Countdown

Jetzt, wo die Space Shuttles nicht mehr starten, gibt es naturgemäß weniger Countdowns. Also jenes herunter zählen von unendlich bis auf Null, bis die Raketentriebwerke fauchend starten.

Im Grunde ist ein Countdown ein Zeitrahmen, wo überhaupt nix passiert, außer dass wir ihn irgendwie rum kriegen müssen. Es gilt, einfach die Zeit tot zu schlagen. Schlimmstenfalls mit zählen. Und darauf zu hoffen, dass, sind wir bei Null angelangt, endlich was passiert.

Philosophisch betrachtet, ist auch das Leben nix anderes als ein einziger Countdown, der mit der Warterei auf irgendwas zugebracht werden muss. Manche wissen gar nicht, worauf sie warten … oder warten des Wartens wegen.

Zwischen einer Fußball-WM und einer -EM liegen zwei Jahre. Die können verdammt lang werden, besonders wenn eins der Ereignisse gerade vorüber ist. Okay, mit diversen Qualifikationsspielen kommen wir schon über die Runden, aber ehrlich gesagt, ist es eine tote Zeit. Auch hier böte sich ein Countdown an.

Die meisten Menschen haben einen internen Countdown, der ihnen sagt, wann die verhasste Arbeitszeit endlich vorbei ist und die lang ersehnte Rente – und also das wirklich wahre Leben – beginnt. Dieser Countdown startet bei vielen bereits weit vor dem 30. Geburtstag.

Einer der schönsten Countdowns ist die Adventszeit, wo mit dem Öffnen der Türchen der depressive Dezember zumindest bis zum vierundzwanzigsten überwunden werden kann.

Das selbe gilt für Weltuntergangs-Vorhersagen. Auch ein Countdown. Da möchte man keine 50 Jahre auf den nächsten Untergang warten müssen. Zum Glück springt hier der 21. 12. 2012 helfend ein. Zur Erinnerung:

Übrigens: nicht der Untergang sondern die Prophezeiung ist hier das wahre Ereignis. Der Weltuntergang selbst hat an sich keine Bedeutung …

Bleibt nun noch der sogenannte „Countdown“-Posting Countdown: 3 – 2 – 1 – aus

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17 Gedanken zu “Countdown

  1. Weltuntergang.Jetzt da ich 60 bin denke ich -wohin soll sie den ,,Unter´´ gehen.Wie wird das in Gang gebracht.Fliegt sie in Stücke–explodiert sie und warum?Sie verreckt langsam–das kann ich mir vorstellen. Gletcheraufnahmen füher und heute .Eruptionen -leere Seen wie Baikal–.Wir machen uns krank durch unsere maßlose Fresserei und beuten die Erde aus.Da geht sie uns verloren –aber nicht an einem Tag.Das meint pemmi

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  2. Da hast du wohl recht, man kann auch das Leben als Countdown ansehen. Aber an den Weltuntergang glaube ich nicht wirklich. Natürlich kann es passieren, aber ich mache mich deshalb nicht verrückt. 😉

    LG an dich
    Conchi

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  3. Der Weltuntergang kommt ganz sicher, die Frage ist nur wann? Also spätestens in 5 Milliarden Jahren, wenn unsere Sonne hopsgeht.

    Das Schöne ist ja, dass wir bereits heute darüber spekulieren dürfen, ob es nicht möglicherweise ein bisschen früher sein darf. Bislang sind die Propheten stets falsch gelegen ….

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  4. Ich glaube, das Wort Countdown ist erst mit den Raketenstarts zu uns gekommen. Dabei gab es das Herunterzählen natürlich schon vorher – ein schönes Beispiel der von Dir erwähnte Adventskalender. In Spanien ist es ein alter Brauch, in der Silvesternacht mit jedem Glockenschlag zur Mitternacht eine Weinbeere in den Mund zu stecken. Da niemand es schafft, die Beeren so schnell zu zerkauen und herunterzuschlucken, wird das „Feliz año nuevo!“ dann zu einer sehr lustigen Sache: Umarmungen, nachdem man knapp dem Erstickungstod entronnen ist.

    Countdown ist aber auch ein bisschen wie Schlange stehen an der Kinokasse (Hoffentlich ist die Vorstellung nicht gleich ausverkauft.) oder beim Bäcker (Hoffentlich will von denen vor mir keiner das letzte Eclair.). Und so haftet dem Countdown immer etwas von gespannter Erwartung an. Genau darauf sollte er sich beschränken. Wer im Dauer-Countdown lebt, ständig die Tage zählt bis zum Wochenende, bis zum Urlaub, bis zur Rente…, für den dieses Tage also Zahlen sind aber nicht zu zählen scheinen, vergisst, dass es unsere Lebenszeit ist, die wir uns da mit Zählen (counting down) vertreiben.

    LG cuenta…….

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  5. Das meine ich mit dem Renten-Beispiel, dass viele auf einen gewissen Punkt hinarbeiten, ab dem sie meinen, dann endlich das Leben genießen zu können, wo alles vorher doch nur die reinste Plackerei war …

    Sehr schön die Weintraubengeschichte in Spanien, bisschen gefährlich allemal, derweil man sich in Ösiland blamiert, wenn man den Walzer nicht ordentlich hinbekommt. Den erstaunlichsten Silvester feierte ich vor Jahrzehnten in Frankreich, wo man gegen 1 Uhr 30 mitbekam, dass das neue Jahr schon längst begonnen hatte und Bisou, Bisou …

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  6. Die Briten mit ihrem „Old Lang Syne“ zum Beginn des neuen Jahres sind auch nicht schlecht. Ich mag das sehr. Walzer tanzen würde ich lieber, aber dazu besteht meistens keine Gelegenheit. Am 22. Dezember, könnte ich mir vorstellen, wird mancher zum Franzosen: Sollte nicht eigentlich gestern die Welt untergehen? Wir sind noch einmal davongekommen. Küsschen, Küsschen…

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  7. Das ist mir zu negativ, schließlich will ich meine letzten Tage nicht einfach nur herunter zählen, deswegen betrachte ich sie sozusagen als Zugabe. Deine hat ja vor drei Jahren schon begonnen, also genieße sie!

    Kommentar pflichtschuldigst abgegeben wie moniert :o)

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  8. Stellen wir den Countdown als solchen in den Mittelpunkt, dann ist, wenn wir mit dem herunter Zählen fertig sind, alles was danach kommt, reine Zugabe. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass z. B. gerade bei Konzerten mit der Zugabe der wahre Ohrenschmaus beginnt, während wir das Gedudel davor, oft als überlangen Soundcheck verbuchen müssen …

    Was mich betrifft, stelle ich mir Frage, ob ich mich nun in der Nachspielzeit oder bereits in der Verlängerung befinde. Bei eingeschalteter Kommentator-Mute-Funktion und ohne Restzeiteinblendung ist es unmöglich, das genau zu erkennen.

    Für den pflichtschuldigst abgegebenen Kommentar bedanke ich mich herzlichst und pflichtschuldigst.

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  9. Wenn nachdenke ist es tatsächlich so, dass ich den Begriff Countdown zum ersten mal im Zusammenhang mit amerikanischen Raketenstarts in den 60er Jahren gehört habe. Die habe ich als Kind begeistert angeschaut.

    Ich erinnere mich auch an eine swatch Milenium Uhr die ca. ein Jahr vor der Jahrtausendwende zu kaufen war und einen entsprechenden Countdown einprogrammiert hatte.

    „Countup“ ist aber auch nicht schlecht:

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  10. Weißwurst – da ist mir Trauriges widerfahren. Die Gaststätte in GE in der ich meine erste Weißwurst aß der ungezählt viele folgten hat diese kürzlich von der Karte genommen und ich musste mir diese Nachricht von einer ca. 20jährigenn schnippischen Bedienerin anhören die mir zudem zu verstehen gab, das sie diesen Schritt für überfällig halte.

    Katastrophenuhren?

    Ha – das bisschen Staatsverschuldung kann ich toppen:
    http://www.worldometers.info/de/

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  11. Zur Gaststätte: selbst wenn der FC Bayern das Triple gewonnen hätte, wäre dieser Schritt nicht nachvollziehbar. Ich würde da nie wieder reingehen.

    Zum Worldometer: wow, gut gemacht. Auch wenn die eine oder andere Statistik nicht ganz nachvollziehbar ist.

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