mindestens für eine BienenSuperKönigin hält, reicht in diesen Tagen aus, nicht nur das eigene Land sondern womöglich den gesamten Kontinent, natürlich mit tatkräftiger Hilfe der Transatlantischen „Freunde“, zu vernichten. Wer heutzutage noch eigenständig denkt, wird diffamiert & mundtot gemacht. So geht Diktatur Zwo-Punkt-Null heute.

      Ein Meteorit, der die Erde zerstören könnte, ist dagegen wahrlich das geringste Übel …

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  2. Lieber Herr Ösi!
    Gerade lese ich Ihren Bericht über den Weltuntergang. Was soll ich sagen, besser kann man es wohl kaum schreiben. Da fallen selbst der Mauswohn keine ellenlangen Kommentare mehr ein. Doch bevor die Welt ihrem Ende entgegenkugelt, möchte ich Ihnen noch schnell mitteilen, wie grandios und inspirierend die Ösiwelt für die Mauswohn ist. Hier sind wirklich herrliche Ideen zu finden. Bin ich froh, dass ich noch die Zeit gefunden habe, Ihnen das zu sagen, bevor der Untergang…oooooh ich sehe ihn kommen…puh, es ist nur der Sonnenuntergang! Nochmal Glück gehabt…naja nur der VfB Stuttgart ist in die zweite Liga untergegangen, aber die ist ja glücklicherweise noch nicht gänzlich vom schwarzen Loch verschluckt worden und so weiterhin sichtbar.
    Bis dahin herzliche Grüße von der Alm 🙂
    Mallybeau Mauswohn (auf imaginärem Reistrip auf der Titanic….blub)

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    • Liebe Frau Mallybeau,

      sollte das Schwarze Loch tatsächlich seine „Drohung“ wahr machen und eine Zeitumkehr hervorrufen, dann wäre der VfB Stuttgart flugs wieder in der 1. Liga … und wir könnten mit einem Schlag unsere Zukunft, pardon, ich meine natürlich unsere Vergangenheit, voraussagen …

      Danke, dass Sie noch rechtzeitig auf den oesiblog gestoßen sind, der ja zu Denkanstößen abseits des Mainstreams initiieren will … 🙂

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    • Lieber Herr ösi!
      Dass ich noch rechtzeitig hier auf Ihrer Bloghütte gelandet bin, war wohl nur die logische Konsequenz von der jeder geleitet wird, schließlich bewegt sich die Mauswohn immer außerhalb jeglicher Zuordnung und meidet bewusst den Mainstream.
      Ob die Mauswohn allerdings von einer Zeitumkehr wirklich so beigeistert wäre … diesem Denkanstoß hat sich die Kuh auch schon des Öfteren ausgesetzt, mit unterschiedlichen Ergebnissen…wie immer, wenn man anfängt quer zu denken.
      Aber die Querdenkerei fördert dann schließlich so wundervolle Beiträge wie die Ihren zu Tage, so dass sich jeder blaue Fleck, den man sich beim Denkanstoß einfängt auch lohnt.
      Und der VFB soll ruhig mal ordentlich in der 2. Liga arbeiten und dem Ruf des fleißigen Schwaben gerecht werden, wenn zum Aufstieg nur noch ein schwarzes Loch hilft, ist ohnehin alles zu spät 🙂
      Ich wünsche Ihnen noch einen wunderschönen Abend in der Zukunft und in der Vergangenheit…
      Mallybeau Mauswohn

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